Die schrecklichsten Ferien

Mit dem Döschwo ins Verderben

Wenn Ferien aus dem Ruder laufen… Nicht immer liegt bei einem Traumurlaub der Fokus auf «Traum». Züriost-Redaktoren berichten zum Start der Sommerferien täglich von ihrem schrecklichsten Ferienerlebnis. Heute an der Reihe ist Isabel Heusser.

von
Isabel
Heusser
Uhr

Auch im Jahrhundertsommer 2003 regnete es zwischendurch aus Kübeln. (Symbolbild: Fotolia)

Jahrhundertsommer 2003: Ich hatte die Autoprüfung gemacht und mir einen pinkfarbenen Döschwo gekauft. Mit einer Freundin wollte ich in Lausanne zelten. Schon auf der Hinfahrt kam der erste Dämpfer: Auf der Autobahn hatte der Döschwo wortwörtlich eine Schraube locker und fuhr nur noch Tempo 60. In Yverdon mussten wir einen Stopp einlegen und eine Garage suchen.

Am nächsten Tag war der pinkfarbene Blitz wieder fit, bei 35 Grad um 10 Uhr erreichten wir Lausanne. Meine Freundin wollte ausspannen, ich feiern. Schon am ersten Nachmittag gerieten wir uns deswegen in die Haare. In der dritten Nacht entlud sich ein gewaltiges Gewitter, der Zeltplatz wurde innert 30 Minuten zum Schlammfeld. Wir stritten weiter. Schliesslich schlief ich im Auto, meine Freundin wollte im durchnässten Zelt bleiben.

Am nächsten Tag fuhren wir im Stau nach Hause; während der Reise sprachen wir kaum ein Wort. Es brauchte ein paar Wochen, bis sich unsere Freundschaft von diesem Trip erholte.

Autor: Isabel
Heusser

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