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Vorwürfe gegen Leiter des Vollzugszentrums Ringwil

Im Vollzugszentrum Bachtel in Ringwil herrschen unzumutbare Zustände – besonders für die Angestellten. Das zumindest werfen drei Wärter dem Leiter der Einrichtung vor.

Daniel
Keller
Sonntag, 16. Oktober 2016, 18:15 Uhr
Gegen den Leiter des Vollzugszentrum werden Vorwürfe erhoben. (Symbolbild: Fabienne Würth/Archiv)

Unter dem Titel «Knatsch im Knast» kritisieren drei Wärter des Vollzugszentrums Bachtel in Ringwil den Zentrumsleiter «M. H.» im «Sonntags-Blick». Die Angestellten des Zentrums «leiden unter Stress, Mobbing und stehen ständig unter Druck», beklagt sich ein Gefängnisaufseher, der sich nach 15 Jahren Dienst frühzeitig pensionieren liess, «weil ich es nicht mehr ausgehalten habe».

Kritisiert wird im Artikel der Führungsstil von «M. H.». Er wird als diktatorisch bezeichnet. Angeprangert werden auch die Zustände, die im Zentrum herrschen sollen. Drogen würden konsumiert und gehandelt. «Alkohol, Cannabis, Ecstasy und Kokain: Alles ist verfügbar gewesen», wird ein ungenannt sein wollender Wärter zitiert.

Häftlinge verliessen Areal

Darüber hinaus hätten Häftlinge das Areal verlassen, «wann es ihnen gerade gepasst hat». Die Missstände seien «M. H.» gemeldet worden, geschehen sei jedoch nichts, Konsequenzen seien ausgeblieben.

Jessica Maise, Sprecherin des Amts für Justizvollzug, weist die Mobbingvorwürfe zurück. Das Amt für Justizvollzug und die Vollzugseinrichtungen Zürich stünden vollumfänglich hinter dem Zentrumsleiter. Die Führungsverantwortlichen «sind sich der Situation bewusst und arbeiten daran». (gau)

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