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Nach nur fünf Tagen

Wegen Littering: Gossau schickt Fahrende weg

Am vergangenen Sonntag haben sich Fahrende auf einem Gossauer Feld niedergelassen. Die Gemeinde gab ihnen zwar eine Bewilligung, allerdings ist diese bereits wieder hinfällig: Aufgrund von Problemen mit Abfall, Abwasser und den Hygienevorschriften, entschied die Gemeinde, die Fahrenden wieder abzuweisen.

Fabia
Bernet
Freitag, 13. Juli 2018, 17:40 Uhr Nach nur fünf Tagen

Auf einem Feld zwischen Herschmettlen und Ottikon haben sich am vergangenen Sonntag Fahrende niedergelassen. Es war das erste Mal, dass Landbesitzer Urs Wüthrich Fahrende bei sich campieren liess. Wenige Tage nach der Ankunft sagte er noch: «Die bisherige Erfahrung war durchwegs positiv». Er hoffe, dass das perfekte Verhalten so weitergeht. Nur einen Tag später sieht die Sachlage anders aus.

Die Gemeinde Gossau teilt am Freitagabend mit, dass die Fahrenden das Grundstück bis zum Sonntagabend verlassen müssen. Zwar habe die Gemeinde die Aufenthaltsverfügung, gestützt auf die kantonale Gesetzgebung, erlassen müssen, da der Landbesitzer den Fahrenden das Verweilen auf seinem Grundstück erlaubt habe, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Allerdings habe die Roma-Gruppe die Auflagen fünf Tage nach ihrem Eintreffen nur teilweise erfüllt. Insbesondere in den Bereichen Abfall und Abwasser seien erhebliche Mängel vorhanden. «Aber auch verschiedene Hygienevorschriften werden missachtet», schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung. Die Aufenthaltsverfügung regelt diese Auflagen. 

Zwangsräumung droht

«Die Gemeinde Gossau hat die Gruppe der Fahrenden mit viel Goodwill und Engagement eng begleitet und auch sämtliche Auflagen detailliert erklärt und erläutert», heisst es weiter. Nach Abwägung aller Interessen habe die Gemeinde, in enger Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei und der Stadtpolizei Wetzikon sowie dem Landeigentümer, entschieden, die Fahrenden wegzuweisen. Sollten sie die Anweisung nicht befolgen, drohe eine Zwangsräumung und Verzeigung beim Statthalteramt des Bezirks Hinwil. (zo)

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