Cup-Viertelfinal YB - FCW

Liveticker

Das waren die Highlights des «Wunders von Bern»

Der FC Winterthur schafft das Unglaubliche und qualifiziert sich in Bern für den Cup-Halbfinal. Alle Highlights, inklusive der Fahrt im Extrazug nach Bern, im Live-Ticker zum Nachlesen.

von
Christian
Zürcher
Uhr

BSC YB - FC Winterthur 2:3 n. Penaltyschiessen

Tore: 8. Hoarau 1:0. 39. Bertone 2:0. 61. Silvio 2:1. 66. Sutter 2:2.

Penaltyschiessen: Di Gregorio 0:1. Hoarau 1:1. Cani 1:2. Ravet verschiesst. Schuler 1:3. Frey 2:3. Sutter 2:4. Sanogo 3:4. Silvio 3:5.

Ticker

Ende

Nette Geste des unterlegenen Favoriten:

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(Quelle: Twitter)

Ende

Dass gleich alle Winterthurer Penaltyschützen im entscheidenden Moment die Nerven behielten, ist grosse Klasse. Der Unglücksrabe aus YB-Sicht heisst Yoric Ravet, der während der regulären Spielzeit ein Aktivposten war. Doch so ist Fussball, Winterthur wird am 5. April anstelle der Berner im Halbfinal antreten. Wir hoffen auf ein Heimspiel auf der Schützenwiese! Als Gegner kommen der FC Luzern, der FC Zürich, der FC Basel, der SC Kriens und der FC Sion in Frage.

Ende

Es ist nicht zu glauben! Silvio schiesst Winterthur ins Glück. Wer nach der ersten Halbzeit auf dieses Ergebnis gewettet hätte, wäre wohl für verrückt erklärt worden. Zu dominant traten die Gastgeber auf und nahmen ein verdientes 2:0 in die Pause mit. Doch das Team von Umberto Romano und Dario Zuffi gab sich nie auf und kam dank eines Doppelschlages mit zwei Toren innert fünf Minuten zurück und erzwang die Verlängerung. Dort war Glücksgöttin Fortuna dann auf der Seite der Winterthurer: Guillaume Hoarau scheiterte je einmal an Pfosten und Latte. Auch sonst vergaben die Berner zahlreiche Chancen auf das 3:2.

5:3 Winterthur!

Ja!!! Winterthur steht im Cup-Halbfinal!!!!!!

Silvio

Macht Silvio alles klar?

4:3 Winterthur

Sanogo setzt sich den Ball. Tor!

4:2 Winterthur

Manuel Sutter ist der nächste. Er trifft! Jetzt muss der nächste YB-Schütze treffen!

3:2 Winterthur

Frey lässt sich nicht lumpen und bezwingt Minder.

3:1 Winterthur

Captain Schuler versenkt! Mvogo geschlagen.

2:1 Winterthur

Ravet tritt an. Und verschiesst! Minder ist blitzschnell in der rechten Ecke! 2:1 Winterthur!

2:1 Winterthur

Cani gegen Mvogo. Tor! Noch einmal die linke Ecke.

1:1

Hoarau gegen Minder: Ebenso souverän, das ist der Ausgleich.

1:0 Winterthur

Di Gregorio gegen Mvogo: Tor! Der Anfang ist gemacht.

Penaltyschiessen

Geschossen wird auf das Tor, hinter dem sich die Winterthurer Fans befinden. Ein Vorteil oder ein Nachteil für den FCW?

Ende Verlängerung

Tatsächlich muss wie im Achtelfinal 2011 ein Penaltyschiessen über den Sieger entscheiden. Wer wird antreten? Behält Winterthur wie damals die Oberhand? In Kürze sind wir schlauer!

121'

Silvio noch einmal mit einer Halbchance, und dann ist es geschafft! Es geht ins Penaltyschiessen!

121'

Eine Minute wird nachgespielt. Und in dieser macht Frey fast das 3:2 per Kopf! Minder wird beinahe gegen den Lauf erwischt.

120'

Die letzte reguläre Minute der Verlängerung ist angebrochen. Durchhalten, Winterthurer!

119'

Ravet beweist noch einmal, dass er kein Kopfballspieler ist. Die Flanke kam von Joss.

118'

Obwohl sie stehend k.o. sind, halten die Winterthurer stand. Es rollt die nächste YB-Angriffswelle.

116'

Silvio taucht jetzt einmal im Berner Strafraum auf, wird aber von Nuhu gestoppt. Der Brasilianer bleibt noch etwas liegen und gewinnt so wertvolle Zeit für sein Team.

