Muskelkater nach Balance-Akt

«Leben mit Stil» ist der Lifestyle-Blog von Züriost und behandelt Themen rund um Körper, Seele und Stil. Heute: ein Besuch beim «Sypoba»-Training in Uster, ein Ganzkörpertraining, das Spass macht und einem so richtig ins Schwitzen bringt.

von
Eva
Künzle
Uhr

«Sypoba» klingt ein wenig wie der Name eines neuen Medikaments. Es handelt sich aber um etwas ganz anders: ein Ganzkörpertraining mit einem Balancegerät, das in Fitnesskreisen als «DIE Innovation im modernen Krafttraining» bezeichnet wird. Erfunden hat es der Schweizer Konditionstrainer Robin Städler, der sich mit bekannten Sportgrössen wie dem Schwingerkönig Jörg Abderhalden oder der Eiskunstläuferin Sarah Meier einen Namen gemacht hat.

Die Übungen macht man alle mit einem Brett, das auf eine Rolle gestellt wird und sich dadurch hin- und herbewegt. Liegestützen, die man auf das Brett abgestützt macht, haben durch das Ausbalancieren eine deutlich effektivere Wirkung als auf dem Boden. So sieht das aus:

Quelle: Youtube

In Uster führt der Egger Sekundarschullehrer Olaf Huber jeden Samstag ein Sypoba-Training durch. Es findet von 10 bis 11 Uhr in der Turnhalle des Schulhaus Hasenbühl statt und kostet 22 Franken pro Lektion. Ich hab es ausprobiert und soviel vorweg: Ich bin jetzt ein Sypoba-Anhänger.

Kurz bevor die Stunde anfängt, stehen bereits alle Teilnehmer auf dem Brett und balancieren hin und her. Sieht einfach aus, ist es aber nicht. Ich schaffe es auch nach mehreren Versuchen nicht, länger auf dem Brett zu stehen. Das kann ja heiter werden, denke ich.

Das wird es dann tatsächlich auch. Auf dem Brett stehen wir zum Glück erst am Schluss, und dann kann ich mich an der Sprossenwand abstützen wobei es mir sogar gelingt, die Hände ab und zu loszulassen. Das sei für die erste Stunde schon ziemlich gut, sagt Huber, der die Methode vor zwei Jahren entdeckt hatte und sofort begeistert war.

Wir beginnen mit Übungen, die die meisten kennen: Den Körper im Brett halten, dann ein Bein nacheinander hochheben, zur Seite drehen, Balance halten. Fast alle Übungen sind mir aus Fitnessstunden bekannt, aber durch das Balancieren werden sie spannend. Man muss die Konzentration hochhalten, um nicht vom Brett zu fliegen, das hat etwas spielerisches.

Bereits in der ersten Sekunde des Trainings merke ich, dass ich wohl ziemlich heftigen Muskelkater haben werde. Nicht, dass ich auf schmerzende Beine stehe, aber wenn ich schon Sport mache, will ich das nacher irgendwie spüren. Das liege daran, dass man mit Übungen auf dem Brett die tieferliegende Muskulatur kräftige, sagt Olaf Huber.  Als ich am nächsten Morgen aus dem Bett steige, spüre ich tatsächlich jeden einzelnen Muskel - und das noch ungefähr drei Tage lang. Es erinnert mich daran, dass ich etwas getan habe - und an die tolle Stunde.

Weitere Informationen unter www.sypoba-uster.ch

   
Autor: Eva
Künzle