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Vereinsmeldung

«Wir wollen den Titel nach Uster holen»

Nach der ersten Runde gegen den Meister aus Brugg haben wir uns mit Sven Schmucki, dem Teammanager des Herrenteams im Judo Club Uster, über die Erwartungen für die Saison 2017 unterhalten.

von
Patrik
Nydegger
Uhr

Mit dem Aufstieg in die NLA 2016 wurde auch die Teamstruktur im Herrenteam des Judo Club Usters professionalisiert. Neben dem Trainerteam und dem Headcoach bildet der Teammanager eine zentrale Rolle zwischen Team, Vereinsführung und Verband. Sven Schmucki leitet als Teammanager die sportlichen Geschicke des Ustermer NLA Teams. Im Vorfeld der aktuellen Saison mussten auf Grund neuer Europäischer Transferbedingungen der Abgang von Alexander Wieczerzak und Victor Driller kompensiert werden.

Sven Schmucki, Nachdem in der ersten NLA Saison gleich der Vize-Schweizermeister Titel gefeiert werden konnte, sind die Erwartungen der Fans entsprechend hoch. Was ist ihr Saisonziel für 2017?

Unser primäres Ziel ist es, die Qualifikation für die Final-4 zu schaffen, was mit diesem Team machbar sein muss. An der Final-4 werden wir alles daran setzten um den Titel ein erstes Mal nach Uster zu holen.

Worin sehen Sie die Stärken des Teams, die zu dem bisherigen Erfolg beigetragen haben?

Die grösste Stärke sehe ich in der Breite und der Mischung des Teams. Mit einer Anzahl von ca. 30 Athleten und mit einer Besetzung von 2-3 Athleten pro Gewicht haben wir ein sehr Breites und ausgeglichenes Team. Wir haben Athleten im Alter von 14 – 50, aktuelle Nationalkader Athleten und ehemalige Nationalkader Athleten und jeder kann von jedem etwas lernen. Mit Andrin Strickler, Lukas Wittwer, Nils Stump, Lukas Wittwer, Philipp Koch, Raphael Erne und Siro Stump gehören 40 Prozent des gesammten Schweizer U21 Nationalkaders zum Team. Diese sieben Athleten sind jetzt schon Leistungsträger und wichtiger Bestandteil der Teamplanung für die kommenden Jahre.

Nach drei aufeinanderfolgenden Aufstiegen und dem sofortigen Gewinn der Vizemeisterschaft haben sich Erfolgstrainer Thomas Wehrli und Thilo Pachmann entschieden 2017 eine Stufe zurückzutreten. Mit dem neuen Fighting-Headcoaches Jan Imhof haben Sie einen sehr jungen und noch relativ unerfahrene Coach aufgestellt. Wie kam es dazu?

Erstmal will ich betonen, dass wir die Saison mit zwei neuen Fighting-Headcoaches in Angriff genommen haben. Der eine ist wie von Ihnen angesprochen Jan Imhof und der andere Klaus von Stumberg. Nachdem Thomas Wehrli und Thilo Pachmann ihr Mandat zur Verfügung gestellt haben, war für uns relativ schnell klar, dass wir unser «Headcoach-Problem» intern lösen wollen. Die Wahl fiel ziemlich schnell auf Jan Imhof, da er aus unserer Sicht einen guten Draht zur Mannschaft hat und auch die Autorität geniesst, dass Team zu führen. Jan wurde durch seine Verletzung schon während der Saison 2016 ins Coaching Team eingebunden. Seine damalige Aufgabe war das Warm-Up und die Teamansprachen. Da Jan selbst noch relativ jung ist und zur Schweizer Elite-Nationalmannschaft gehört und somit nicht an jeder Runde anwesend sein wird, wussten wir, dass wir unser Coaching Team erweitern müssen. Mit Klaus von Stumberg konnten wir einen erfahrenen Coach an der Seite von Jan Imhof positionieren.

Welche Teams schätzen Sie als die stärksten Konkurrenten für die Qualifikation zum Final-4 ein?

Meiner Meinung nach, gibt es dieses Jahr mit Brugg (Titelverteidiger), Bern, Cortaillod und Morges vier starke und grosse Konkurrenten um den Titel.

Was ist die grösste Herausforderung der laufenden Saison?

Die Grösste Herausforderung haben wir zu Beginn der Saison. Da viele unserer Kämpfer in einer Nationalmannschaft sind, werden wir die ersten Runden mit einem dezimierten Team bestreiten. Somit muss unser Ziel sein, möglichst wenige Punkte auf die Top-4 zu verlieren und selber möglichst viele zu sammeln.

Welche Neuzugänge verstärken das Team 2017?

Erstmal bin ich glücklich, dass wir unser Team bis auf Alexander Wieczerzak und Viktor Driller zusammenhalten konnten. Dazu gehört in erster Linie Igor Mbakom unser Schwergewicht aus Kamerun. Die Neuzugänge auf diese Saison kommen mit Luca Ardizio und Martti Puumalainen aus Italien und Finnland. Ein weiterer wichtiger Zugang ist Simon Heid. Simon wurde letztes Jahr U21 Schweizermeister und Dritter bei der Elite. Seine Verpflichtung wurde am 24. Dezember abgeschlossen und veröffenticht.

Ist es richtig, dass der Transfer von Martti Puumalainen im wahrsten Sinne in letzter Sekunde zu Stande kam?

Dies ist so. Wir waren lange auf der Suche nach einer Verstärkung für die Saison 2017. Aufgrund neuer Europäischer Transferbedingungen ist es für ein Schweizer Team sehr schwierig Internationale Verstärkung zu finden. Den Tipp für die Verpflichtung von Martti wurde mir von Viktor Driller unseren letztjährigen Kämpfer, der uns schweren Herzens aber aufgrund der neuen Transferbedingungen verlassen hat. Als wir am Tag der Mannschaftslistenabgabe noch keine Verstärkung hatten, ist mir der Tipp von Viktor in den Sinn gekommen. Da ich von Martti keine Kontaktangaben hatte, habe ich ihn, so wie es heutzutage so ist, über Facebook angesprochen. Ich hatte relativ schnell eine Zusage von Martti und somit konnten wir Ihn am Deadline Day noch verpflichten.

Vielen Dank. Wir wünschen viel Erfolg. Der nächste Heimkampf findet am Samstag, den 25. März um 14.15Uhr in der Stadthalle Uster gegen den JC Morges statt. Alle Infos zum Team gibt es hier>>

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Autor: Patrik
Nydegger

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