BE 334 877

Sie wollten beide nur schnell Benzin tanken. Zur gleichen Zeit. An der gleichen Tankstelle in Rüti: So beginnt die Geschichte von Gabriela und Ralph, die ich an ihrer Trauung in der Ritterhauskapelle Bubikon erzähle...

von
Nicolas
Lindt
Uhr

Trauung in der Ritterhauskapelle Bubikon
(Bild zvg)

Wenn im Zusammenhang mit der Liebe die Streitfrage Zufall oder Schicksal im Raum steht, fällt mir stets die Geschichte von Gabriela und Ralph ein. Ich erzähle sie an ihrer Trauung an einem Samstag im Herbst in der Ritterhauskapelle Bubikon - und weil ich weiss, dass jede Hochzeitsgesellschaft aus Gästen besteht, die entweder an das Schicksal oder bloss an den Zufall glauben, schlage ich zu Beginn meiner Schilderung vor: Wir könnten uns vielleicht darauf einigen, dass Zufall und Schicksal wie die zwei Seiten von einer Münze sind. Und diese Münze – fahre ich fort - kollerte an einem Sonntagabend im Oktober um 20 Uhr an die ESSO-Tankstelle in Rüti bei Rapperswil.

Dass Ralph an der Tankstelle tanken wollte, ist noch einigermassen naheliegend. Er wohnte schon damals am Zürichsee, und von Jona nach Rüti ist es nicht weit.  Ralph hatte das Wochenende allein verbracht. Er war so richtig abgetaucht und hatte niemanden sehen wollen.

Ralph befand sich in einer Phase der Selbstfindung – so könnte man es bezeichnen. Sein Leben veränderte sich. Er war seit kurzem single und er wollte sich auch beruflich neu orientieren. Seine Stelle hatte er auf den Winter gekündigt, ohne eine Alternative zu haben. Er wollte den Dingen einfach mal freien Lauf lassen. Jetzt, im Herbst, begann er sich aber doch um eine neue Stelle zu kümmern. Er hatte am nächsten Morgen, am Montag ein Gespräch in einem Vermittlungsbüro. Weil der Tank seines Autos fast leer war, wollte er vorsichtshalber schon am Vorabend tanken. Er entschied sich, das Tanken mit einem kleinen Fährtchen in Richtung Oberland zu verbinden und vielleicht irgendwo etwas trinken zu gehen. So kam er am Eingang von Rüti an die ESSO-Tankstelle.

Verlassen wir Ralph für einen Moment - wenden wir uns Gabriela zu. Gabriela wohnte nicht in Rüti und auch nicht in Jona. Sie wohnte überhaupt nicht am Zürichsee. Die Logopädin Gabriela kam aus Laupen bei Bern. Auch für sie war das Jahr ein Jahr der Veränderung und des Neubeginns. Auch sie war erst seit kurzer Zeit single. Sie hatte sich aus einer Beziehung gelöst, in der sie sich zunehmend eingesperrt gefühlt hatte. Nun war sie frei.

Ihre Mutter und der Freund ihrer Mutter hatten im Sommer eine Busreise ans Nordkap gebucht. Komm doch mit, sagten sie zu ihr, als Gabriela nicht wusste, wo sie die Ferien verbringen wollte. Spontan entschloss sich Gabriela zum Mitgehen – und genau ein Platz war noch frei gewesen.

Dass die Reiseteilnehmer schon etwas älter waren, störte sie nicht. Die komfortable Reise gefiel ihr, und sie freundete sich mit einem Ehepaar an, das noch jünger war als die anderen. Am Ende der Reise, beim Abschied, sagte das Paar zu Gabriela: Willst du uns einmal besuchen? Wir würden uns freuen.

Das Paar wohnt am Bodensee. Sagt uns das etwas? Die Tankstelle in Rüti rückt bereits etwas näher. Und tatsächlich: In den Herbstferien, an einem Wochenende Anfang Oktober, fuhr Gabriela mit ihrem dunkelblauen Peugeot 306 zum Bodensee und besuchte das Paar. Doch der Weg vom Bodensee zurück ins Bernbiet führt nicht über Rüti. Wieder war das Schicksal gefordert. Und es fand ein anderes Paar, Bekannte Gabrielas aus Bern. Aus beruflichen Gründen waren die Berner nach Zürich gezogen. Genauer gesagt – nach Rüti.

Die beiden wohnten nur kurz in Rüti, dann wechselten sie in die Stadt. Warum zogen sie von Bern nicht direkt nach Zürich? Damit Gabriela das Paar in Rüti besuchen konnte. Wenn ich schon in der Ostschweiz bin, sagte sie sich, kann ich über Rüti zurückfahren. Ihr Entschluss entstand aus einer Laune heraus. Es musste nicht unbedingt sein. Doch Gabriela hatte Ferien, sie hatte Zeit, und zuhause wartete niemand auf sie.

