Steuererklärung 2018

Kantonsrat will Pendlerabzug beschränken

Bislang konnten im Kanton Zürich unbeschränkt Steuerabzüge fürs Pendeln geltend gemacht werden. Das will der Kantonsrat nun ändern.

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In der Steuererklärung sollen künftig maximal 5000 Franken fürs Pendeln abgezogen werden. (Symbolbild: Martin Mächler/Archiv)

Wer im Kanton Zürich Steuern zahlt, soll ab 2018 nur noch maximal 5000 Franken fürs Pendeln abziehen können. Dies hat der Kantonsrat am Montag in erster Lesung beschlossen. Bisher gab es kein oberes Limit.

Betroffen wären vor allem Autopendler, die heute manchmal bis zu 20'000 Franken für die Fahrt an ihren Arbeitsort abziehen. ÖV-Pendler wären vom beschränkten Pendlerabzug nicht betroffen, weil ein GA der 2. Klasse mit rund 3800 Franken ohnehin weniger als die erlaubten 5000 Franken kostet.

Die Begrenzung des Pendlerabzuges soll dem Kanton Mehreinnahmen von 26,3 Millionen Franken bringen. Die Gemeinden dürften mit 28,7 Millionen Franken rechnen.

 

Regierung wollte 3000 Franken

Damit setzte sich die bürgerliche Mehrheit gegen die linke Ratshälfte und die Regierung durch. Diese wollten den Abzug auf 3000 Franken beschränken, was auch GA-Besitzer geschmerzt hätte und die Steuereinnahmen noch mehr hätte ansteigen lassen.

Die zweite Lesung dieser Steuergesetzänderung findet in etwa vier Wochen statt. Das letzte Wort hat aber das Volk. Es wird voraussichtlich noch in diesem Jahr über den Pendlerabzug abstimmen. (sda)

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