Schulhaus Brühlberg in Winterthur

Elternrat lehnt Gespräch mit Schulpflege ab

«Das Vertrauen in die Kreisschulpflege ist zerstört», schreibt der Elternrat des Winterthurer Schulhauses Brühlberg in einer aktuellen Medienmitteilung. Statt die Differenzen an einer Vorinformation zu minimieren, finden die Kreisschulpflege Stadt-Töss und der Elternrat keine gemeinsame Diskussionsbasis.

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Am Dienstagabend verabschiedete die Kreisschulpflege Winterthur Stadt-Töss einen konkreten Massnahmenkatalog, um die Situatin nach der Kündigungswelle am Schulhaus Brühlberg wieder in den Griff zu kriegen. Bekannt wurde bis anhin, dass eine Task Force gebildet wird und der Präsident der Kreisschulpflege, Felix Müller, das Dossier Brühlberg weiterhin verantwortet. Er hat die operative Umsetzung aber im Einvernehmen mit den Behördenmitgliedern delegiert (wir berichteten).

«Lassen uns nicht für dumm verkaufen»

Tags darauf wurde der Elternrat zu einer Vorinformation zu den geplanten Neuerungen eingeladen. Diese hätte heute Freitag um 19.30 Uhr im Schulhaus St. Georgen stattfinden sollen, wie der Elternrat bekannt gibt. Die Kreisschulpflege habe folgende Rahmenbedingungen gestellt:

  • Der Elternrat erhält Vorinformationen zu bereits erfolgten und geplanten Massnahmen sowie zur Umsetzungsplanung.
  • Die Schulbehörde möchte die Ansichten des Elternrats dazu einholen und diskutieren. Ob und in welcher Form die Inputs des Elternrats berücksichtigt werden, ist offen.
  • Die Vorinformation ist vertraulich. Keine Weitergabe der besprochenen Inhalte an die Medien oder an Dritte.

Zu einer Diskussion zwischen Kreisschulpflege und Elternrat wird es nun allerding nicht kommen, da der Elternrat das Gespräch ablehnt. «Der Elternrat ist grundsätzlich und zu anderen Bedingungen gesprächsbereit, lässt sich aber nicht für dumm verkaufen», heisst es in der Mitteilung.

Alles längst beschlossene Sache?

Der Elternrat stört sich daran, dass die vier teilnehmenden Personen die Informationen an die restlichen Mitgliedern nicht hätten weitergeben dürfen. «Elternräte vertreten die Elternschaft des Schulhauses. Mit ihrer Bedingung spaltet die Kreisschulpflege den Elternrat von den Eltern ab.» Gleichzeitig könne die Behörde behaupten, sie hätte die Resultate mit dem Elternrat abgesprochen. «Dieses Vorgehen kann und will der Elternrat nicht unterstützen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Ein weiterer Kritikpunkt stellt eine aktuelle Stellenausschreibung für das Schulhaus Brühlberg auf der Website des kantonalen Volksschulamts dar. Daraus sei das Konzept für eine neue Klassen-Struktur, bei welcher je zwei Jahrgänge gemischt werden, klar ersichtlich, findet der Elternrat. Er kommt zum Schluss: «Was in der Einladung als Vorinformation daher kommt, ist längst entschieden und veröffentlicht.» Das Vertrauen in die Kreisschulpflege sei zerstört. (mig)

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