Gabriela ahnte nicht, wie wichtig ihr Umweg über den Zürichsee war.

Erinnern wir uns daran, wenn wir das nächstemal glauben, ein Umweg sei unnötig. Vielleicht verändert er unser Leben.

Was habe ich nur?

Mit Hilfe der Strassenkarte gelangte die Bernerin im Laufe des Sonntags nach Rüti, wo sie noch nie gewesen war. Das ganze Gebiet um den Zürichsee war für sie fremdes Terrain. Es wurde ihr wieder bewusst, wie wenig sie von der Schweiz kannte. Sie hatte immer in Bern gelebt – immer in Laupen bei Bern. Manchmal wünschte sie sich eine Veränderung.

Gabriela verbrachte den Tag mit ihren Bekannten und machte sich dann am Abend auf den Heimweg. Noch immer in Rüti, kurz nach der Abfahrt, kam sie zu einer Tankstelle und beschloss, zu tanken. Die Tankstelle strahlte im hellen Licht, am Eingang prangte das ESSO-Schild. Es war kurz nach 20 Uhr, ein Sonntagabend im Herbst. Der Shop hatte geschlossen. Gabriela war bereits mit Tanken beschäftigt, als ein zweites Auto neben ihr hielt, dem ein Mann entstieg.

Der Mann grüsste sie. Er schaute Gabriela an, sie schaute ihn an – und sie dachte:

Was habe ich nur? Was löst dieser Blick in mir aus?

Während der Mann mit der EC-Karte am Automaten bezahlte, schraubte Gabriela den Tankdeckel zu und setzte sich wieder ins Auto. Sie warf einen Blick auf das Nummernschild am anderen Wagen – und wieder dachte sie: Was habe ich nur? Will ich mir tatsächlich die Autonummer des Mannes merken?

Im Auto suchte sie nach der Strassenkarte, die sie an diesem Tag schon öfters hatte benützen müssen. Sie wollte sich vergewissern, in welche Richtung sie fahren musste. Unterdessen hatte der Mann bereits fertig getankt und fuhr los. Gabriela sandte ihm einen flüchtigen letzten Gedanken nach und vertiefte sich in die Karte.

Eine Minute später verliess auch sie die Tankstelle.

Wechseln wir nun zu dem unbekannten Autofahrer, dem Gabriela begegnet war – zu Ralph. Der kurze Blickwechsel mit der Frau an der Tankstelle hatte auch ihn beschäftigt. Auf ihr Nummernschild hatte auch er geachtet. Er behielt die ersten drei Ziffern: 334. Bereits unterwegs Richtung Dorf, entschied er sich plötzlich, umzukehren. Er hätte selbst nicht sagen können, warum, doch er wollte nicht, dass die Frau mit der Berner Nummer aus seinem Leben wieder entschwand, als ob sie mit ihm nichts zu tun hätte. Er wollte sie nicht einfach so gehen lassen.

Ralph wusste nicht, dass die fremde Frau längst zu seinem Leben gehörte. Die Liebe – wie alles Wesentliche auf dieser Welt – beginnt unsichtbar. Längst hatte das Leben zwischen Gabriela und Ralph ein Band geknüpft.

Er fuhr den Weg zurück zur Tankstelle, obwohl er nicht damit rechnen konnte, das Auto der Frau noch zu sehen. Doch er traf sie wieder. Sie war – offenbar aus Versehen - in die gleiche Richtung gefahren wie er, hatte am ersten Kreisel gewendet - wie er - und fuhr nun fast direkt vor ihm in Richtung Rapperswil. Zwei Autos befanden sich zwischen ihnen. Doch Ralph hatte den Peugeot sofort entdeckt. Die Rücklichter zeigten ihm, dass es der dunkle Peugeot der Frau war.

Ralph hoffte, die beiden Autos überholen zu können. Aber das ging nicht. In Rapperswil signalisierte der Peugeot, dass er abbiegen wollte. An einer Garageneinfahrt hielt die Frau an – offenbar, um noch einmal die Karte zu lesen. Ralph fuhr an ihr vorbei und las:

BE 334 877.

Im Rückspiegel sah er das Auto der Frau wieder auf die Strasse einbiegen. Sie fuhr nun direkt hinter ihm. Nach kurzer Zeit erreichten sie Rapperswil. Bei der nächsten Abzweigung hätte Ralph zu seiner Wohnung zurückfahren können. Doch er tat es nicht. Stattdessen eskortierte er den Peugeot aus Bern durch ganz Rapperswil und über den Damm bis nach Pfäffikon. Immer wieder blickte er in den Rückspiegel. Er hatte nicht den Eindruck, dass ihn die Frau im Dunkeln erkannte. Er aber wusste, sie war es, und er sah das Schild: BE 334 877.

