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Religiöse Hochzeit ohne Ziviltrauung weiterhin verboten

Gossauer Claudio Zanettis Initiative abgelehnt

Religiöse Hochzeit ohne Ziviltrauung weiterhin verboten

Vor einer religiösen Eheschliessung soll auch in Zukunft eine Ziviltrauung durchgeführt werden müssen. Das hat die Rechtskommission des Nationalrats beschlossen.

Eva
Kamber
Freitag, 06. Juli 2018, 18:14 Uhr Gossauer Claudio Zanettis Initiative abgelehnt
SCHWEIZ VOLKSINITIATIVE HEIRATSSTRAFE
ARCHIV -- ZUR FORDERUNG DER CVP, DIE VOLKSINITIATIVE "FUER EHE UND FAMILIE - GEGEN DIE HEIRATSSTRAFE" STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 18. JUNI 2018 FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Wedding rings of Urs and Viviane I., pictured on August 22, 2009 in B
Auch in Zukunft soll vor einer religiösen Heirat eine Ziviltrauung stattfinden müssen. (Symbolbild: Keystone)

Die Rechtskommission des Nationalrats lehnte mit 20 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung eine Initiative von Claudio Zanetti (SVP Gossau) ab, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Zanetti verlangt, dass eine religiöse Eheschliessung auch ohne der Ziviltrauung durchgeführt werden darf.

Die Rechtskommission will das Primat der Ziviltrauung aber beibehalten. Diese habe eine wichtige Schutzfunktion, weil in dem Verfahren Ehevoraussetzungen wie zum Beispiel die Volljährigkeit der Eheleute vor einer Trauung geprüft werden. Die Kommission befürchtet auch, dass es vermehrt zu Kinder- und Zwangsheiraten kommen könnte. Nun entscheidet der Nationalrat. (sda)

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