Um Mitternacht erwacht das Werwölflein

«Family Affairs» ist der Familien-Blog auf Züriost. Redaktorinnen und Redaktoren aus der Region berichten über Alltagserlebnisse, Erziehungsfragen, Freizeitgestaltung – einfach alles, was Eltern im Umgang mit Kindern beschäftigt. Heute geht es um das Geschrei von Hauskobold Dillon.

von
David
Kilchoer
Uhr

Bei Vollmond mutiert «Dilly-Bumbum» zum kleinen Werwolf – und plaudert und quietscht. (Bild: Asia Eriksens Werepups)

Ich hab Ihnen mal von meinem kleinen Hauskobold erzählt, dem Dillon, den wir wegen seines gewitterhaften Wesens auch Dilly-Bumbum nennen. Er hat noch ein paar weitere lustige Eigenschaften, nebst der Tatsache, ein wandelndes Unwetter zu sein.

Dilly-Bumbum ist auch ein Werwölflein, ein süsses, fröhlich lächelndes mit einem wilden Strubel-Look und kugelrunden Knopfaugen. Wenn der Vollmond kommt, wird das Werwölflein wach. Es heult und jault aber nicht, wie andere Werwölfe es tun. Es frisst auch keine Katzen draussen (leider) oder beisst seinen Geschwistern irgendwelche Gliedmassen vom Körper (zum Glück) – wär aber auch schwierig, da unser Werwölflein im Kinderbett hinter Gitter sitzt.

Nein, nein, Dilly-Bumbum aka Werwölflein erwacht einfach und beginnt zu plaudern. Und zu summen. Und zu Quietschen. Stundenlang. 

Ist ja an sich nett, dass er nicht die Hütte zusammenschreit. Das würd nämlich richtig nerven. So Kindergeschrei geht einem bekanntlich durch Mark und Bein, macht den Kopf kirre, verursacht Augenfllimmern und andere Migränesymptome. Unser Plauder-Werwolf hingegen, der stört nur bedingt. Schlafen kann man so nicht, aber ärgern kann man sich auch nicht. Man kann nur aus dem Fenster gucken und sagen: Scheisse. Vollmond.

Autor: David
Kilchoer