115'

Wie lange kann das noch gut gehen? Zakaria wird von Frey steil lanciert, scheitert aber an Minder. Toll gemacht vom Winterthurer Schlussmann.

113'

Ja gibts denn sowas? Hoarau mit dem zweiten Aluminium-Treffer in dieser Verlängerung! Aus der Drehung heraus trifft er nur den Innenpfosten. Der Torjubel bleibt den YB-Fans im Hals stecken.

112'

Hoarau wirbelt gefährlich, doch ein Winterthurer Bein kann den Ball wegspitzeln. Das war Rettung in höchster Not.

111'

Wie Ritter im Mittelalter verschanzen sich die Winterthurer am eigenen Strafraum. Nur Silvio bleibt als einsamer Stürmer vorne.

109'

Sanogo versemmelt die nächste Hundertprozentige! Der Ivorer trifft aus zentraler Position das Tor nicht. Die YB-Fans geben jetzt noch einmal alles.

108'

Marco Mangold sieht die gelbe Karte, nachdem er Assalé zurückgehalten hat. Es ist die vierte in diesem Spiel für einen Winterthurer.

107'

Viel Aufregung um nichts! Assalé stand beim Pass von Hoarau im Offside. Durchschnaufen beim FCW.

106'

Weiter geht's!

Pause

Noch 15 Minuten müssen die Winterthurer durchalten, um sich ins Penaltyschiessen zu retten. YB-Captain Von Bergen macht seine Mitspieler aber bereits noch einmal heiss und peitscht auch die Fans. Wir freuen uns auf die Schlussphase!

105'

Die erste Halbzeit der Verlängerung ist vorbei. Noch immer steht es zwischen YB und Winterthur 2:2.

103'

Penalty oder nicht? Wieder geht Assalé im Winterthurer Strafraum nach einem Rencontre mit Roth zu Boden, wieder bleibt Paches Pfeife stumm. Das war ganz heiss.

102'

Jetzt wieder eine Grosschance für YB! Ravets Kopfball nach Lecjaks-Flanke geht knapp daneben.

101'

Cani lanciert Gazzetta auf der rechten Seite. Der lässt sich aber von einer Fahne irritieren, die von zwei YB-Fans geschwenkt wird. Er stand nämlich nicht im Offside und hätte früher abschliessen können.

99'

Winterthur kämpft aufopferungsvoll um jeden Ball. Aber klar, dass YB jetzt dominant auftritt. Erleben wir ein Penaltyschiessen wie 2011?

97'

Ein ungestümes Einsteigen von Zakaria bringt Winterthur endlich ein bisschen Entlastung. Zuvor war Sanogo schon wieder auf der Suche nach dem erfolgreichen Abschluss.

95'

Mit einem knallharten Schuss von Sanogo hat Minder seine liebe Mühe! YB drängt mit aller Vehemenz auf das 3:2.

94'

Ravet wird rechts sträflich allein gelassen. Zum Glück hat der Franzose nicht richtig geschaut und die Flanke ins Niemandsland gesetzt.

92'

Rumms! Hoarau hämmert das Leder an die Latte! Der Franzose kam nach einem Kopfball von Frey an den Ball.

91'

Und schon rollt der Ball wieder. "YB isch nervös, YB isch nervös!", singen die Winterthurer Fans. Ob sie recht behalten?

Pause

YB wechselt zu Beginn der Verlängerung: Leonardo Bertone geht vom Platz, Sekou Sanogo ersetzt ihn.

93'

Und dann ist die Verlängerung Tatsache! Nach 90 Minuten steht es zwischen dem BSC YB und dem FC Winterthur 2:2!

92'

Cani stoppt Frey regelwidrig. YB kommt noch einmal zu einem Freistoss aus vielversprechender Position, doch Ravets Ball findet keinen Abnehmer.

91'

Der bringt aber keine Gefahr. Wir bewegen uns hier in grossen Schritten auf eine Verlängerung zu.

90'

Die Nachspielzeit beträgt mindestens drei Minuten. Und Winterthur kommt zu einem Eckball...

90'

Manuel Sutter versucht sich mit dem Selbstvertrauen des Torschützen, nachdem er von Di Gregorio auf der linken Seite lanciert worden ist. Mvogo braucht aber nicht einzugreifen.

87'

Jetzt ist das ein intensiver Cupfight mit Emotionen! Der YB-Anhang wird zunehmend gereizter. Noch gelingt ihren Lieblingen nichts Durchschlagendes.

84'

Yoric Ravet muss diesen Ball im Tor versenken! YB reklamiert einen Penalty, nachdem Hoarau in der Mitte mit Schuler aneinandergeraten ist. Dann kommt der Ball zum anderen Franzosen, das Spielgerät rutscht ihm, vielleicht irritiert vom kollektiven Aufschrei, aber über den Spann.