In Pfäffikon liess er sie ziehen und kehrte um.

Noch am gleichen Abend versuchte Ralph mithilfe der Autonummer und via Internet die Adresse der Frau herauszubekommen. In manchen Kantonen ist das möglich, doch in Bern gibt nur das Strassenverkehrsamt Adressen heraus. Das Jagdfieber packte Ralph. Er hätte schlafengehen und die Frau vergessen können. Aber das ging bereits nicht mehr. Er musste sie zu erreichen versuchen.

*

Am Montag fand das Gespräch auf dem Stellenvermittlungsbüro statt – ein Gespräch, bei dem es immerhin um Ralphs berufliche Zukunft ging. Doch viel wichtiger fand er, dem Strassenverkehrsamt in Bern zu telefonieren – als hätte die Adresse der Frau viel mehr mit seiner Zukunft zu tun als eine neue Stelle. Ralph bekam die Adresse problemlos: Gabriela Fontana. So hiess die junge Frau. Und sie wohnte in Laupen bei Bern.

Er hätte sie anrufen können. Aber das war ihm zu direkt. Und obwohl Ralph noch nie gerne Briefe geschrieben hat, setzte er sich hin und schrieb einen Brief. Es war ein Brief ohne Absichten – oder wenn doch, dann war es die Absicht, in Worte zu fassen, was er empfunden hatte, als sie sich an der Tankstelle gegenüberstanden. Diese Zeilen brachte er zu Papier, und er wünschte Gabriela aus Laupen „alles Gute im Leben“. Seine Adresse erwähnte er nicht. Nur seine Autonummer notierte er – auf dem Umschlag:

SG 112 224.

Wenn sie mir antworten will, fand er, dann muss auch sie etwas tun dafür. Noch am gleichen Tag schickte er den Brief ab.

Als Gabriela am Dienstag gegen Abend nach Hause kam, fand sie einen A-Post-Brief in ihrem Briefkasten, dessen Schrift sie nicht kannte. Es war ein schönes, quadratisches Kuvert, eines, das man für eine Hochzeits- oder Geburtsanzeige verschickt. Gabriela drehte den Brief um, sah die Autonummer als Absender – und die Knie wurden ihr schwach. Sie musste sich festhalten. Von wem der Brief stammte, wusste sie, ohne nachzudenken. Sie las ihn, und alles war wieder da: Die Tankstelle in Rüti. Der andere Autofahrer. Der kurze Austausch der Blicke – und dann die Frage, die sie sich stellte: Warum beschäftigt mich dieser Mann?

Es ist ihm gleich ergangen wie mir, dachte Gabriela, und sie überlegte sich, was sie tun wollte. Sehr bald entschloss sie sich, ihm zu antworten. Auch sie musste zuerst seine Adresse herausfinden. Und auch sie kaufte in einer Papeterie ein speziell schönes Kuvert. Doch dann zögerte sie. Sie kannte den Mann ja gar nicht. Sie kannte seine Verhältnisse nicht. Vielleicht war er verheiratet. Vielleicht suchte er bloss eine Abwechslung.

Gabriela zögerte 5 Tage. Dann fasste sie Mut, schob den angefangenen Brief beiseite - und telefonierte Ralph. Er war aber nicht zuhause, und einen zweiten Versuch unternahm sie nicht. Sie schrieb den Brief doch zu Ende. Und auch sie beschrieb darin lediglich ihre Gefühle nach der Begegnung mit ihm. Auch ihre Zeilen enthielten keine Absichten, keine Erwartungen. Doch ihr Herz war voller Erwartung. Ohne es sich einzugestehen, war Gabriela bereit, sich auf den Mann einzulassen. Sie wollte wissen, was sie mit ihm zu tun hatte.

Vielleicht ist sie glücklich verheiratet

Als Ralph ihre Antwort erhielt, hatte er kaum mehr damit gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit einer Antwort war sowieso eher klein gewesen. Vielleicht erinnert sie sich gar nicht an mich, hatte Ralph gedacht. Vielleicht hat nur mir dieser Blickwechsel etwas bedeutet.

Oder vielleicht ist sie glücklich verheiratet und will keine Störung in ihrem Glück.

Trotzdem hatte er sie nicht vergessen können. Immer wieder fiel ihm der Name ein: Gabriela. Gabriela aus Laupen. Es war wunderbar, nun doch einen Antwortbrief in den Händen zu halten. Ihre Zeilen bestätigten ihm dasselbe wie ihr: Zwischen ihnen beiden war etwas geschehen, und ein Blickwechsel hatte genügt.

Ralphs Antwortbrief wurde ein langer Brief. Der längste vielleicht, den Ralph jemals geschrieben hat. Er erzählte offen von sich, von seiner Geschichte, seinem Weg zu sich selbst. Seine Schilderung berührte Gabriela – und erlaubte ihr, ebenso persönlich zu antworten. Denn auch sie hatte viel zu erzählen. Auch sie befand sich an einem Wendepunkt ihres jungen Lebens.

