O-Ton aus Winterthur

«Wir müssen Antisemitismus bekämpfen»

In der Rubrik «O-Ton» äussert sich wöchentlich eine Politikerin oder ein Politiker aus Winterthur zu einem aktuellen Thema. Diesmal: Zeno Dähler, EDU-Gemeinderat, über das verstärkte Aufkommen von Antisemitismus.

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Zeno Dähler, EDU-Gemeinderat Winterthur. (Bild: zvg)

Wöchentlich, und immer in abwechselnder Parteireihenfolge, äussert sich in der Rubrik «O-Ton» eine Politikerin oder ein Politiker aus Winterthur über ein aktuelles Thema.

 

Heute – Zeno Dähler, Gemeinderat EDU Winterthur:

Mitte September begingen wir den Eidgenössischen Dank-, Bus- und Bettag. Und am letzten Septemberwochenende wurde der Versöhnungstag «Jom Kippur» gefeiert.

An beiden Wochenenden ging es in Winterthur darum, Buse zu tun über ein uraltes und gleichzeitig topaktuelles Problem.

Antisemitismus!

Es geht mir hier nicht um den zurückgetretenen Nationalrat J. Fricker. Nein, es geht mir um die viel zu vielen antisemitischen Übergriffe in Europa, der Schweiz und im Kanton Zürich. Von Bespucken und Mobbing bis hin zu Todesdrohungen gibt es alles. Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, muss man mit Schrecken feststellen, dass der Antisemitismus in Europa einen traurigen Höchststand erreicht hat.

Und was hat das mit Winterthur zu tun?

Es ist die Aufgabe von jedem einzelnen von uns, aufzustehen und dem Antisemitismus Einhalt zu gebieten. Jeder einzelne von uns muss reagieren, wenn man entsprechende Entwicklungen erkennt.

Dieses Thema ist für Winterthur aber auch darum topaktuell, weil wir uns an den beiden genannten Wochenenden an den Pogrom vom 18.09.1349 in Winterthur erinnerten, bei dem 330 Juden schuldlos verbrannt wurden.

Ich bete dafür, dass wir so etwas in Zukunft nie mehr erleben werden.

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