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500 Franken für Telefonterror

Eine Frau aus Fehraltorf terrorisierte eine andere Frau mit Dutzenden von Telefonanrufen. Nun muss sie dafür bezahlen.

Ernst
Hilfiker
Donnerstag, 22. Januar 2015, 21:08 Uhr

Eine Fehraltorferin, die eine andere Frau mit Dutzenden von Telefonanrufen terrorisiert hat, ist wegen Beschimpfung und Missbrauch einer Fernmeldeanlage verurteilt worden. Sie erhielt eine Busse von 500 Franken. Dazu kommt eine bedingte Geldstrafe von 10 Tagessätzen à 40 Franken (total 400 Franken). Zudem hat die Frau 650 Franken Verfahrenskosten zu zahlen, wie einem kürzlich erlassenen Strafbefehl zu entnehmen ist. Das Handy inklusive Prepaidcard, mit dem die Anrufe getätigt wurden, hat der Staat beschlagnahmt und wird es nun zu Geld machen.

In der Nacht angerufen

Die heute 68-jährige Frau hatte zwischen 2012 und 2013 über fast zwölf Monate hinweg von ihrem Wohnort in Fehraltorf aus mit dem Mobiltelefon mit unterdrückter Nummer eine Frau im Kanton Aargau angerufen. Diese Telefonate machte sie «mehrheitlich in der Zeit zwischen 23 und 5 Uhr», wie der Strafbefehl festhält. Die Intensität der Belästigung war völlig unterschiedlich: Im einen Monat kam es zu «nur» vier Anrufen, im anderen zu 32.

Die Oberländerin «liess jeweils so lange läuten, bis die Geschädigte den Hörer abhob, und hängte danach ein». Dies in der Absicht, die Aargauerin «im Schlaf zu stören». Zudem schickte sie der Frau einmal ein SMS mit dem Text «Du blöde Kuh».

 

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