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Mit Eseln auf Familienbesuch

Mit Eseln auf Familienbesuch

Die Samichläuse, Schmutzlis und Bischöfe der Hinwiler St.-Nikolaus-Gruppe haben in den nächsten Tagen alle Hände voll zu tun. Sie besuchen rund 80 Familien und einige Kindergärten. Dabei werden sie von Eseln begleitet.

Eva
Kamber
Freitag, 02. Dezember 2016, 13:33 Uhr
Wolfgang Windlin (l.) im Bischofsgewand und Schmutzli Urs Schwarzenbach mit Esel Nasca. (Bild: Marcel Vollenweider)

Sitzt der Schnauz? Sitzt der Bart? Wolfgang Windlin prüft wenige Tage vor den zahlreichen Hausbesuchen, die rund um den 6. Dezember auf dem Programm stehen, sein Outfit. Der 49-Jährige freut sich auf die intensiven Tage zum St.-Nikolaus-Fest.

Windlin gehört seit vielen Jahren der St.-Nikolaus-Gruppe Hinwil an, einer Untergruppe der Katholischen Kirche. Seit Anfang Jahr darf er sich, als Nachfolger von Peter Inderbitzin, der dieses Amt 36 Jahre lang bekleidete, Oberchlaus nennen.

In den letzten Wochen sind bei der Nikolausgesellschaft zahlreiche Anmeldungen eingegangen. «Wir werden an den vier Tagen vom 3. bis 6. Dezember rund 80 Familien besuchen, dazu auch diverse Kindergärten», freut er sich auf die zwar kräftezehrenden, aber stets bereichernden Touren im Dorf. «Mir gefällt die Atmosphäre dieses Gemeinschaftserlebnisses ausgesprochen», sagt er. Windlin selbst wird als Bischof unterwegs sein und jeden Tag im Einsatz stehen. 17 Familien, zwei Kindergärten und vier Senioren wird er besuchen.

Ab zum Schminktermin

Die Chlausgruppe der Katholischen Pfarrei zählt derzeit rund 50 Personen. Am vergangenen Samstag haben die St.-Nikolaus-Enthusiasten die Gewänder aus dem Lager unter dem Kirchturm geholt und fein säuberlich für die bevorstehenden Einsätze präpariert. Gewänder für 19 Schmutzlis, sechs Samichläuse und sieben Bischöfe liegen bereit.

Die Beteiligten achten darauf, dass mit der Haarpracht, die aus handgezogenen Büffelhaaren entstanden ist, sorgsam umge-gangen wird. Rund 50 Personen seien im Einsatz, viele hinter den Kulissen, erzählt der Oberchlaus. Auch Schminkkräfte leisten ihren wichtigen Dienst, damit der Besuch der Samichläuse und Schmutzlis auch wirklich zu einem Erlebnis für Klein und Gross wird.

In den letzten Wochen hat Windlin viele der Informationen, die ihm von den Eltern der Sprösslinge auf dem Anmeldetalon zugetragen wurden, in seinem persönlichen Chlausbuch zusammengetragen. «Ich achte darauf, dass die positiven Rückmeldungen überwiegen. Gewisse Hinweise, etwa zu gewünschten Verhaltensänderungen, werde ich jedoch anbringen», erzählt er. Ein Chlaussäckli erhalte jedes Kind, dieses sei im Unkostenbeitrag von 30 Franken inbegriffen.

Einstimmung mit Aussenden

In den vergangenen Tagen haben die Chlaus-Teams, die zum Einsatz kommen werden, einen gehörigen Rekognoszierungsaufwand geleistet. «Wir wollen ja nicht erst am Tag des Besuchs auf die Suche nach dem korrekten Hauseingang gehen. Zudem müssen wir Klarheit darüber haben, wie wir mit den insgesamt fünf Eseln, die im Einsatz stehen, vor Ort kommen.»

Am Samstag um 16 Uhr wird die Reihe der Chlausbesuche mit der Aussendungsfeier in der Katholischen Kirche eingeläutet. Danach geht es für die Chlausteams mit ihren Eseln in die Nacht hinaus und in die Stuben hinein. Nach den Hausbesuchen bieten Chlaus und Schmutzli jeweils vor der Haustür einen letzten Höhepunkt: Die Besuchten dürfen den wartenden Esel streicheln. (Marcel Vollenweider)

www.samichlaus-hinwil.ch

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