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«Es sind alle glücklich, dass die Halle gebaut wurde»

30 Jahre Kunstturnhalle Rüti

«Es sind alle glücklich, dass die Halle gebaut wurde»

Urs Hitz ist der OK-Präsident der grossen Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Kunstturnhalle Rüti. Im Interview erklärt er, was ihm die Halle bedeutet und wieso sie für Rüti von besonderer Bedeutung ist.

Rico
Steinemann
Donnerstag, 01. März 2018, 07:16 Uhr 30 Jahre Kunstturnhalle Rüti

Herr Hitz, am kommenden Samstag steigt das öffentliche Fest zum 30-Jahr-Jubiläum der Kunstturnhalle Rüti. Was ist Ihre persönliche Beziehung zu dieser Halle?
Urs Hitz: Die Halle ist für mich sehr wichtig. Ich habe sie von Anfang an erlebt. Als aktiver Turner und Trainer habe ich in dieser Halle trainiert. Hansheiri Angst, der Initiant der Halle, war ein sehr guter Turnkollege von mir, mein Trainer und Vorbild. Er bedeutet mir sehr viel. Das ist für mich mit ein Grund, warum wir dieses spezielle Jubiläum feiern. Auch wenn er nicht mehr unter uns weilt.

Um Herrn Angst auch ein wenig die Ehre zu erweisen?
Ja sicher. Wir erwähnen das auch. Er ist im positiven Sinne Schuld daran, dass es diese Halle überhaupt gibt. Dank Hansheiri Angsts Hartnäckigkeit und Sturheit hat man die Halle gebaut. Er hatte viele Gegner damals, aber er hat es durchgezogen. Im Nachhinein ist ihm keiner mehr böse. Im Gegenteil: Es sind alle glücklich, dass die Halle gebaut wurde.

«Dank Hansheiri Angsts Hartnäckigkeit und Sturheit hat man die Halle gebaut.»

Urs Hitz, OK-Präsident

Wieso ist diese Kunstturnhalle für Rüti so bedeutend?
Einerseits wurde sie für den Spitzensport gebaut. Dank der neuen Technik mit der Schnitzelgrube konnte so der Fortschritt mitgemacht werden. Andererseits war es für den Turnverein Rüti, im Speziellen für die Turnsportriege des TV Rüti, eine zusätzliche Halle, die es den Turnvereinen erlaubte, praktisch rund um die Uhr zu trainieren. Auch während den Ferienzeiten. Es ist eine optimale Ergänzung zu den anderen Hallen. Wir können dadurch unser Angebot vergrössern, auch für die jüngere Generation. Wir haben mehr Möglichkeiten, weil wir so etwas unabhängiger von den Gemeindehallen sind.

Sie sprachen von der Schnitzelgrube. Was ist das genau?
Das ist eine spezielle Sprung- respektive Landegrube, die mit Schaumstoffschnitzeln aufgefüllt ist. Sie dient den Turnerinnen und Turnern dazu, neue, schwierige Elemente zu erlernen. So können Verletzungen bei möglichen Stürzen verhindert werden. Das ist eine grosse Hilfe, um neue Übungen einzustudieren.

Hat der Fakt, dass es diese Kunstturnhalle in Rüti gibt, auch Auswirkungen auf die Zahlen im Nachwuchsbereich?
Ich würde es etwas anders formulieren: Je nachdem, wie die Schweizer Spitzenathleten an wichtigen Wettkämpfen wie den Olympischen Spielen oder Welt- und Europameisterschaften abschliessen, merken wir das auch. Dann kommen vermehrt neue Jugendliche zu uns ins Training. Aber die Halle gibt uns natürlich die Möglichkeiten, eine grössere Zahl von Jugendlichen aufzunehmen. Eben weil wir durch die eigene Halle mehr Trainingseinheiten anbieten können.

Kunstturnen ist sehr zeitintensiv.
Genau. Es braucht teilweise vier bis fünf Trainingseinheiten pro Woche. Dies nur in den Hallen der Gemeinde durchzuführen, wäre wegen den Bedürfnissen auch von anderen Vereinen praktisch nicht möglich.

Was dürfen die Zuschauer am Jubiläumsfest erwarten?
Wir haben darauf geachtet, dass sich die ganze Turnsportriege des TV Rüti präsentieren kann. Sie trainieren alle in dieser Halle. Aber auch der Karate-Club, der bei uns im unteren Raum eingemietet ist, hat einen Auftritt. Oder das Duo Scacciapensieri, die den letzten Show-Akt bestreiten. Sie haben einst hier trainiert. Irgendwie haben alle eine Verbindung zu der Kunstturnhalle. Auch die meisten der Gäste, die eingeladen sind.

Linda Gwerder moderiert Jubiläumsfest
Unter dem Motto «Turn(R)evolution» findet am Samstag, 3. März, ein öffentliches Jubiläumsfest in der Kunstturnhalle Schwarz statt. Der Showteil mit Turnen, Akrobatik und Comedy beginnt um 19 Uhr. Die Moderatorin Linda Gwerder führt durch den Abend, an dem auch Regierungsrat Mario Fehr an Grusswort ausrichten wird. Der Eintritt ist gratis, es gibt eine Kollekte.

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