Zürcher Oberland

Im Zeichen des Unspunnenfests

Wer ans Unspunnenfest Ende August möchte, sollte sich erst aufs Zürcher Kantonalschwingfest in Weiach vorbereiten.

von
Raphael
Mahler
Uhr

Fabian Kindlimann gegen Benjamin Gapany. (Archivbild: Robert Pfiffner)

Das Zürcher Kantonalfest in Weiach ist für die Athleten des Schwingklubs Zürcher Oberland ein wichtiger Meilenstein in der noch jungen Saison. Vor allem für jene Schwinger, die mit der Qualifikation für das Unspunnenfest Ende August liebäugeln. «Wer nach Interlaken will, sollte in Weiach kranzen», sagt Daniel Spörri, Präsident des Schwingklubs Zürcher Oberland.

Drei Kränze dürften notwendig sein, um eine Einladung für das prestigeträchtige Älplerfest zu erhalten. Nur 33 Schwinger des Teilverbandes Nordostschweiz werden zum Fest eingeladen. «Die Qualifikation ist härter als beispielsweise beim Eidgenössischen.» Spörri rechnet damit, dass nur zwei, maximal drei Schwinger das Oberland vertreten werden.

Die beste Ausgangslage hat Roman Schnurrenberger. Der Sternenberger hat sein erstes Eichenlaub der Saison bereits beim Thurgauer Kantonalfest eingeheimst. Zudem präsentiert sich der 21-Jährige derzeit in guter Form. Am Eschenbergschwinget in Winterthur verpasste er den Schlussgang nur knapp. «Schnurrenberger ist gut in die Saison gestartet, hat seine Pflicht erfüllt und schon viel Selbstvertrauen getankt.» Spörri traut ihm gar zu, in Weiach ganz vorne mitzuschwingen.

Kindlimann ohne Praxis

Pragmatisch auftreten dürfte der 36-fache Kranzgewinner Fabian Kindlimann. Erst einen Wettkampfeinsatz hat der Walder bisher in den Knochen. Der 26-Jährige war lange angeschlagen und stand erstmals auf dem Eschenberg im Sägemehl. «Ihm fehlt noch etwas die Wettkampfhärte, aber Fabian ist genug routiniert, um sich einen Kranz zu holen – auch ohne auf Tutti zu gehen.»

Vier Kränze erhofft sich Spörri von seinen 22 Schwingern und damit doppelt so viele wie im Vorjahr in Watt. Neben Schnurrenberger und Kindlimann haben Remo Ackermann und Christoph Odermatt die besten Chancen. Aber auch dem Hinwiler Nachwuchsschwinger Nicola Funk ist sein erster Kranz zuzutrauen. «Er hat bewiesen, dass er reif dafür ist», sagt Spörri.

Um den Festsieg werden aber andere schwingen. Insbesondere Roger Rychen und Martin Hersche gelten als Favoriten.

Autor: Raphael
Mahler

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.