Kanton Zürich

Rechnung schliesst dank Sondereffekten besser ab

Die Finanzen des Kantons Zürich sehen auf den ersten Blick erfreulich aus. In der Jahresrechnung 2016 resultierte dank Sondereffekten ein deutliches Plus von knapp 400 Millionen Franken.

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Der Ertrag des Kantons Zürich übertrifft 2016 zum ersten Mal die 15-Milliarden-Marke. (Bild: Seraina Boner)

Die Jahresrechnung 2016 des Kantons Zürich schliesst mit einem Plus von 390 Millionen Franken ab. Das sind 320 Millionen mehr als budgetiert – doch die Verbesserungen sind insbesondere auf einmalige Sondereffekte zurückzuführen. Das Programm der Leistungsüberprüfung 2016 bleibe weiterhin nötig, schreibt der Regierungsrat am Freitag in einer Mitteilung.

Der Ertrag, den der Kanton ausweist, überschritt zum ersten Mal die 15-Milliarden-Marke (15,245 Milliarden Franken). Der Aufwand blieb im vergangenen Jahr mit 14,855 Milliarden darunter. «Sieht man von den Sondereffekten ab, ist die Erfolgsrechnung 2016 durch eine sehr hohe Budgetgenauigkeit mit Abweichungen zum Teil lediglich im Promillebereich geprägt», hält der Regierungsrat fest.

Neuer Höchststand bei Steuern

Die Steuereinnahmen bilden den wichtigsten Ertrag: Sie blieben insgesamt nur gerade drei Promille oder 21 Millionen Franken hinter dem im Budget vorgesehenen Wert zurück. Sie erreichten netto 7122,5 Millionen Franken. Die Steuererträge nahmen damit im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent zu und erreichten einen neuen Höchststand.

Der Aufwand fiel gegenüber dem Budget um 2 Prozent oder um 299 Millionen Franken tiefer aus. 213 Millionen davon sind auf eine neue - und erfolgsneutrale - Verbuchungspraxis zurückzuführen: Durch diese fielen sowohl auf der Ausgaben- als auch der Einnahmeseite diese 213 Millionen weg.

Sondereffekte dank Liegenschaften

Als einmalige Sondereffekte, welche zur Verbesserung der Jahresrechnung führten, gehören unter anderem eine Neubewertung von Liegenschaften (91 Millionen) und die Bilanzierung von Depotguthaben für Haftpflichtfälle beim Universitätsspital Zürich (34 Millionen).

Zudem konnte eine Rückstellung für die bald abgeschlossene Sanierung der Pensionskasse BVK aufgelöst werden, da sie nicht mehr benötigt wird. Dadurch resultiert beim Personalaufwand eine Verbesserung um 69 Millionen Franken. (sda)

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