Ein dritter Brief folgte – und eine dritte Antwort. Sie schrieben sich Briefe, richtige Briefe, die man berühren, an denen man riechen konnte, obwohl es doch so viel leichter gewesen wäre, nach der Mailadresse zu fragen. Aber sie fragten nicht. Sie wollten ihre zarte Verbindung nicht mit praktischen Überlegungen stören.

Und dann, eines Abends, es war inzwischen November, stand vor Gabrielas Tür ein wunderschönes Rosenbouquet. Zweifelte sie eine Sekunde, von wem es war? Sie telefonierte Ralph, um ihm zu danken. Es war ihr zweiter Anruf bei ihm, der erste wäre zu früh gekommen. Das Telefon hätte die Briefe verhindert, die ihnen beiden ermöglichten, sich zu öffnen. Nun konnten sie einen Schritt weitergehen - sie waren bereit. Sie konnten die Stimme des anderen hören. Und sie konnten in der Stimme des andern die Melodie der Liebe vernehmen, ohne davon zu sprechen. Denn auch jetzt, am Telefon sagten sie nicht, was sie fühlten. Sie sagten nicht, wieviel sie schon fühlten.

Dem ersten Telefon folgte ein zweites, ein drittes. Ihre Gespräche dauerten Stunden. Sie redeten und erzählten, sie fragten und lachten. Und sie hatten beide den seltsamen, unerklärlichen Eindruck, sich schon ewig zu kennen. Wie war das möglich? Vielleicht kennt man sich schon, bevor man sich kennt. Vielleicht bestand dieses Band zwischen ihnen schon lange. Eine unsichtbare Verbindung, die sich nun endlich zeigen durfte.

Nach vielen Gesprächen am Telefon, Abend für Abend, wurde der Wunsch immer stärker: Wir wollen uns treffen. Sie verabredeten sich in der Mitte zwischen Jona und Laupen - in Brienz am Brienzersee, am 13. November, ein Sonntagmorgen, am Bahnhof. Und obwohl sie glaubten, sich nun zu kennen, fieberten sie der ersten Begegnung entgegen, als ob es ein Blinddate wäre. Beide dachten dasselbe: Wird der äussere Eindruck noch immer so stark sein wie an der Tankstelle? Werden wir uns so nahe kommen, wie wir es innerlich sind?

Dieselbe Anziehungskraft

Gabriela war zuerst dort, und diesmal hatte sie einen Rosenstrauss mitgebracht. Doch sie versteckte sich mit dem Strauss in der Hand hinter dem Bahnhofkiosk – als wäre es wirklich ein erstes Date, als würde sie Ralph zuerst beobachten wollen, bevor sie sich zeigte.

Dann stieg auch er aus dem Auto. Sie trat zu ihm hin und sie standen sich gegenüber. Und beide fühlten, jedes für sich: Ich habe mich nicht getäuscht. Es ist dasselbe Gefühl wie fünf Wochen vorher an der Tankstelle.

Dieselbe Anziehungskraft.

Es war ein überraschend warmer Sonntag im Spätherbst, sie spazierten durch Brienz und brauchten nicht nach Worten zu suchen. Die Vertrautheit ihrer Briefe und Gespräche am Telefon stellte sich sofort wieder ein. Ralph hatte Gabriela eine Fahrt auf das Brienzer Rothorn vorschlagen wollen. Doch da die Rothornbahn schon im Winterschlaf lag, beschlossen sie, über den Brünig zu fahren, wo eine andere Seilbahn noch in Betrieb war, die von Lungern nach Turren und weiter hinauf zum Schönbüel führt.

Eine Rundsicht erwartete sie dort oben, die für Gabriela und Ralph auf einmal bedeutungsvoll wurde. Ganz symbolisch standen sie auf der Krete zwischen der Ost- und der Westschweiz. Auf der einen Seite der Blick bis zum Zürichsee – auf der anderen Seite der Blick nach Bern und vielleicht bis nach Laupen. Sie standen in der Mitte zwischen den beiden Regionen, aus denen sie stammten, und sie spürten, dass dieser Tag ihr Tag war. Sie spürten, dass sie sich nach langer, unbewusster Suche gefunden hatten.

Etwas später, auf dem Parkplatz in Lungern, am frühen Abend des 13. November haben sich Gabriela und Ralph ihren ersten Kuss gegeben. So sind die beiden zusammengekommen, beende ich meine Schilderung an ihrer Trauung in Bubikon. Sie sind sich auf eine Weise begegnet, wie sich Paare sonst nur im Film begegnen. Dies jedoch ist eine wahre Geschichte. 

Autor: Nicolas
Lindt