Winterthurer Trainer

Weilers Coup: Mit B-Elf zum wichtigen Sieg

René Weiler setzt in der Europa League auf Rotation: Der Winterthurer Trainer des belgischen Spitzenclubs Anderlecht feierte gegen Zenit St. Petersburg mit einer B-Elf einen 2:0-Sieg.

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René Weiler war an der Pressekonferenz nach dem Spiel zufrieden, warnte aber vor voreiliger Euphorie. (Bild: Twitter/RSC Anderlecht)

Die belgischen Sportexperten staunten nicht schlecht, als sie am Donnerstagabend die Aufstellung des RSC Anderlecht für das Europa-League-Heimspiel gegen den russischen Spitzenclub Zenit St. Petersburg zu Gesicht bekamen. Im Vergleich zum letzten Meisterschaftsspiel gegen Zulte Waregem hatte Trainer René Weiler gleich sieben Änderungen vorgenommen.

Mit Erfolg: Mit einem 2:0-Sieg verschaffte sich das Team aus Brüssel eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche in Russland. Sollte die Hürde genommen werden, stünde Anderlecht im Achtelfinal der Europa League.

Weilers Zurückhaltung

Protagonist des Abends war Frank Acheampong, der beide Treffer erzielte. Nachdem der Ghanaer sein Land im Januar am Afrika Cup vertreten hatte, war er in der Meisterschaft noch nicht wieder zu Einsätzen gekommen. Doch der Schachzug Weilers, den 23-Jährigen ausgerechnet im wichtigen internationalen Vergleich in die Startelf zu berufen, erwies sich als genial. Der pfeilschnelle Mittelfeldspieler stellte die Zenit-Abwehr wiederholt vor Probleme. Nach knapp einer Stunde hatte Acheampong seinen Auftrag erfüllt und wurde von seinem Winterthurer Trainer vom Platz genommen.

«Die Mannschaft hat alles gegeben, jeder hat sich für den anderen eingesetzt. Das ist das Wichtige», sagte Weiler nach der Partie zum erstaunlichen Effort der vermeintlichen B-Elf. Er trat aber auch gleich auf die Euphorie-Bremse. «Es wird eine schwierige Aufgabe in Russland. Wir haben Zeit, uns vorzubereiten, aber es ist noch nichts gewonnen», warnte er vor dem Gegner, der in den vergangenen Jahren regelmässig in der Champions League vertreten war. (zür)

Anderlecht - Zenit St. Petersburg 2:0 (2:0). - Tore: 5. Acheampong 1:0. 31. Acheampong 2:0.

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