Das neue Ustermer Hallenbad im Familien-Check

«Family Affairs» ist der Familien-Blog auf Züriost und behandelt Themen rund um den Familienalltag mit Kind und Kegel. Drei Redaktorinnen und ein Redaktor aus der Region berichten über Alltagserlebnisse, Erziehungsfragen, Freizeitgestaltung – einfach alles, was Eltern im Umgang mit Kindern beschäftigt. Jeden Samstag erscheint ein neuer Beitrag. Heute gehts um einen ersten Besuch im neuen Ustermer Hallenbad.

von
Beatrice
Zogg
Uhr

Ein Besuch im neuen Hallenbad in Uster macht Spass, einige Sachen könnten aber noch verbessert werden. (Bild: Renato Bagattini)

Eins vorweg: Das neue Ustermer Hallenbad macht Spass. Wir haben es an einem Feiertag besucht (26. Dezember) und trotz vielen Leuten fanden es unsere Kinder toll, da sich die Leute auf die drei Becken und den Kleinkindbereich gut verteilten. Auch im 50-Meter-Becken waren alle Bahnen für die «normale» Besucherin geöffnet. Einfach toll, seine Schwimmrunden auf der langen Bahn zu schwimmen, während sich die Jungs mit ihren Kollegen auf der langen Rutsche oder dem kleinen 1-Meter-Sprungturm vergnügten. Und trotz des grossen Besucheransturms waren Duschbereich und Garderoben von der Sauberkeit her ok.

Wie alles Neue, leidet  aber auch das Hallenbad noch an ein paar «Kinderkrankheiten», respektive gibt es an ein paar Stellen Verbesserungspotential.

Kein Chip-System

Die Garderoben funktionieren leider nur mit Schlüssel ( Das kleine Schloss zu treffen, funktionierte nicht auf den ersten Versuch). Dass man hier nicht gleich auf das moderne Chip-System gesetzt hat, wird wohl leider eine Kostenfrage gewesen sein. Praktischer wäre es gewesen.

Positiv ist aber, dass die Kästen neben einem Zweifränkler auch mit einer x-beliebigen Karte (etwa Rabattkarte vom Grossverteiler) geschlossen werden können.

Albstellflächen sind Mangelware

Das Aus- und Anziehen erfolgt in sogenannten Wechselgarderoben. Im Badekleid trägt man sein Bagage (Schuhe, Jacke, Hose, Tasche etc.) dann zu den Garderobenkästen. In den Garderobengängen fehlt es dann aber an Sitz- und Abstellflächen. Wer mit einem Baby oder Kleinkind ins Bad geht, muss es während des Verstauens der Kleider und Schuhe auf den Boden setzen, respektive legen. Eine grössere Bank haben wir nur eine ausgemacht.  Vielleicht entdecken wir beim nächsten Besuch mehr – wir haben uns nicht durch alle Garderobengänge auf Entdeckungstour gemacht.

Auch Wickelmöglichkeiten sind Mangelware. In den WCs hat es jeweils gemäss einer anderen Mutter je einen klappbaren Wickeltisch. Doch dort sei es aber kalt und nicht eben angenehm.

Unangenehme Duschvorhänge

Im Duschbereich sind die Einzelduschen mit Vorhängen, wie man sie von zu Hause kennt, ausgestattet. Wird die grosse Durchgangstür geöffnet, klatscht einem der nasse Vorhang durch die Zugluft an den Körper. Hier wäre eine Lösung mit Glastüren oder ähnlichem eleganter gewesen. Für die Taschen gibt es nur einige wenige Haken.

Wie viel Uhr ist es?

An den grossen Betonwänden gibt es gerade mal zwei kleine Uhren. Auch wer schwimmt, kann sich lediglich nach einer digitalen Minuten-/Sekundenanzeige richten. Eine grosse Uhr, auf der die Zeit gut ablesbar ist, wäre toll!

Frost-Gefahr im Bistro

Nach einer Stunde im Bad hatten wir Hunger. Im Bistro wollten die Kinder Pommes, doch leider gibt es die dort nicht. Also kauften wir Hot-Dogs, Sandwiches und einen etwas teuren Salat. Gegessen haben wir dann im Eilzugstempo. Wer sich nur in Badehose und umgeschlungenen Badetuch ins Bistro wagt, stirbt fast den Kältetod. Kein Wunder, waren wir neben einer anderen Familie die einzigen, die es wagten, uns während dem Baden eine kleine Pause im Bistro zu gönnen.  Nächstes Mal essen wir am Schluss unseres Badbesuches – ganz angezogen.

Wer gebadet hat, muss normalerweise am Schluss seine Haare trocknen. Auch in diesen Bereichen wären mehr Albstellflächen wünschenswert. Bei den Wandföns kann man sein Necessaire oder Bürste nirgendwo ablegen - ein kleines Wandregal wäre hilfreich. Das gleiche Problem gibt es beim Verlassen des Bades bei der grossen Spiegelfront mit den Einzelföns. Die Jacke muss entweder auf die Fönablage, die das eine oder andere Fremdhaar aufweist, oder den Boden gelegt werden. Auch hier fehlt es an Garderobenständern oder Bänken als Ablage.

Trotz diesen kleinen Kritikpunkten hat der Besuch im Hallenbad Uster aber allen Spass gemacht und wir werden sicher bald wiederkommen.

Was halten Sie vom neuen Hallenbad in Uster? Gibt es noch andere Sachen mit Verbesserungspotential?

 

Beatrice Zogg ist Redaktorin beim «Anzeiger von Uster»/«Zürcher Oberländer». Ihre Kinder sind 9 und 13 Jahre alt. Sie wohnt mit ihrer Familie in der Gemeinde Volketswil.

 

 

 

 

 

 

Autor: Beatrice
Zogg
, Mo 09.01.2017 - 17:57
#1

Ja tatsächlich, es gibt noch viel zu tun im Hallenbad.
Fangt doch endlich mal an.