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Anhaltendes Wachstum bei der Clientis

Anhaltendes Wachstum bei der Clientis

Die Clientis Zürcher Regionalbank mit Sitz in Wetzikon kann erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. In einem schwierigen Marktumfeld legte die Bank im Kundengeschäft zu. Gegenüber dem Vorjahr resultierte ein um 5,2 Prozent höherer Jahresgewinn.

Jörg
Marquardt
Donnerstag, 01. März 2018, 23:25 Uhr
Hauptsitz der Clientis Zürcher Regionalbank in Wetzikon
Ein starkes Jahr 2017 für die Clientis Zürcher Regionalbank: Die Geschäftsleitung konnte am Donnerstag eine durchweg positive Bilanz präsentieren. (Archivfoto: Nicolas Zonvi)

Ein entspannter Verwaltungsratspräsident und ein höchst zufriedener Vorsitzender der Geschäftsleitung: Adrian von Kaenel und Rolf Zaugg präsentierten am 1. März in der Clientis-Filiale am Zürcher Stadelhoferplatz die Resultate des vergangenen Geschäftsjahres. «Wir haben ein starkes Jahr hinter uns», sagten die beiden unisono.

Im Kerngeschäft zugelegt

Die Clientis Zürcher Regionalbank habe sich in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld bestens behauptet, führte Adrian von Kaenel aus. Im Kerngeschäft, den Ausleihungen, weist das Finanzinstitut eine Zunahme von 4 Prozent aus. Damit beträgt das Volumen im Hypothekargeschäft 3,41 Milliarden Franken.

Das im Vergleich zum Vorjahr stärkere Wachstum sei auf die nach wie vor starke Nachfrage nach Wohneigentum in der Marktregion zurückzuführen, betonten die Referenten. Clientis sei bezüglich Immobilienfinanzierung im Schweizer Vergleich «gut unterwegs».

Erfreuliches Wachstum bei Kundengeldern

Zaugg kommentierte die wichtigsten Kennzahlen der Erfolgsrechnung: Die Bilanzsumme sei im Berichtsjahr um 3,7 Prozent auf 3,93 Milliarden Franken gesteigert worden. Bei den Kundengeldern weist die Clientis ebenfalls ein erfreuliches Wachstum aus; hier beläuft sich der Bestand neu auf 2,69 Milliarden Franken, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 4,9 Prozent entspricht. Das kumulierte Eigenkapital beläuft sich dabei auf gut 324 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand entspricht mit 33,7 Milliarden Franken in etwa den Zahlen des Vorjahres, was die Verantwortlichen angesichts der Investitionen in diverse Projekte freut.

Digital in die Zukunft

Das Finanzinstitut mit 13 Filialen im Oberland sowie in der Stadt Zürich und am rechten Seeufer beschäftigt 130 Mitarbeiter. Wie Zaugg betonte, sei das Unternehmen auch künftig stark herausgefordert. Das Stichwort sei hier die digitale Transformation. Geschäftssystem und Infrastruktur, aber auch die Unternehmenskultur sollen möglichst rasch auf die veränderten Kundenansprüche eingestellt werden. «Unseren Mitarbeitenden fällt bei diesem Prozess eine bedeutende Rolle zu», ergänzte Adrian von Kaenel.

«Wir werden schrittweise ein grösseres Spektrum an Interaktionskanälen für unsere Kunden installieren.»

Rolf Zaugg, Vorsitzender der Geschäftsleitung Clientis Zürcher Regionalbank

Die Clientis Zürcher Regionalbank könne und wolle sich der Digitalisierung nicht verschliessen. «Wir werden schrittweise ein grösseres Spektrum an Interaktionskanälen für unsere Kunden installieren», sagte Zaugg mit Blick auf die sich rasant verändernde Landschaft der Finanzdienstleister. Es gelte, die Prozesse im Immobiliengeschäft zu automatisieren. Man könne nämlich kaum davon ausgehen, dass sich die Zinsmarge wesentlich steigern lassen werde.

Vermutlich tieferes Jahresergebnis 2018

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten sowohl von Kaenel als auch Zaugg eine stabile Situation. Aufgrund namhafter Investitionen, etwa bezüglich Infrastruktur oder IT-Projekten, sei davon auszugehen, dass an der nächsten Bilanzmedienkonferenz ein tieferes Jahresergebnis ausgewiesen werden müsse.

Zudem hoffe man bei der Clientis, im Frühjahr 2019 mit dem Bau des Neubaus am Hauptsitz in Wetzikon beginnen zu können. Noch sei bezüglich dieses Bauvorhabens aber ein Rekurs hängig.

(Marcel Vollenweider)

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