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ABB plant die Zukunft

Elektromobilität

ABB plant die Zukunft

Schönstes Wetter und spannender Motorrennsport begeisterten am Sonntag die Fans des Formel-E-Rennens in Zürich. Titelsponsor ABB präsentierte dabei die neuesten Entwicklungen in der Elektromobilität – so etwa verkürzte Batterieladezeiten.

Lennart
Langer
Sonntag, 10. Juni 2018, 21:37 Uhr Elektromobilität
(Video: Chiara Coniglio)

Über 100'000 Menschen verfolgten am Sonntag das erste Formel-E-Rennen in der Schweiz. Sie konnten das Surren der Elektrorennwagen hautnah miterleben und dadurch einen Blick in die Zukunft erhaschen. Obwohl - diese Zukunft wird schon bald wieder der Vergangenheit angehören. Die in Zürich eingesetzten Fahrzeuge werden nach den letzten Rennen in New York ausgemustert. Auf die nächste Rennsaison hin plant die Formel E mit einer neuen Generation von Rennwagen, die im Gegensatz zu den jetzigen Modellen nicht mehr während des Rennens gewechselt werden müssen. 

 

Genauso rasant wie das Rennen in Zürich war, ist die Entwicklung in der Elektromobilität. Im Januar 2018 wurde das schweizerisch-schwedische Technologieunternehmen ABB Titelsponsor der grössten Elektrorennserie der Welt. Der CEO von ABB, Ulrich Spiesshofer, bezeichnet die Partnerschaft als «natural fit». Sowohl ABB als auch die Formel E seien führend in der Entwicklung von innovativen Elektrifizierungslösungen für Fahrzeuge und passen daher also wie selbstverständlich zusammen. 

 

In acht Minuten 200 Kilometer Reichweite nachladen

 

Auch Frank Mühlon, Geschäftsbereichsleiter für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen bei ABB, sieht positive Effekte in der Zusammenarbeit mit der Formel E. So könne ABB etwa bei der Entwicklung von Ladetechnik von den Daten profitieren, die in der Formel E gewonnen werden. Zudem seien wie bei ABB in der Formel E viele Automatisierungsprozesse vorhanden. So etwa bei der Herstellung der Fahrzeuge, aber auch bei der Stromübertragung. 

 

Genau wie in der Formel E verspricht Mühlon auch für Alltagsfahrzeuge in den kommenden Jahren leistungsstärkere Batterien. Die Batterien sollen nicht nur grösser werden, sondern auch eine schnellere Ladezeit erhalten. «In acht Minuten kann eine Reichweite von ungefähr 200 Kilometern nachgeladen werden – das ist schon enorm», sagt Mühlon. Batterien und Ladestationen mit ähnlicher Ladeleistung seien bereits europaweit für Busse verfügbar. 

 

30 Ladestationen für Zürich

 

In der Schweiz hat ABB bereits etwa 250 Schnellladestationen installiert. Zuletzt erhielt die Stadt Zürich anlässlich des Formel-E-Rennens und des 30-jährigen Jubiläums von ABB 30 neue Ladestationen geschenkt. Frank Mühlon erhofft sich, dass ABB dadurch einen Beitrag daran leisten kann, die Elektromobilität voranzubringen. 

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