Street Parade

Mann mit Stichwaffe schwer verletzt

Das Motto der diesjährigen Street Parade war «Love never ends». In den späten Abendstunden und im Verlauf der Nacht war davon aber nicht mehr viel zu spüren. Es kam zu diversen Einsätzen wegen verschiedenen Streitereien und Tätlichkeiten. Ein 24-jähriger Schweizer erlitt bei einer Auseinandersetzung im Kreis 1 lebensgefährliche Stichverletzungen.

von
Sibylle
Egloff
Uhr

Die Sicherheitsmassnahmen des Veranstalters sowie von Stadt- und Kantonspolizei Zürich hätten sich bewährt. Trotzdem mussten die Polizistinnen und Polizisten in den späten Abendstunden und im Verlauf der Nacht diverse Einsätze wegen verschiedenen Streitereien, Tätlichkeiten und Körperverletzungen leisten, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt. In den meisten Fällen sei der Grund vermutlich übermässiger Alkohol- und/oder Drogenkonsum.

Weitere Diebstähle

Die Auseinandersetzungen verliefen grösstenteils glimpflich und ohne schwerwiegende Verletzungen. Mit zunehmender Uhrzeit nahmen die Aggressionen gegen Polizisten zu. Aufgrund dessen wurden mehrere Personen wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte verhaftet. Weiter gab es vereinzelte Anzeigen wegen sexuellen Belästigungen. Wie bereits am Nachmittag und am frühen Abend kam es auch in der Nacht zu weiteren Entreissediebstählen und Raubstraftaten, bei denen teilweise Reizstoff eingesetzt wurde.

Bei einer Auseinandersetzung an der Bahnhofstrasse, Höhe Paradeplatz, gerieten kurz nach 21.15 Uhr mehrere Personen aneinander. Dabei wurden zwei junge Männer verletzt und mussten hospitalisiert werden. Einer konnte das Spital nach ambulanter Versorgung wieder verlassen. Der Zweite muss mit einer Augenverletzung stationär behandelt werden.

Lebensgefährliche Verletzungen

Um zirka 00.45 Uhr kam es nach ersten polizeilichen Erkenntnissen an der St. Anna-Gasse im Kreis 1 zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Dabei erlitt ein 24-jähriger Schweizer lebensgefährliche Stichverletzungen. Die Täterschaft ist unbekannt, ebenso der genaue Tatablauf und der Hintergrund der Auseinandersetzung. Die weiteren Ermittlungen in diesem Fall werden von der Kantonspolizei Zürich geführt. Personen, die Angaben zum Vorfall an der St. Anna-Gasse, gegenüber des Clubs Hiltl, machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

Das Video zur Megaparty:

(Video: Keystone/sda)

130 Verhaftungen

Stadt- und Kantonspolizei verhafteten im Verlauf des Samstags und in der darauffolgenden Nacht rund 130 Personen aus 25 verschiedenen Nationen im Alter von 15 bis 49 Jahren. Gründe für die Festnahmen waren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hinderung einer Amtshandlung, sexuelle Belästigung, in Umlaufsetzen von Falschgeld und Widerhandlung gegen das Ausländergesetz.

Insgesamt 19 Personen mussten nach übermässigem Alkohol- und oder Drogenkonsum und Fremd- oder Eigengefährdung in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) gebracht werden. Mehrere Male unterstützten die Polizeikräfte Rettungssanitäter, weil sich Patienten renitent verhielten.

570 Ecstasytabletten sichergestellt

Die Polizei nahm 35 Betäubungsmittelhändler fest. Es wurden rund 570 Ecstasytabletten, rund 110 Gramm Cannabis, rund 85 Gramm Kokain und rund 10 Gramm MDMA sichergestellt. Weiter Bargeld im Wert von rund 2‘500 Franken und rund 1‘700 Euro.

Die Polizei verzeigte mehrere illegale Händler, aber auch Standbetreiber, welche die Schlusszeiten nicht einhielten. Zudem gab es vereinzelt Verzeigungen wegen Lärm und der widerrechtlichen Benutzung der Boulevardcafé-Fläche.

Kurz nach 01.15 Uhr wurde am Mythenquai im Kreis 2 eine illegale Party aufgelöst und die Musikanlage sichergestellt. Gegen den Veranstalter wurde ein Verfahren eröffnet.

Autor: Sibylle
Egloff

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