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Ärger über Partys auf dem Hittnauer Friedhof

Littering und nächtlicher Lärm von Jugendlichen haben auf dem Hittnauer Friedhof zugenommen. Nun will der Gemeinderat gegen sie vorgehen. Ihnen droht im schlimmsten Fall eine Verzeigung.

Mittwoch, 03. Februar 2016, 09:43 Uhr

Der Winter ist zwar ungewöhnlich warm, wirklich gemütlich ist es im Freien trotzdem nicht – erst recht nicht abends. Dennoch verbringt eine Gruppe von Jugendlichen in Hittnau die Nächte an den Wochenenden immer wieder draussen. Sie haben sich einen ungewöhnlichen Treffpunkt ausgesucht: den Friedhof. Dieser ist auch nachts geöffnet (siehe Box). «Ange­fangen hat es Ende des letzten Sommers», sagt Gesundheitsvorstand Peter Wermelinger. Da habe der Friedhofgärtner, wenn er am Montag zur Arbeit kam, in der Aufbahrungshalle oder auf dem Platz davor Zigaretten- und Jointstummel, Essensreste und Bierdosen entdeckt. «Das geht ins Geld» Zu Beginn habe sich der liegen gelassene Abfall in Grenzen gehalten. «Eigentlich wäre alles nicht so schlimm, wenn die Jugendlichen den Abfalleimer benutzen und sich ruhig verhalten würden», sagt Wermelinger. Dies sei aber nicht der Fall. «Seit Kurzem hat es Ausmasse angenommen, die wir nicht mehr dulden können.» Mittlerweile sei der Friedhofgärtner fast jeden Montag damit beschäftigt, Abfall wegzuräumen. «Das gehört eigentlich nicht in seinen Auf­gabenbereich. Es geht ins Geld, wenn er zusätzliche Arbeiten ­erledigen muss.» Der Gemeinderat weist darauf hin, dass viele Menschen den Friedhof am Wochenende be­suchen. «Wenn man Abfall an einem Ort der Ruhe und Andacht hinterlässt, ist das extrem störend und respektlos gegenüber den anderen Besuchern.» Ausserdem sei die Gruppe während ihrer nächtlichen Treffen recht laut. «Das stört die Anwohner.» Jugendliche sind bekannt Weil die Gelage immer öfter vorkommen, schreitet der Gemeinderat ein. Er will Massnahmen ergreifen, damit die Friedhof-Partys endlich ein Ende nehmen. «Wir wissen, wer die Jugendlichen sind», sagt Wermelinger. «Die meisten sind schon älter.» Man werde nun auf sie zugehen und sie auf die Friedhofsverordnung aufmerksam machen. «Wenn alles nichts nützt, droht eine Verzeigung ­wegen Littering.» Über eine allfällige Busse entscheide der Statthalter. «Eigentlich hoffen wir, dass es nicht so weit kommen muss und wir die Sache im Gespräch klären können.»

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