83'

Noch ein Wechsel bei YB: Sven Joss ersetzt Scott Sutter als rechter Aussenverteidiger.

81'

Letzter Wechsel beim FC Winterthur: Für Tobias Schättin, der ein gutes Spiel gezeigt hat, kommt Tiziano Lanza ins Spiel.

80'

Bertone versucht es volley. In der ersten Hälfte hätte er diesen Ball wohl noch viel besser getroffen.

78'

Ravet zieht fast von der Grundlinie ab, doch Minders Fäuste klären zum Eckball.

77'

Ein Raunen geht durch das Rund, als Zakarias Weitschuss aus rund 30 Metern nur um Zentimeter am Lattenkreuz vorbeisegelt! Da war die Chance zum 3:2 für die Berner!

75'

Unglaublich, wie sich das Bild auf dem Platz gewandelt hat. Die YB-Angriffe sind plötzlich nur noch Stückwerk. Gazzetta im Winterthurer Mittelfeld zeigt sogar ein Kabinettstückchen.

73'

Jetzt haben die Winterthurer Lunte gerochen. Die beiden Wechsel haben sichtlich Schwung gebracht.

70'

Ich gebe es zu: Diesen Doppelschlag innert fünf Minuten hätte ich dem FC Winterthur nicht zugetraut. Doch zwei clever gespielte Konter bringen hier noch einmal Spannung!

69'

Jetzt wechselt auch Adi Hütter. Für Thorsten Schick bringt er Michael Frey.

66'

Jetzt überschlagen sich aber die Ereignisse! Wieder kann der agile Schättin auf der rechten Seite durchbrechen. Seine präzise, flache Hereingabe verwertet der eben erst eingewechselte Manuel Sutter eiskalt! Das Spiel ist wieder vollkommen offen.

66'

TOOOOOR FÜR WINTERTHUR! Ausgleich zum 2:2!

65'

Die Reaktion von YB fällt heftig aus. Hoarau kommt nach einem Prellball im Winterthurer Strafraum zum Abschluss, danach verzieht Bertone. Ein Hands, wie es die Berner reklamieren, gab es aber auf keinen Fall.

64'

Dieses Tor fällt vielleicht nicht gerade aus heiterem Himmel, doch überraschend ist es schon, auch wenn die Gäste in den letzten Minuten etwas den Respekt abgelegt haben.

61'

Toller Pass des bisher eher schwach spielenden Roth in die Spitze, wo Silvio allein auf Mvogo losziehen kann. Der Brasilianer bleibt cool und überlistet den YB-Goalie mit einem Lob. Super gemacht!

61'

Tooooor!!! Der FC Winterthur verkürzt auf 1:2!

59'

Doppelwechsel beim FC Winterthur! Umberto Romano reagiert und bringt Manuel Sutter für Luka Sliskovic und Arxhend Cani für Luca Radice.

57'

Der YB-Anhang fordert vehement einen Penalty! Assalé geht nach einem Zweikampf mit Roth zu Boden, Schiedsrichter Sébastien Pache gibt aber Abstoss.

55'

Riesenchance für Karim Gazzetta! Sliskovic legt einen Querpass von Schättin schön auf den jungen Genfer ab, der seinen Flachschuss aber von Mvogo pariert sieht. Das war die zweite Chance für die Roten, welche diesen Namen auch verdient.

54'

Das Winterthurer Fangrüppchen erwacht nach Di Gregorios Vorstoss auf der rechten Seite. Immerhin holt er den dritten Eckball heraus.

53'

Radice mit einem Schuss vom Strafraumeck. Marke: Harmlos.

51'

Uff, um ein Haar wäre das ein Eigentor Schättins geworden! Die Flanke Schicks ist eigentlich auf Nuhu getimt, Schättin geht dazwischen und "verfehlt" das Tor knapp.

50'

Der wendige Assalé kommt knapp vor dem Strafraum zu Fall. Katz, der den Ivorer gelegt hat, sieht die gelbe Karte. Schick hat sich den Ball gelegt...

49'

Deckel drauf und das Spiel abhaken - das scheint die Devise für YB in diesen Anfangsminuten der zweiten Halbzeit zu sein. Hoarau schliesst mit seinem schwächeren linken Fuss ab, verfehlt das Ziel aber vom Penaltypunkt aus.

48'

Schöner Pass von Bertone auf Schick, der kommt aber nicht ganz durch. Schättin klärt zum x-ten Eckball für YB.

47'

Nach einem Ravet-Eckball ist es erneut Lecjaks, der sein Glück mit einem Weitschuss versucht. Er trifft den Ball gut, dennoch kann Minder abwehren.

