Rütner Marathonläufer

Trotz Sturz: Christian Kreienbühl erfüllt EM-Limite

2:17:17 Stunden reichen Christian Kreienbühl am Berlin Marathon, um sich für die Europameisterschaften im nächsten Sommer zu qualifizieren.

von
Jörg
Greb
Uhr

Mit seinem Auftritt hochzufrieden: Christian Kreienbühl lief in Berlin die EM-Limite. (Bild: Archiv)

Robert Pfiffner

Zum dritten Mal erfüllte der Rütner Christian Kreienbühl beim Berlin Marathon eine Limite für eine internationale Meisterschaft – diesmal mit 2:17:17 Stunden jene für die Europameisterschaften in Berlin vom nächsten Sommer. Den Minimalwert von 2:19:30 erreichte Kreienbühl deutlich und strahlte nach seinem Zieleinlauf. Er war eben die viertbeste Marathon-Zeit seiner Karriere gelaufen.

Gut ins Rennen hineingefunden hatte der Routinier allerdings nicht. Es war neblig, der Boden nass und rutschig, und Kreienbühl benötigte Zeit, bis er in einer Gruppe Unterschlupf fand, deren Rhythmus ihm behagte. Und kurz vor Streckenhälfte hatte er einen Schreckmoment zu durchleben: Ein Mitkonkurrent trat ihm auf die Füsse, er stürzte, schliterte flach auf dem Bauch, und der Gedanke schoss ihm durch den Kopf, dass nun alles vorbei sein könnte.

Harziger Start, starkes Ende

Das war es aber nicht. Kreienbühl stand wieder auf, fand rasch wieder in den Laufmodus, holte die entlaufenen vorherigen Begleiter wieder ein. Und wie er es schon diverse Male demonstriert hat, setzte Kreienbühl auf der zweiten Streckenhälfte zu. Keine Rolle spielte dabei, dass er ab Kilometer 25 auf sich alleine gestellt war. Die entstandenen Krampferscheinungen in der Wade vermochte er wegzustecken. Eine Folge der kurzen Vorbereitung, dem Fehlen der grossen Umfänge und des Regens dürften diese Symptome gewesen sein. Bremsen liess er sich durch sie nicht. Die Endzeit von 2:17:17 Stunden befriedigte ihn riesig: «Für sie hätte ich sofort unterschrieben», sagt der Läufer. Auf dem Arm hatte er sich jeweils die notiert.

Die Qualität der Leistung zeigt sich im gelaufenen 26.Rang. Ins Rennen war er mit Startnummer 23 gegangen. Mit seiner Leistung vor zwei Jahren aber konnte und wollte er sich nicht vergleichen. Die Achillessehnenprobleme, die ihn ein Jahr begleitet hatten, hemmten zu stark. Um eine «extrem mühsame Periode» handelte es sich, die von zahlreichen Rückschlägen geprägt worden war. Nur rund acht Wochen statt der üblichen 14 Wochen hatte er sich nun gezielt vorbereiten können. Mankos bezüglich Schnelligkeit und Tempohärte liessen sich nicht beheben. 

Autor: Jörg
Greb

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