Geschätzter Rollstuhlbus

Der Verein Rollstuhlbus Zürcher Oberland befördert Menschen im Rollstuhl auch über die Kantonsgrenzen hinweg. Die Fahrgäste schätzen den respektvollen Umgang der freiwilligen Vereinsmitarbeiter.

von
Flurina
Kuhn
Uhr

Montagmorgen im Sack oberhalb von Aathal. Tony Merz, Fahrer beim Verein Rollstuhlbus Zürcher Oberland, holt den ersten Patienten ab. Er wartet geduldig, bis die Ehefrau des Patienten ihren Mann für die Fahrt nach Uster vorbereitet hat. Freundlich aber zurückhaltend begrüsst er seinen Fahrgast. Danach fährt er den Rollstuhl in den extra für diesen Zweck umgebauten Bus. Konzentriert sichert er das Gefährt und den Patienten.
«Ich bin eher ein zurückhaltender Typ, und mir ist es vor allem wichtig, dass ich mich auf den Verkehr konzen­trieren kann. Intensive Gespräche würden mich nur ablenken», erläutert Tony Merz. In Uster angekommen, lädt er den Patienten aus und wechselt ein paar Worte mit der Betreuerin von der Alterssiedlung Rehbühl in Uster.

Drei Busse im Einsatz

Dem Verein Rollstuhlbus Zürcher Oberland gehören drei Rollstuhlbusse. Zwei, in denen jeweils ein Rollstuhl, drei Fussgänger sowie der Fahrer Platz finden. Ein Bus ist etwas grösser, darin lassen sich vier Rollstühle oder acht Fussgänger transportieren. Die zwei kleinen Busse sind fast täglich im Einsatz. Sie kosteten inklusive dem nötigen Umbau jeweils 65'000 Franken. «Der grosse Bus schlug mit rund 120'000 Franken zu Buche», erklärt Werner Holliger, der Präsident des Vereins.

Die Fahrten kosten die Passagiere einen bescheidenen Betrag. «Mit diesem Geld finanzieren wir unsere Disponentin, den Unterhalt der Fahrzeuge sowie den Treibstoff», sagt der Präsident weiter. Um Fahrzeuge anzuschaffen, ist der Verein auf Spenden und Gönner angewiesen.

Lesen Sie mehr dazu im ZO/AvU vom 4. November 2013.

Autor: Flurina
Kuhn

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