Fünf Grillsünden

Im Foodblog dreht sich alles ums Thema Essen. In dieser Folge geht es ums Grillieren – und was man dabei alles falsch machen.

von
Isabel
Heusser
Uhr

Vermutlich haben die Damen eben Bier auf ihr Fleisch gekippt. (Bild: Fotolia)

Grillieren ist Schweizer Volkssport. Selbst Männer, die sich während zehn Monaten im Jahr von der Zubereitung jeglicher Lebensmittel drücken, stehen in den Sommermonaten mit stolz geschwellter Brust am Grill und lächeln. Was auf den Rost schmeissen, kann schliesslich jeder. Stimmt auch fast. Doch auch hier lauern Gefahren. Fünf Fleisch-Grillsünden – und wie man sie vermeidet.

  • Vormariniertes Fleisch kaufen. Nein. Niemals. Unter keinen Umständen. Diese Marinaden enthalten allerlei Zusatzstoffe und viel Salz, damit das Fleisch möglichst lange haltbar bleibt. Als Folge davon schmecken alle Marinaden gleich. Oftmals wird Fleisch von minderwertiger Qualität vormariniert, damit es sich besser verkauft. Es ist ganz einfach, selbst eine Marinade herzustellen. Wer es eilig hat, mischt pro Fleischstück einen Teelöffel Senf mit einem Klecks Honig. Schmeckt super.
  • Das Fleisch zu lange auf dem Grill lassen. Vor lauter Angst, das Fleisch könnte zu wenig durch sein oder Keime enthalten, wird Fleisch meist viel zu lange grilliert und kommt trocken auf den Teller. Oder schwarz, noch schlimmer. Wer sich nicht sicher ist, wie lange das Fleisch braucht, fragt den Metzger seines Vertrauens. Das Fleisch nicht direkt aus dem Kühlschrank, sondern bei Raumtemperatur verwenden. So wird es gleichmässig durch.
  • Flüssigkeit aufs Fleisch giessen. Besonders experimentierfreudige Zeitgenossen giessen gerne Bier aufs Grillgut, für den Geschmack. Das verhindert aber erstens die Krustenbildung und wirbelt zweitens bei einem Kohlegrill Staub auf. Der klebt dann am Grillgut. Igitt. Wer unbedingt Biergeschmack im Fleisch will, legt das Fleisch über Nacht in Bier ein. Die Säure im Bier führt ausserdem dazu, dass das Fleisch schön zart und mürbe wird. Als alkoholfreie Variante geht Apfelsaft.
  • Das Fleisch als Garprobe einstechen. Führt dazu, dass der Saft ausläuft und das Fleisch trocken wird. Allermeistens lässt man das Fleisch eh zu lang auf dem Rost (siehe Punkt zwei)
  • Einen Elektro-Grill verwenden. Dazu muss nicht mehr gesagt werden.
Autor: Isabel
Heusser