Winterthur

Wincity: Die Vision wird Realität

Am Mittwoch fand auf der Baustelle die Grundsteinlegung für das Wincity statt. In einem symbolischen Akt wünschten die Winterthurer Ballsportclubs dem Sportzentrum viel Erfolg.

von
Michael
Hotz
Uhr

«Sonne beim Spatenstich, Sonne auch heute. Das ist doch ein gutes Zeichen.» Mit diesen optimistischen Worten eröffnete Jürg Hofmann die Grundsteinlegung des Sportzentrums Wincity am Mittwoch, 15. März.

Der Verwaltungsratsdelegierter der Wincity AG und Präsident von Pfadi Winterthur hob heraus, wie wichtig Durchhaltewillen und Hartnäckigkeit im Sport seien. Diese beiden Eigenschaften seien auch ausschlaggebend gewesen, dass das Wincity beim Deutweg nun Formen annimmt. Die Eröffnung ist 2018 geplant.

Das Sportzentrum wird nicht nur neue Heimstätte von Pfadi, sondern soll auch anderen Winterthurer Ballsportvereinen ein Zuhause sein. Dies zeigte sich an der Grundsteinlegung. Als symbolischer Akt legten Vereinsvertreter ein Geschenk sowie formulierte Wünsche in eine Metallbox, die anschliessend beim späteren Mittelpunkt der Halle vergraben wurde. Damit gaben die diversen Clubs auch ihren Segen.

Alles begann als Vision 2006

Wincity steht also nichts mehr im Weg. Nach einer Odyssee von über zehn Jahren müssen sich Sportfans nur noch einige Monate gedulden, bis die Ballsportarena mit rund 2400 Sitzplätzen und das sechsstöckige Nebengebäude mit Sportschule, Sportklinik und Fitnesscenter steht. Die Vision eines Winterthurer Sportzentrums entstand 2006.

Der Banker Ulrich Knopp und das heutige Unihockey-Urgestein Roland Fust strebten ein Internationales Zentrum für Leistungs- und Breitensport (IZLB) in der Eulachstadt an. Ein nationales Trainingsgelände mit zwei Dreifachhallen für Spitzensportler und lokale Vereine. Für die Bauleitung konnte das Zürcher Unternehmen Befair AG gewonnen werden.

Winterthur sollte zur Hockey-Hauptstadt werden

Anfangs 2011 gab Swiss Ice Hockey bekannt, dass der Verband in Winterthur ein nationales Leistungszentrum mit Talent-Akademie plant. Die Eulachstadt sollte zur Eishockey-Hauptstadt werden. Eine Zusammenarbeit mit der Befair AG wurde aufgenommen, um dieses Projekt im IZLB zu verwirklichen.

Weil private Gelder fehlten, musste die Belfair AG den Baustart in der Folge mehrfach verschieben. Daraufhin benannten die Organisatoren Mitte 2012 das Vorhaben in «Wincity» um und redimensionierten –neu war nur noch von einem statt zwei Eishockeyfeldern die Rede. Im Frühling 2013 begrub der Eishockeyverband die Pläne wieder.

Überraschender neuer Projektpartner

Danach herrschte lange Funkstille, bis Roland Fisch als neuer Belfair-CEO das Projekt in die Hände nahm. Er stellte im Sommer 2014 zur Überraschung vieler Pfadi Winterthur als neuer Projektpartner vor. In den nächsten Monaten arbeiteten die involvierten Personen die Modalitäten des rein privat finanzierten Sportzentrums in der Form heraus, wie sie nun umgesetzt werden. «Wincity 2.0 steht in den Startlöchern» titelte dazu der «Stadi» Ende März 2015. Das Baugesuch wurde im folgenden Dezember eingereicht.

Mit der Grundsteinlegung heute Mittag nimmt die über zehnjährige Vision eines Sportzentrums endlich konkrete Formen an.

Autor: Michael
Hotz

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