Polizei denkt über Body-Cams nach

Schweizer Polizisten könnten bald mit einer Mini-Kamera, die an ihrer Ausrüstung befestigt ist, im Einsatz stehen. Eine so genannte Body-Cam wird überprüft.

von
Mike
Gadient
Uhr

Der Verband Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB) denkt über den Einsatz von Body-Cams nach. Eine Arbeitsgruppe werde sämtliche Vor- und Nachteile solcher Minikameras an Uniformen von Polizisten untersuchen, teilte der VSPB am Mittwoch mit.
Erst kürzlich sei eine interne Arbeitsgruppe gebildet worden, die sich dem Thema Body-Cams widmen werde, heisst es in einer Mitteilung des Verbandes. Laut VSPB-Generalsekretär Max Hofmann wird sich die Arbeitsgruppe im Januar zu ihrer ersten Sitzung treffen, um Vor- und Nachteile von Body-Cams abzuwägen. «Erst nach dieser Evaluation werden wir unsere Position festlegen.»

Der VSPB relativiert damit Medienmeldungen, wonach der Verband nach den Gewaltakten gegen Polizisten am vergangenen Wochenende in Zürich die Body-Cams bereits jetzt fordere. Bei den Body-Cams handelt es sich um kleine Videokameras, die an der Uniform festgemacht und das Geschehen aus der Sicht des Polizisten bei bestimmten Einsätzen aufzeichnen können.

Die Schaffung einer Arbeitsgruppe «Body-Cams» hatte der Zentralvorstand des VSPB an seiner Herbstsitzung im November beschlossen. Der Verband will sich damit nach eigenen Angaben für die politische Diskussion vorbereiten, die bereits in verschiedenen Kantonen begonnen habe.

«Wenn ein Polizeikorps Body-Cams einsetzen will, wollen wir bereit sein», wird VSPB-Geschäftsleitungsmitglied und Leiterin der Arbeitsgruppe, Tania Glanzmann, in der Mitteilung zitiert. Deshalb sei es jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nach der Prüfung sämtlicher Vor- und Nachteile von Body-Cams werde dem Zentralvorstand ein Vorschlag zur Position des VSPB unterbreitet.

Autor: Mike
Gadient

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