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Yvonne Bürgin zur höchsten Zürcherin gewählt

Rütnerin ist neue Kantonsratspräsidentin

Yvonne Bürgin zur höchsten Zürcherin gewählt

Yvonne Bürgin (CVP) aus Rüti ist am Montag zur höchsten Zürcherin gewählt worden. Sie erhielt 140 von 168 gültigen Stimmen. Mit «Ausdauer, Anstand und Ausstrahlung» will sie den Kantonsrat im kommenden Amtsjahr leiten.

Tanja
Bircher
Montag, 07. Mai 2018, 11:01 Uhr Rütnerin ist neue Kantonsratspräsidentin
In ihrem Amtsjahr will sie die Bekanntheit des Kantonsrats stärken: Die Rütnerin Yvonne Bürgin (CVP) ist die höchste Zürcherin. (Bild: Keystone)

Ausdauer sei die Widerstandsfähigkeit gegen die Ermüdung, sagte die frisch gewählte Kantonsratspräsidentin Yvonne Bürgin (CVP) in ihrer Antrittsrede. Wie praktisch jede neue Präsidentin appellierte sie aber an die Parlamentarier, dennoch nicht allzu lange Redezeiten für sich zu beanspruchen. Viel wichtiger sei die politische Rhetorik. Sie entscheide über Erfolg oder Misserfolg - gerade in einem Wahljahr, sagte die Rütnerin.

Mit 140 Stimmen erreichte die CVP-Frau ein durchschnittliches Resultat. Ihre Vorgängerin Karin Egli (SVP) hatte vor einem Jahr 148 Stimmen erzielt. In den Jahren 2016 und 2015 waren Rolf Steiner (SP, Dietikon) mit 152 Stimmen und Theresia Weber-Gachnang (SVP, Uetikon am See) mit 130 Stimmen gewählt worden.

Soziale Medien als «Fluch und Segen»

Ihr «Credo» als Kantonsratspräsidentin sei ein «Triple-A», sagte die 47-Jährige: «Ausdauer, Anstand und Ausstrahlung». In ihrem Amtsjahr will sie die Bekanntheit des Kantonsrats stärken. Als Volksvertreter sei eine positive Ausstrahlung entscheidend. «Es erstaunt mich immer wieder, wie wenig unsere Arbeit wahrgenommen wird und wie unbekannt die kantonalen Parlamente sind.»

Als «Fluch und Segen» bezeichnete Bürgin die sozialen Medien wie Twitter, Facebook oder Youtube. «Sie helfen zwar - vor allem uns kleinen Fraktionen - Inhalte und Meinungen zu verbreiten, verstärken aber auch den populistischen Wettstreit.» Sie wolle deshalb wenigstens im Ratssaal Anstand und respektvollen Umgang fördern.

«Bock» bleibt in bürgerlichen Händen

Auch dieses Jahr stünden wieder einige grössere Geschäfte auf der Traktandenliste, sagte die neue höchste Zürcherin, «und diese ist mit 164 Traktanden lang». Als Beispiele nannte sie die Teilrevision des Richtplans, das Einführungsgesetz zum Krankenversicherungsgesetz oder die Steuervorlage 17.

Wie bereits im vergangenen Amtsjahr bleibt der «Bock» auch 2018/2019 in bürgerlichen Händen. Neben der CVP-Kantonsrätin Bürgin wurden am Montag Dieter Kläy (FDP, Winterthur) mit 160 von 168 gültigen Stimmen zum Vizepräsidenten und Roman Schmid (SVP, Opfikon) mit 150 von 168 Stimmen zum zweiten Vizepräsidenten gewählt. (sda)

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