Winterthur

Die Red Ants gewinnen die wichtigen Spiele gegen die Skorpions

Die Red Ants haben die ersten beiden Playoff-Partien gegen die Skorpions jeweils knapp gewonnen. Am kommenden Samstag könnten sie in Oberseen den Sack in der Best-of-five-Begegnung bereits zumachen.

von
Michael
Hotz
Uhr

Die Red Ants wollen in der dritten Partie des Playoff-Viertelfinals gegen die Skorpions gleich von Beginn weg Druck machen. (Bild: Irène Tschümperlin)

Für die Red Ants war es ein optimales Wochenende. Nach zwei Siegen am Samstag, 11. März, und Sonntag, 12. März, führen die Winterthurer Unihockeyanerinnen in ihrem Playoff-Viertelfinal-Duell gegen Skorpion Emmental Zollbrück 2:0.

Damit muss das Team von Headcoach Felix Coray und dessen Assistenten Daniel Gafner noch eine Partie gewinnen, um die Best-of-five-Begegnung gegen die Berner Oberländerinnen für sich zu entscheiden. Zum dritten Mal duellieren sich die Viert- und Fünfplatzierten der Qualifika­tion nächsten Samstag, 18. März, in Oberseen.

Auf schlechten Playoff-Start reagiert

Die Red Ants gehen also mit einem gewissen Polster ins zweite Heimspiel. Dabei starteten sie denkbar schlecht in die Playoffs. In Oberseen lagen die Winterthurerinnen am Samstag nach 32 Mi­nuten 0:3 zurück. Assistenztrainer Daniel Gafner sagt dazu: «Wir wollten es zu Beginn zu gut machen. Dadurch agierten wir etwas zu verkrampft und hatten Mühe in der Offensive.»

Doch die Red Ants liessen nicht locker. Vier Minuten später gelang Margrit Scheidegger der Anschlusstreffer. Für Daniel Gafner am Ende einer der entscheidenden Momente im umkämpften Spiel: «Es war wichtig, im zweiten Drittel noch zu treffen. Damit kehrte der Glaube an den Sieg wieder zurück.»

Kämpferisch überzeugendes letztes Drittel

Im letzten Spielabschnitt war wiederum Margrit Scheidegger für das 2:3 verantwortlich, in der 48. Minute traf Alexandra Frick zum Ausgleich.

Zwar legten die Emmentalerinnen nochmals vor, doch die Red Ants liessen sich nicht mehr bremsen. Zwei Tore kurz vor dem Schlusspfiff brachten den Winterthurerinnen den Heimsieg. Ausschlaggebend war für Daniel Gafner, dass die Red Ants in den letzten
20 Minuten physisch noch eine Schippe drauflegten: «Wir kamen sehr kämpferisch aus der zweiten Pause und gewannen viele Zweikämpfe. Damit brachen wir das Spielsystem der Skorpions.»

Den Schwung gleich in die Folgepartie mitgenommen

Den Schwung aus der erfolgreichen Aufholjagd nahmen die Red Ants mit ins Berner Oberland. In Zollbrück führten sie nach einer Viertelstunde bereits 2:0. Die Skorpions konnten die Partie bis zur 47. Minute nochmals ausgleichen, Andrea Kern entschied das intensive Duell aber doch zugunsten der «roten Ameisen».

Damit endete auch die sechste Direktbegegnung in dieser Saison zwischen diesen beiden Teams mit einer Differenz von lediglich einem Tor. Die Bilanz ist zurzeit ausgeglichen. Skorpion Emmental Zollbrück gewann alle drei Spiele in der Qualifikation, die wichtigen Partien konnten jedoch die Red Ants für sich entscheiden.

Im Cup-Viertelfinal siegten sie im letzten November auswärts 2:1 nach Verlängerung. Nun gestalteten die Winterthurerinnen die ersten zwei Playoff-Spiele siegreich.

Sportliche Erfahrung als grosser Trumpf

«Die beiden letzten Partien hätten auch in die andere Richtung gehen können», betont Daniel Gafner. Dass es trotzdem nicht dazu kam, liegt für den Assistenztrainer bei der grossen internationalen Er­fahrung innerhalb seines Teams: «Viele unserer Akteurinnen haben bereits einige grosse Spiele absolviert. Hier haben wir sicherlich Vorteile gegenüber den Emmentalerinnen.» Dazu lebe sein Team vom Kampf und den Emotionen.

Dies komme in wichtigen Partien besonders zum Tragen. «Diese Stärken machen uns für jeden Gegner gefährlich. Deshalb müssen wir genau mit dieser Einstellung seriös und konzentriert das nächste Heimspiel angehen», fordert Daniel Gafner.

Ellenor Bengtsson fällt mit Fussverletzung aus

Ziemlich sicher nicht mittun kann dabei Ellenor Bengtsson. Die ballsichere Schwedin knickte in Zollbrück nach einer Viertelstunde um und konnte in der Folge nicht mehr aufs Parkett. Der wahrscheinliche Ausfall Bengtssons ist der einzige Wermutstropfen der ersten beiden Playoff-Partien.

Autor: Michael
Hotz

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