Neuer Subaru Levorg

Ein Sportler mit Familiensinn

Der neue Subaru Levorg ist ein sportlicher Kombi mit hervorragenden Fahreigenschaften. Erstmals ist das kamerabasierte Fahr­assistenzsystem EyeSight eingebaut.

von
Gerold
Schmid
Uhr

Ja, mit den Autonamen ist es so eine Sache. Levorg? Die Auflösung: Der Name ist zusammengesetzt aus LEgacy, reVOlution und touRinG. Damit soll laut Hersteller auf den Subaru Legacy hingewiesen werden, der diesem sportlichen Kombi Pate stand. Soviel zum Namen.
Der Levorg ist ein echter Sportkombi mit Allrad. Das Design ist auch dementsprechend. Vorne fällt die Einlasshutze auf, die in die Motorhaube integriert ist – sie lehnt sich wohl an den WRX STI an; und weiter der Spoiler, der unterhalb des Heckstossfängers mittig zwischen die beiden Auspüffe gesetzt ist.

Bewährter «Boxer»

Unter der Haube läuft der für Su­baru-typische 4-Zylinder-Boxermotor mit Benzindirekteinspritzung und Turbo. Die Vorteile des «Boxers» zeigen sich in seiner Laufruhe und im tiefen Schwerpunkt. Gekoppelt ist der Motor mit einem stufenlosen CVT-Getriebe, das zusätzlich über Schaltwippen in sechs vorgewählten Stellungen manuell schaltbar ist.

Sportskanone mit Familiensinn

Nun, der Levorg verführt mich zu sportlichem Fahren. Mit dem Su­baru-Intelligent-Drive stehen zwei Fahrmodi zur Verfügung: intelligent und Sport. Der Modus Sport ist auf volle Leistung ­fokussiert. Also, los! Auf kurvenreichen Nebenstrecken reize ich
den Levorg aus, teils manuell ­geschaltet, teils überlasse ich es dem Automaten.
Im manuellen Modus braucht es den Druck aufs Bremspedal nicht. Vor der Kurve mit den Wippen herunterschalten, ausgangs Kurve hochschalten – ein Gefühl, wie in einem Rennwagen zu sitzen (Dabei wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten, da bin ich sehr konsequent.).
Im Modus Automatik spielt das CVT-Getriebe seine Stärken aus. Kein Schaltmoment, kein Ruck, gar nichts zu spüren. So macht sportliches Touren Spass. Und dank dem tiefer liegenden «Boxer» wankt der Wagen in den Kurven nicht, sondern liegt wie ein Brett auf der Strasse.
Trotz seiner Sportlichkeit zeigt sich der Levorg als familienfreundliches Auto mit viel Platz und viel Laderaum im Heck.

Neue Wege mit EyeSight

Mit dem Fahrassistenzsytem EyeSight ist Subaru ein grosser Wurf gelungen. Erstmals funktioniert ein Abstandstempomat nicht mit Radar, sondern mit zwei hinter der Frontscheibe angebrachten Kameras. Bisher war das nur im Subaru Outback installiert. In EyeSight ist, neben der Adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, auch ein aktiver Spurhalte- und Spurleitassistent, ein Stop-and-go-Anfahrassistent sowie ein Notbremssystem mit Kollisionswarner und ein Anfahr-Kollisionswarner integriert. Das Besondere: Neben einer akustischen Warnung wird der Fahrer mit verschiedenfarbigen LED, die in die Frontscheibe projiziert werden, gewarnt. Das funktioniert während der Testfahrt reibungslos.

Fazit: Entgegen dem Trend bringt der klassische SUV-Hersteller Subaru einen Kombi auf den Markt. Nicht irgendeinen, sondern einen sportlichen Familienwagen mit grossem Potenzial und hervorragenden Fahreigenschaften. Mit EyeSight hat Su­baru mächtig zugelegt. Der Preis ist fair. Das Basismodell Advantage gibt es ab 29'150 Franken. Der Basispreis für das gefahrene Modell ist 35'900 Franken.

Technische Daten
Gefahrenes Modell Subaru Levorg 1.6 DIT Swiss S

■ 1,6-Liter-4-Zylinder-Leichtmetall-Boxer-Turbo, Benzindirekteinspritzung
■ Leistung 170 PS/125 kW
■ Lineartronic-Getriebe (CVT) mit 6-Gang-Manual-Modus
■ Permanenter Allrad
■ Normverbrauch 7,1 l/100 km
■ CO2-Emissionen 164 g/km
■ Energieeffizienzklasse F
■ Basispreis ab 29'150 Franken

Autor: Gerold
Schmid

Verlags- und Autojournalist

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