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Auf Punktejagd zwischen den Häuserzeilen

Supermoto Bäretswil

Auf Punktejagd zwischen den Häuserzeilen

Auf dem speziellen Parcours zwischen Häuserzeilen kämpften die Supermoto-Spezialisten in Bäretswil um Meisterschaftspunkte. Zwei Oberländer erreichten Podestplätze.

Florian
Bolli
Montag, 16. Juli 2018, 17:53 Uhr Supermoto Bäretswil
Der Lokalmatador unterwegs: Kevin Tschümperlin am Supermoto Bäretswil. (Foto: Christian Merz)

Kevin Tschümperlin sprach es zwar nicht direkt aus, sondern meinte vor dem 1. Lauf der Kategorie Prestige: «Das Ziel ist klar, aber ich will mich nicht unter Druck setzen und einfach Freude am Fahren haben.» Das Ziel des Hadlikers war, den langjährigen Dominator der Schweizer Supermoto-Szene zu schlagen. Philippe Dupasquier gibt in der schnellsten Klasse des Schweizer Supermoto den Ton an.

Die Bastion Dupasquier wackelte, aber sie fiel nicht. Kevin Tschümperlin lag nach mässigem Start im 1. Lauf lange auf dem 5. Platz. In der Schlussphase vermochte er sich noch auf Platz 3 zu verbessern. Den 2. Lauf beendete der Hadliker als Zweiter hinter Dupasquier. Die Chance auf den Gesamtsieg bot sich im allerletzten Rennen des Tages. Der Titelverteidiger führte das Rennen lang an, fiel dann aber weit zurück und wurde nur Sechster. Tschümperlin kam als Dritter ins Ziel. Das ergab Tagesrang 2, nur gerade drei Punkte hinter Dupasquier. Tschümperlins Fazit: «Es hat trotzdem grossen Spass gemacht, und das Publikum hier in Bäretswil ist sowieso immer fantastisch.»

So bereitete sich Kevin Tschümperlin im Zeittraining vor. (Video: Simon Grässle)

Manch einer im Publikum hatte den Eindruck, Tschümperlin sei in zweifacher Ausführung im selben Rennen unterwegs: Der Turbenthaler Levi Suter bestritt die drei Läufe der Prestigeklasse mit einer Tageslizenz auf dem Ersatztöff von Tschümperlin, und auch gleich in dessen Lederkombi. Obwohl er eine gute Figur machte, strebt der Motocross-Spezialist keine Karriere im Supermoto an. «Das ist mir viel zu kompliziert, Motocross ist einfacher», sagte er und schmunzelte. Der Walder Stefan Züger wurde Gesamtachter.

Modifizierter Offroad-Teil

Ein anderer Oberländer wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Emanuele Mortini aus Volketswil gewann alle drei Läufe der Nachwuchsklasse Youngster 125-250. Knapp am Podest vorbei schrammte Rolf Forrer aus Gossau bei den internationalen Quads. Lediglich zwei Punkte trennten ihn vom 3. Platz. Gar nur ein einziger Punkt fehlte Samuel Widmer (Wald) zum Pokal in der Klasse Promo.

Supermoto kombiniert Strassen- und Geländesport. Ein Teil der Piste muss auf unbefestigtem Terrain absolviert werden. Gemäss OK-Präsident Kurt Hürlimann wurde dieser Streckenabschnitt gegenüber den Vorjahren flüssiger ausgesteckt. Mitglieder des Cross Clubs Züri Oberland übernahmen die Streckensicherung. Genaue Zuschauerzahlen konnte Hürlimann noch keine nennen. Es dürften gegen 2500 gewesen sein. (Albert Büchi)

Die Sieger und die Ränge der Oberländer

Prestige: 1. Philippe Dupasquier (Sorens). 2. Kevin Tschümperlin (Hinwil). 8. Stephan Züger (Wald). 10. Levi Suter (Turbenthal).

Challenge: 1. Mario Schäfler (Lauterauch/AUT). 12. Alex Zanetta (Tann). 28. Marc Prem (Ottikon).

Promo: 1. Martin Meier (Geuensee). 4. Samuel Widmer (Wald). 8. Daniel Eicher (Wald). 9. Marco Reust (Fehraltorf). 11. Beni Kühne (Wald). 13. Luca Prem (Ottikon). 17. Matthias Eicher (Wald).

Senioren: 1. Jarno Möri (Hirschthal). 9. Roman Bosshard (Nänikon). 10. Gerhard Altherr (Jona). 13. Roger Faust (Bertschikon). 21. Rolf Bertschinger (Turbenthal). Einsteiger: 1. Dominik Hurst (Murg/GER). 9. Darryl Göldi (Pfäffikon). 22. Fabiola Kägi (Oberdürnten).

Quad International: 1. Beat Zeller (Boltigen). 4. Rolf Forrer (Gossau).

Youngster 125-250: 1. Emanuele Mortini (Volketswil).

Youngster 85: 1. Bryan Dupasquier (Sorens).

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