Diese Foodtrends sind total bescheuert

Im Foodblog dreht sich alles ums Essen. Diese Folge widmet sich überbewerteten Foodtrends.

von
Isabel
Heusser
Uhr

Doch, doch, es gibt Leute, die so etwas infantiles essen würden. (Bild: Fotolia)

An Smoothie-Bowls und Pulled-Pork-Burger haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Aber wer hätte jemals gedacht, dass Haferflocken und Federkohl coole Lebensmittel werden würden? Es gibt Foodtrends, die sind so absurd, dass sie nie hätten auftauchen dürfen.

Overnight-Oats: Klingt spektakulär, weil englisch. Overnight-Oats sind nichts anderes als Haferflocken, die über Nacht in Milch (oder - besonders hip - in Mandelmilch) eingelegt wurden. Am nächsten Tag sind sie matschig-schleimig, und man isst sie mit Fruchtkompott. Foodblogger können sich gar nicht mehr einkriegen über dieses Frühstück, das man früher höchstens zur Strafe serviert bekommen hätte.

Filterkaffee: Wird seit etwa einem Jahr in jedem Café serviert, das etwas auf sich hält. Dabei ist Filterkaffee nichts anderes als die wässrige Schwester vom ohnehin schon drögen Café crème. Noch schlimmer kommts, wenn der Kaffee kalt gebraut wird. Das nennt sich dann Cold Brew Coffee. Zum Ausspucken.

Kale-Chips: Federkohl an sich ist schon ein Hipster-Gemüse, obwohl es gänzlich unspektakulär schmeckt. Für die Chips wird der Kohl mit wenig Öl beträufelt, dazu kommt ein wenig Salz, und ab geht es in den Ofen. Danach schmeckt er immer noch langweilig und ist noch dazu bröslig. Soll mir keiner sagen, dass das eine ernsthafte Alternative zu richtigen Chips ist.

Vegane Cremes: Oder irgendwas anderes, das nicht natürlicherweise vegan ist. Eine vegane Vanillecreme schmeckt niemals so gut wie eine Creme aus Rahm. Und eine vegane Salami hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Original zu tun. Abgesehen davon, dass einen beim Anblick der vielen Zusatzstoffe auf der Inhaltsangabe schon schlecht wird.

Matcha: Es gibt nichts, was man nicht mit Matcha, also gemahlenem Grüntee, verpesten könnte. Macarons, Gugelhopf, aufgeschlagene Milch. Fans schwören auf den speziellen Geschmack, den Matcha verleiht. In Wahrheit schmeckt er einfach bitter.

Zucchetti-Spaghetti: Schon klar, Spaghetti haben ganz viele Kohlenhydrate. Aber aus Zucchetti Spaghetti zu machen und dann auch noch zu behaupten, sie schmeckten wunderbar, ist Verrat an der italienischen Küche.

Kokosnuss-Wasser: Schmeckt wie sehr, sehr abgestandenes Wasser, ist aber dreimal so teuer. Und sowas wird um die halbe Welt geflogen, bis es zu uns in die Läden kommt.

Cupcakes: Ein Cupcake ist nicht mehr als ein flacher Muffin mit viel zu süsser Zucker-Butter-Haube obendrauf. Die braucht es, um den trockenen Muffin zu kaschieren. Praktischerweise bleibt immer ein Rest Topping im Mund kleben. So beugen Cupcake-Bäcker Hustenanfällen vor.

Autor: Isabel
Heusser