Winterthur

Dem gefährlichen Feinstaub mit Anfeuertricks zuvorkommen

Mit dem Winterbeginn steigen auch in Winterthur die Feinstaubwerte an. Einen grossen Anteil an dem gefährlichen Wintersmog haben falsch eingefeuerte Holzöfen. Am Info-Stand der Kampagne «luftaus.ch» können sich Winti-Mäss-Besucher in die Technik des richtigen Anfeuerns einführen lassen.

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Ein besinnliches Kaminfeuer birgt auch Gefahren. (Bild: Thomas Max Müller/pixelio.de)

In der Winterzeit ist die Stadtbevölkerung dem sogenannten Wintersmog ausgesetzt. Der Grund: Sogenannte Inversionswetterlagen verhindern den Abtransport von Abgasen. Der gesetzliche Grenzwert für Feinstaub werde dann häufig überschritten, warnt die Stadt Winterthur in ihrer Medienmitteilung.

Husten, erhöhte Sterblichkeit und Herzrhythmusstörungen

Während die gröberen Feinstaubpartikel Husten, Asthmaanfälle und eine erhöhte Sterblichkeit aufgrund von Atemwegserkrankungen verursachen können, wirken sich die feinen Partikel eher in Form von Herzrhythmusstörungen und Herz-Kreislauf-Problemen aus.

Die gesundheitsschädigenden Partikel entstehen vor allem durch Staubaufwirblungen, Abrieb aus dem Strassenverkehr sowie Verbrennungsprozesse.

Demonstration an der Winti Mäss

Ein Viertel des Feinstaubs aus Verbrennungsprozessen geht auf Holzfeuerungen zurück. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat das unsachgemässe Befeuern von handbeschickten Holzöfen (Cheminées, Kamin-, Kachelöfen usw.). Wird in Privathaushalten richtig angefeuert, so kann die Belastung der Luft mit Feinstaub durch Holzfeuerungen um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Hier setzt die von Umwelt- und Gesundheitsschutz Stadt Winterthur durchgeführte Informationskampagne «luftaus.ch» an: Vom 30. November bis 4. Dezember demonstriert die Fachstelle Umwelt an der Winti Mäss, wie sich ein Feuer so anzünden lässt, dass kaum Feinstaub freigesetzt wird. Weiter erhalten die Besucherinnen und Besucher Informationen zum Luftschadstoff Feinstaub und können beim «luftaus.ch»-Wettbewerb attraktive Preise gewinnen.

Stand an der Winti Mäss

Die städtische Fachstelle Umwelt kontrolliert die Luftqualität in Winterthur an verschiedenen Standorten auf dem Stadtgebiet. Überregional werden der Feinstaub sowie weitere Luftschadstoffe unter dem Namen Ostluft von den Ostschweizer Kantonen und dem Fürstentum Liechtenstein überwacht.

In der ganzen Schweiz und jederzeit über die aktuelle Luftqualität informieren kann man sich mit der Aircheck-App. «luftaus.ch» findet man an der Winti Mäss vom 29. November bis 4. Dezember in der Halle 2 am Stand 21. (dvw)

Richtig anfeuern: der «obere Abbrand»

Entgegen der alten Pfadfinderregel wird beim richtigen Anfeuern das Feuer nicht von unten, sondern von oben entfacht («oberer Abbrand»). Dabei brennt es von oben nach unten. Die entstehenden Gase strömen durch die heisse Flamme und brennen nahezu vollständig aus.

1. Schichten Sie trockene Holzscheite als Kreuzbeige im Feuerraum ein. 2. Legen Sie die Anzündhilfe darauf (zum Beispiel wachsgetränkte Holzwolle). 3. Seitlich der Anzündhilfe zwei kleine Nadelholzscheite platzieren. 4. Zwei weitere kleine Nadelholzscheite über die Anzündhilfe legen. 5. Anzündhilfe entzünden. 6. Erst wenn starke Glut vorhanden ist, einzelne Scheite nachlegen.

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