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Walder Gemeinderat setzt sich für Weilerkernzone ein

Rekurs erhoben

Walder Gemeinderat setzt sich für Weilerkernzone ein

Die Weilerkernzonen in Wald wurden von der kantonalen Baudirektion bewilligt - mit Ausnahme der Aussenwacht Mettlen. Gegen den Entscheid hat der Gemeinderat Rekurs erhoben.

Dienstag, 11. Juli 2017, 16:27 Uhr Rekurs erhoben
Das Schulhaus in Mettlen biete die Stützpunktfunktion für eine Weilerkernzone in der Walder Aussenwacht, meint der Gemeinderat. (Bild: zvg)

Lange war die Schaffung von Weilerkernzonen aufgrund der Kulturlandinitiative sistiert. Nun ist der Entscheid der Baudirektion des Kantons Zürich gefallen. Die Weilerkernzonen Ried, Raad, Hischwil, Hüebli-Aa, Güntisberg, Hueb-Unterhueb und Büel haben vom Kanton grünes Licht erhalten, wie der Walder Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Die Zonenänderung ermöglicht die Umnutzung von bestehenden Gebäuden. Keine Genehmigung erhielt der Weiler Mettlen, der infolge des Walder Gemeindeversammlungsentscheids vom 8. Dezember 2015 Bestandteil der Vorlage wurde.

Gegen die kantonale Verfügung, die Mettlen ausschliesst, erhebt die Gemeinde Wald nun Rekurs beim Baurekursgericht. «Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass auch Mettlen die Kriterien für eine Weilerkernzone erfüllt», sagt Gemeindeschreiber Martin Süss. Weilerkernzonen können über Siedlungen gelegt werden, die mindestens fünf bis zehn bewohnte Gebäude und eine geschlossenen Einheit aufweisen, von der Hauptsiedlung klar getrennt sind sowie eine Stützpunktfunktion haben. «Die geforderte Zahl an Gebäuden erfüllt Mettlen», so Süss. Zudem sei der Weiler von Wald getrennt. «Die Stützpunktfunktion ist auch gegeben mit dem Schulhaus Mettlen und dem öffentlichen Zivilschutzraum, der 160 Plätze auch für Bewohner anderer Weiler bietet», sagt Süss. Ein Urteil des Baurekursgerichts sei wohl frühestens in einem halben Jahr zu erwarten.

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