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Wahlen Bäretswil

SVP baut ihre Vormachtstellung aus

Keine stille Wahlen und doch kaum Wahlkampf: Die Ausgangslage vor den Erneuerugnswahlen in Bäretswil erinnert an jene vor acht Jahren.

David
Kilchör
Mittwoch, 28. März 2018, 19:52 Uhr Wahlen Bäretswil

Wahltechnisch gabs in Bäretswil in den vergangen Jahren eigentlich immer Spektakel. Vor vier Jahren war da der zuweilen mit harten Bandagen geführte Wahlkampf ums Gemeindepräsidium zwischen dem parteilosen Neuling Teodoro Megliola und der bisherigen SVP-Frau Lisa Dietrich, den am Ende etwas überraschend der Parteilose knapp für sich entscheiden konnte.

Vier Jahre zuvor hatte sich kein Wahlkampf abgezeichnet, was einen jungen Bäretswiler bewog, einige Sprengkandidaten, ohne sie zu fragen, ins Rennen zu schicken. Er zog deren Kandidaturen in der Nachfrist zurück, verhinderte damit aber immerhin die stille Wahl.

Wahl dank Nachmeldung

Eine Meldung in der Nachfrist verhindert nun auch heuer die stille Wahl im Gemeinderat Bäretswil. Allerdings war diese Nachmeldung dringend nötig, denn sonst wäre die Behörde gar nicht erst voll geworden und der vakante Sitz wäre kandidatenlos an die Urne gegangen.

Die Nachmeldung kam aus den Reihenn der SVP. Doch die Partei tat sich schwer damit. Denn mit Lisa Dietrich, Marco Korrodi (beide bisher) sowie Stefan Scherrer (neu) hatte sie drei der sieben Ratssitze ohnehin schon auf sicher. Doch FDP und EVP fanden trotz der ihnen zufolge aufwendigen Suche keinen Kandidaten, um die durch den Rücktritt von Elisabet Marzorati (EVP) entstandene Vakanz zu füllen.

So zauberte die SVP kurzfristig ihren bisherigen Rechnungsprüfer Beat Fuhrer aus dem Hut, der damit der Volkspartei zur ungewollten Parteimehrheit in der Exekutive verhelfen wird.

Auch RPK an der Urne

Diese Nachmeldung bedeutet nicht nur einen Urnengang für den gesamten Gemeinderat, sondern auch für die RPK. Denn dort zog Fuhrer in der Nachfrist seine Kandidatur zurück, und die SVP schickte stattdessen Susanne Gerber ins Rennen, die bislang in der Gesundheitsbehörde sitzt, die aber per Legislaturwechsel aufgelöst wird. Trotz Urnengang ist also auch in der RPK kein Wahlkampf angesagt.

Anders sieht es in der Schulpflege aus. Dort kandidieren neun Personen für sieben Sitze. Die Behörde hat mit Renata Wolfesberger (SVP) und Denise Gübeli (parteilos) zwei Abgänge zu verzeichnen. Die SVP will ihren Sitz mit Claudia Egli und Adi von Arx nicht nur verteidigen, sondern jenen von Gübeli auch noch dazugewinnen.

Die FDP versucht ihnen mit der Kandidatur von Daniela Schoch einen Strich durch die Rechnung zu machen - der Freisinn will auf diesem Weg seine Anzahl Sitze auf zwei ausbauen. Bislang sitzt Chantal Kohli für die Partei in der Behörde. Doch auch die Parteilose Linda Fakhech-Köppel könnte noch ein Wort mitreden.

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