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Hiag plant im Aatal mit rauem Industrie-Charme

Hiag plant im Aatal mit rauem Industrie-Charme

Ein neuer Radweg entlang der Gewässer, eine neue Brücke und zahlreiche, bis 25 Meter hohe Neubauten am Bahnhof sollen das Aatal unvergesslich machen.

Mittwoch, 02. Juli 2014, 20:38 Uhr

Die Hiag, der fast das gesamte ­Aatal gehört, richtet mit der grossen Kelle an. Der Immobilien­gigant plant zwischen Saurier­museum und Floos zahlreiche Wohn- und Gewerbeneubauten. Besonders dicht soll am Bahnhof Aathal gebaut werden. Dort sind zwei knapp 25 Meter hohe Gebäude und eine Wohnüberbauung über dem Eisenbahntunnelportal geplant. Auch von einem Eisenbahnmuseum ist die Rede. Bilder wie aus Chicago

Die Pläne stammen vom renommierten Zürcher Architektur­büro Knapkiewicz&Fickert. Das Büro hat einen Wettbewerb unter sechs Architektenteams gewonnen, die gestern Abend auf dem Leuchtturmareal in Aathal der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Der siegreiche Vorschlag basiere auf einer pro­funden Analyse des Tals, lobte die Architektin Astrid Staufer namens der Jury. «Er ist ­mass­geschneidert, flexibel und schafft gleichzeitig starke Bilder.» Bilder, die ans Chicago der 1930er Jahre erinnern.

Von der Seegräbner Bevölkerung besuchten nur wenige die Ausstellung. «Das sind interessante Denkanstösse», kommentierte ein Anwohner aus dem Gemeindeteil Sack, «mehr nicht.» Tatsächlich handelt es sich erst um eine Studie, die nun in einem Masterplan konkretisiert werden soll. Konkrete Bauprojekte dürften noch Jahre auf sich warten lassen. «Wir wollten eine Gesamtschau aus grosser Flughöhe», sagt Hiag-Projektentwickler Thorsten Eberle. «Der Horizont liegt bei 30 Jahren.»

Mehr dazu im ZO/AvU vom Donnerstag, 3. Juli 2014.

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