Verband fordert mehr Fahrstunden

Mehr Kurse und mehr Stunden fordern die Fahrlehrer. Oberländer Fachleute sehen das etwas anders.

von
TA-Import
Uhr

«Der bessere Autofahrer ist, wer die Theorie gelernt und verstanden hat». Davon ist Fahrlehrer Peter Meier aus Egg überzeugt. Deshalb glaubt er nicht, dass das vom Schweizerischen Fahrlehrer Verband (SFV) geforderte Fahrstundenobligatorium etwas nützt. Keiner der befragten Oberländer Fahrlehrer zeigte sich begeistert, die Stunden auf eine bestimmte Anzahl festzulegen. Jeder Schüler sei schliesslich ein Individuum und brauche unterschiedliche Betreuung. «Ich brauche sicher nicht 16 Stunden», ist denn auch ein Schüler überzeugt. Und ein anderer meint: «Als Mann habe ich das Autofahren schon von der Biologie her im Blut.»

«16 Stunden sind absolutes Minimum»

Dem widerspricht Fahrlehrer Peter Meier: «Die meisten Schüler brauchen fünf Fahrstunden, bis sie überhaupt geradeaus fahren und anhalten können.» Danach brauche es nochmals rund 20 Stunden, bis die Neulenker das Fahrzeug richtig bedienen können. «16 Stunden sehe ich als absolutes Minimum.» Damit ist die Beratungsstelle für Unfallverhütung nicht ganz einverstanden: «Die Qualität der Ausbildung steht im Vordergrund», sagt der Medienverantwortliche Rolf Moning. Wichtig sei, dass der Neulenker verschiedene Fahrsituationen erlebe. Der Fahrlehrer habe die Möglichkeit und Ausbildung, die Fahrstunde variantenreich zu gestalten. Die Forderungen des SFV sieht Moning als «Maximalforderungen». Und: «Diese werden in der Schweiz selten erfüllt.» An der Diskussion rund um die Fahrausbildung beteiligt sich auch das Bundesamt für Strassen. (cat)

Autor: TA-Import

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