Grosse Rauchsäule über Oetwil

Blockhaus und Scheune niedergebrannt

In der Oetwiler Aussenwacht Oberchrüzlen ist heute um 7 Uhr in einem unbewohnten Blockhaus ein Brand ausgebrochen. Das Feuer griff auf eine offene Scheune über. Vom Brandherd stieg eine grosse Rauchsäule auf, die in der ganzen Region sichtbar war.

von
Christian
Brändli
Uhr

«Um 7 Uhr kam eine Nachbarin angerannt mit der Meldung, dass es brennt», erzählt Urs Burlet, der in Oberchrüzlen einen Hof mit Kühen der Rasse Texaslonghorns und Pferden führt und 150 Brieftauben hält. Das Feuer war in einem Blockhaus ausgebrochen, das er nach dem Lotharsturm mit Käferholz selbst erbaut hatte. Das Haus war eine Art privates Museum, in welchem er Handwerksutensilien ausgestellt hatte. Das Material hatte er während der letzten 40 Jahre gesammelt. «Viele Dinge, die es kein zweites Mal gibt, sind nun unwiederbringlich verloren», meint Burlet. 

Tiere kamen nicht zu Schaden

Das Feuer griff rasch auf eine daneben stehende Scheune über. «Zum Glück waren die Kühe auf der Weide», hält Burlet fest. So kamen auch keine Tiere zu Schaden. Der Bauer konnte nur noch einen Traktor aus dem Unterstand hinausfahren. Drei weitere Fahrzeuge, alles Oldtimer-Traktoren, waren nicht mehr zu retten. Die brennenden Traktoren und das eingelagerte Tierfutter waren auch mit ein Grund für die grosse Rauchentwicklung, die weitherum zu sehen war.  

  

Strasse vorübergehend gesperrt

Obwohl die Feuerwehren Oetwil sowie Stützpunkt Meilen rasch vor Ort waren, konnte ein Abbrennen der beiden Gebäude nicht mehr verhindert werden. Eine in der Nähe stehende Voliere mit Tauben wurde vorsorglich gekühlt. Wegen des Brandes wurde die Strasse bei Oberchrüzlen teilweise gesperrt und der Verkehr umgeleitet. 

Über die Ursache des Brandes gibt es noch keine Erkenntnisse. Urs Burlet  kann sich höchstens einen Kurzschluss vorstellen. Allerdings entstand hoher Sachschaden: Zwar kann er noch nicht genau beziffert werden, aufgrund des  eingelagerten Materials wird er jedoch auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt. 

Autor: Christian
Brändli

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