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Fischenthaler Wasserversorgung

Rekurse gegen höhere Grundgebühren

An der Generalversammlung beschloss die Wasserversorgungsgenossenschaft Fischenthal eine Erhöhung der Grundgebühren von 675 auf 963 Franken. Beim Bezirksrat Hinwil wurde aber Rekurs erhoben.

Fabia
Bernet
Montag, 04. Juni 2018, 16:00 Uhr Fischenthaler Wasserversorgung
Zwei Rekurse gegen die Erhöhung der Grundgebühren gingen beim Bezirksamt Hinwil ein. (Archivbild: Nicolas Zonvi)

Während Jahren hat die Wasserversorgungsgenossenschaft Fischenthal (WVGF) das Wasser viel zu günstig verkauft. Die Folge: Zahlungsunfähigkeit, keine Reserven und die Banken verweigerten Kredite. Nachdem sich die Genossenschafter an einer Generalversammlung 2016 dennoch gegen höhere Gebühren sträubten, kam im April vor einem Jahr die Trendwende. Damals bewilligten sie die Erhöhung der Grundgebühren von 250 auf 675 Franken. Eine Zunahme von 170 Prozent. Durch diese Erhöhung waren die Gebühren wieder kostendeckend, aber sie reichten nicht, um anstehende Projekte zu finanzieren.

An der Generalversammlung der WVGF vom 16. April diesen Jahres wurde beschlossen, die Grundgebühren nochmals anzuheben und damit den Hauptleitungsersatz Burri-Ohrüti auszuführen (siehe Box). Im Antrag an die Generalversammlung ist festgehalten, dass sich die Baukosten für den Ersatz der Hauptleitung auf rund 640'000 Franken belaufen werden.

Burri-Ohrüti

Der Ersatz der Hauptleitung Burri-Ohrüti beläuft sich auf 640'000 Franken. 250'000 Franken davon sind für das rund 400 Meter lange Teilstück in der Kantonsstrasse von Ohrüti bis Hinterbleichi bei gleichzeitigem Bau der Abwasserleitung vorgesehen. Dabei würden auch die angeschlossenen Hydrantenleitungen erneuert.

Die restlichen 390'000 Franken würden in das rund 1,1 Kilometer lange Teilstück in der Tössscheidistrasse investiert. Dies ebenfalls bei gleichzeitigem Bau der Abwasserleitung und der Erneuerung der Hydrantenleitungen.

Erhöhung auf 963 Franken

Für den Hauptleitungsersatz Burri-Ohrüti definierte der Vorstand im Antrag zwei Möglichkeiten zur Finanzierung. Einerseits könne man ein Darlehen aufnehmen. «Die Finanzierung mittels Darlehen wird schwierig, da die Kreditlimite nicht ausreicht», heisst es im Antrag. Andererseits könnte man den Hauptleitungsersatz durch zusätzliche Beiträge finanzieren. Dies war dann auch die Möglichkeit, die der Vorstand empfohlen hat. Er schlug vor, die Finanzierung auf zwei Jahre zu verteilen und die Grundgebühr entsprechend anzuheben.

«Die Finanzierung mittels Darlehen wird schwierig, da die Kreditlimite nicht ausreicht.»

Auszug aus dem Antrag an die Generalversammlung der Wasserversorgungsgenossenschaft

Dieser Vorschlag wurde dann an der Generalversammlung vom April genehmigt. Die Erhöhung der Grundgebühr führt auf einen Mehrertrag in den Jahren 2018 und 2019 von je 320'000 Franken. Dieses Jahr ergibt dies zur bisherigen Grundgebühr von 675 Franken eine zusätzliche Grundgebühr von 288 Franken. Diese wird den Genossenschafter im September dieses Jahres in Rechnung gestellt.

30 Tage Zeit für Vernehmlassung

Innert 30 Tagen konnte man gegen diesen Beschluss beim Bezirksrat Hinwil Rekurs erheben. «Die Frist zur Einreichung von Rekursen ist abgelaufen. Es sind zwei Rekurse eingegangen», sagt Jacqueline Hayek, Ratsschreiberin bei der Bezirksratskanzlei Hinwil. «Nun beginnt der Schriftenwechsel zwischen der Wasserversorgungsgenossenschaft und den Rekurrenten.»

«Es sind zwei Rekurse eingegangen.»

Jacqueline Hayek, Ratsschreiberin bei der Bezirksratskanzlei Hinwil

Die Genossenschaft habe nun 30 Tage Zeit für die Einreichung ihrer Vernehmlassung. Danach seien die Rekurrenten wieder am Zug. «Falls sie neue Argumente gegen die Vernehmlassung und die Akten der Genossenschaft haben, wird sich diese erneut äussern können», sagt Hayek. Der Schriftenwechsel werde nun drei Mal 30 Tage lang gehen. Dazu komme noch die Bearbeitungszeit des Bezirkrats und eventuell eine potentielle Fristerstreckung.

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