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Ferien mit dem Hund: Ja oder Nein?

Wenn’s um die Frage geht, ob der Vierbeiner mit in den Urlaub soll oder vielleicht doch besser zu Hause bleibt, ist für Fido der Fall klar: Dabei sein ist alles. Menschlich gesehen ist die Lage schon schwieriger. Die Winterthurer Susy Utzinger Stiftung gibt Tipps.

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Ferien mit Hund kann sehr schön sein, wenn es durchdacht wurde. (Bild: zvg)

Damit die Ferien mit dem Hund nicht zur Stresspartie werden, empfiehlt die Winterthurer Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz folgende Punkte bereits vor der Buchung abzuklären:

Lohnt es sich?

Steht die Dauer des Ferienaufenthaltes in Relation mit der Strecke? Ist die Art der Reise einigermassen hundegerecht? Eine Flugzeugreise mit mehreren Umsteigestationen kann nur mit grösstem Aufwand tiergerecht gestaltet werden. Und nicht zuletzt: Ist der Ferienaufenthalt überhaupt schön für das Tier?

Das ideale Hundeauto

  • Der Hund braucht neben Taschen und Koffern immer noch genügend Platz zum Liegen, Sitzen und muss sich auch drehen können. Zudem muss er vor losen Gepäckstücken gesichert sein.
  • Genügend frisches Wasser und einen Napf mitführen.
  • Den Hund während der Fahrt nicht aus dem geöffneten Fenster schauen lassen.
  • Alle zwei Stunden Gassi- und Trinkpausen einschalten.
  • Auf Raststätten den Hund nur angeleint aus dem Auto lassen.
  • Ein speziell geformter Reisenapf verhindert das Überschwappen des Trinkwassers während der Fahrt.
  • Das Kauen auf unverschluckbaren Kauartikeln kann dem Hund beim Druckausgleich helfen

Unerwartete Hunde-Verbote

Der grosse Traum vom Hundeplausch am Strand zerplatzt für viele Tierfreunde bereits mit dem ersten Schritt in den heissen Sand: Hunde-Verbote werden gerade während der Hochsaison an vielen Stränden rigoros durchgesetzt. Vorinformieren lohnt sich.

Gefährliche Hundekrankheiten am Reiseziel

Lassen Sie Ihren Vierbeiner vor der grossen Reise auf jeden Fall beim Tierarzt durchchecken und informieren Sie sich rechtzeitig über die Krankheitsrisiken am Ferienort und die mögliche Prophylaxe. In allen Regionen mit mediterranem Klima (also Spanien bis Türkei, inkl. Küstengebiete Nordafrikas, aber auch Ungarn) können sich Hunde mit Krankheiten infizieren, vor denen sie in der Schweiz in den meisten Regionen nicht geschützt werden müssen. Am häufigsten sind Infektionen mit Parasiten, die von Zecken, Stech- und Sandmücken übertragen werde

Grenzübertritt mit dem Hund

Die Bedingungen für den Grenzübertritt mit Tieren können sich schnell ändern: Klären Sie deshalb die Einreisebestimmungen für Ihren Hund vor jedem Ausland-Trip (zwei Monate im Voraus) bei den zuständigen Behörden im Reiseland neu ab. Dies ist für alle Landesgrenzen nötig, die Sie auf Ihrer Reise zum Zielland mit Ihrem Hund übertreten werden.

  • Papiere Für den Grenzübertritt ist der Heimtierpass notwendig. Es können auch zusätzlich ein Gesundheitszeugnis und/oder andere Formalitäten verlangt werden.
  • Gesundheit Im Normalfall wird eine gültige Tollwutimpfung verlangt. Es können auch Parasitenbehandlungen oder Blutanalysen verlangt werden. Blutanalysen und die Erstellung der entsprechenden Dokumente können mehrere Wochen beanspruchen.
  • Kennzeichnung Ein Mikrochip ist für die meisten Grenzübertritte obligatorisch.
  • Spezifische Vorschriften In manchen Ländern herrschen Einreiseverbot für kupierte Hunde, Rasseverbote und/oder Maulkorbpflicht.
  • Wiedereinreise in die Schweiz Je nach Zielland (Tollwutland) müssen auch vorgängig Formalitäten für die Wiedereinreise des Tieres in die Schweiz erfüllt werden. Für eine entsprechende Bewilligung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen müssen die entsprechenden Dokumente mindestens drei Wochen vor Abreise eingereicht werden.
  • Sonderanforderungen Ab einer Gruppe von fünf Tieren gelten jeweils andere Vorschriften. Auch für Welpen und Ausstellungstiere gelten oft Sonderanforderungen.

(eka)

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