44,5 Meter und 7,5 Tonnen

SBB montieren Metallkoloss in Winterthur

Im Zuge der Ausbauarbeiten am Bahnhof Winterthur wurde in der Nacht auf Montag ein sogenanntes Fahrleitungsjoch montiert. Dieses ist aufgrund seiner Länge einzigartig in der Schweiz.

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44,5 Meter lang und 7,5 Tonnen schwer: In der Nacht auf Montag wurde beim Bahnhof Winterthur eines der schweizweit grössten Fahrleitungsjoche montiert. 15 Mitarbeiter waren viereinhalb Stunden lang damit beschäftigt, das Joch quer über den acht Gleisen zu platzieren.

«Eine der Herausforderungen war der Transport des Jochs in einem Stück auf einem Bahnwagen», so SBB-Mediensprecher Reto Schärli. «Das aus vier Elementen gefertigte Joch wurde in der Verzinkerei Aarberg zusammengeschraubt und von dort aus mit einem Spezialtransport auf der Schiene geliefert.»

Auch die Montage des Kolosses war spektakulär. «An Gurten befestigt, hob der Kran das Joch vorsichtig bis über die Fahrleitungen an, ohne dabei die höherliegenden Versorgungsleitungen zu touchieren», so Schärli. Dann habe man das Joch um 90 Grad gedreht und es exakt auf die beiden vorab erstellten Masten neben den beiden äussersten Gleisen abgesetzt.

Vorbereitung ausbezahlt

Der Ausführungsverantwortliche Andreas Neumann ist zufrieden mit dem Einbau. Es habe alles nach Plan funktioniert, und die minuziöse Vorbereitung habe sich ausbezahlt.

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des Projekts «Leistungssteigerung Bahnhof Winterthur». Dieses sieht den Bau von zusätzlichen und schnelleren Weichenverbindungen vor, damit zukünftig mehr Züge von und nach Winterthur fahren können. Zudem werden die Perrons der Gleise 1, 2, 6/7 und 8/9 in den Endbereichen verlängert und verbreitert, damit längere Züge mit mehr Sitzplätzen halten können.

Weitere Informationen zum Ausbauprojekt finden Sie unter www.sbb.ch/ausbauwinterthur

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