Die schrecklichsten Ferien

Ferien mit Pennern in London

Wenn Ferien aus dem Ruder laufen… Nicht immer liegt bei einem Traumurlaub der Fokus auf «Traum». Züriost-Redaktoren berichten zum Start der Sommerferien täglich von ihrem schrecklichsten Ferienerlebnis. Heute an der Reihe ist Thomas Bacher.

von
Thomas
Bacher
Uhr

Früher waren die Parks Londons eine gute Alternative für Leute, die aus ihren Hotels geworfen wurde. Heute werden sie nachts geschlossen. (Petra Limmer/pixelio.de)

Wir waren 15 und hatten uns zwei Wochen London von unserem Lehrlingslohn zusammengespart. Schon am zweiten Tag waren wir aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, ziemlich lustig drauf und haben Dinge getan, auf die ich nicht stolz bin. Jedenfalls war der Hotelmanager alles andere als erfreut über den Zimmerbrand und warf uns raus.

Wir mieteten uns noch drei oder vier Tage in eine verwanzte Bruchbude ein, dann war unser Geld weg und wir verbrachten den Rest der Ferien als Obdachlose – am Tag auf der Strasse oder in einem Schnellimbiss, in der Nacht zusammen mit den anderen Pennern in irgendwelchen Parks.

Obwohl unsere neuen Freunde ihren Billigwein mit uns teilten und auf uns aufpassten, waren wir froh, als die Ferien vorbei waren und uns wieder jemand das Pyjama aufs Bett legte.

 
Autor: Thomas
Bacher

Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare können nur von registrierten Benutzern erfasst werden. Gehe zur Registrierung.