46'

Die zweite Halbzeit läuft!

Pause

Es ist nicht das Spiel, das man sich aus Winterthurer Perspektive gewünscht hat. Die Vorgabe, YB so lange wie möglich anrennen zu lassen, ohne dass die Berner dabei ein Tor erzielen, ist nicht umgesetzt worden. Viel zu viele Ballverluste im Spielaufbau verhinderten ausserdem, dass man sich selbst offensiv entfalten konnte. YB hatte so leichtes Spiel: Guillaume Hoarau und Leonardo Bertone bescheren dem Heimteam mit ihren Toren eine Pause, in der ihr Trainer wohl kaum Kritik üben wird. Der einzige Punkt, den Adi Hütter beanstanden könnte, wäre wohl die mangelnde Chancenverwertung.

Pausenpfiff

Dann ist Pause. YB führt im Stade de Suisse gegen den FC Winterthur mit 2:0.

44'

Und dann taucht plötzlich Schättin im Berner Strafraum auf! Die Nummer 3 der Winterthurer nimmt Mass, findet seinen Meister aber in Yvon Mvogo, der den harten Schuss abwehren kann. Immerhin, wir notieren eine Torchance für die Gäste!

43'

Das Drehbuch verläuft leider bisher den Erwartungen entsprechend. YB führt verdient, das zeigt auch ein Blick auf die Eckball-Statistik, welche die Berner 8:1 anführen.

39'

Tooooor!!! 2:0 für YB! Leonardo Bertone versenkt den Freistoss direkt in der linken, hohen Ecke. Keine Chance für Minder, ein Prachtstreffer!

38'

Roger Assalé macht mit einem kraftvollen Spurt über das halbe Feld klar, warum er der nächste Publikumsliebling der YB-Fans ist. Das gibt Freistoss aus einer gefährlichen Position...

37'

Gefährlich, gefährlich! Katz spielt als letzter Mann Katz und Maus mit keinem geringeren als Guillaume Hoarau. Lausiges Wortspiel, gute Aktion, der Torschütze zum 1:0 trabt diesmal ins Leere.

36'

Winterthur ist kaum einmal im Ballbesitz. Silvio erhält im Sturmzentrum deshalb überhaupt keine Bälle, die er irgendwie gewinnbringend weiterverwerten könnte. Der Brasilianer ist wirklich nicht zu beneiden.

34'

Scott Sutters Einwürfe sind nicht umsonst gefürchtet! Der Aussenverteidiger erreicht den aufgerückten Lecjaks, der voll durchzieht. Der Ball geht knapp übers Tor.

33'

Bertone liegt kurz am Boden, nachdem sein eigener Schuss gegen ihn zurückgeprallt ist. Der YB-Mittelfeldspieler kann aber weitermachen.

31'

Die eigentlich schwache Flanke des Tschechen kann Schuler klären, über Umwege kommt der Ball aber zu Schick. Der kann aber nicht reüssieren. Assalé, der vor Minder lauerte, stand ohnehin im Offside.

29'

Captain Patrik Schuler bringt an der linken Seitenlinie Scott Sutter zu Fall. Das gibt Freistoss für YB, Jan Lecjaks führt aus.

26'

Endlich ist es dem FCW gelungen, etwas Ruhe ins Spiel zu bringen, die Anfangsoffensive der Gastgeber ist vorerst vorbei. Sliskovic kommt an der Strafraumgrenze an den Ball, dieser springt aber kurz vor der Schussabgabe noch auf, sodass der Ball ins Niemandsland segelt.

24'

Schättin wird aus dem Offside zurückgepfiffen. Der junge Aussenverteidiger ist etwas zu früh gestartet.

21'

Minder vertritt als Cup-Goalie heute übrigens David von Ballmoos. Für die YB-Leihgabe wäre dieses Spiel wohl noch etwas spezieller gewesen als für seine Teamkollegen.

19'

Die Winterthurer verlieren die Bälle zu leicht beim Versuch, sauber hinten herauszuspielen. Schick nimmt Radice den Ball ab, der über Hoarau und Assalé zu Ravet gelangt. Dessen abgelenkten Schuss kann Minder gerade noch über den Kasten lenken.

17'

Nun ist die Reihe an Assalé, dessen Schuss auf dem glitschigen Kunstrasen für Minder gefährlich wird. Den Abpraller nach vorne kann aber ein Winterthurer Verteidiger übernehmen.

16'

Das war Hoaraus Geschoss! Der Franzose kommt an der Strafraumgrenze an den Ball und hat Zeit, Minder zu einer Flugparade zu zwingen. Tolle Aktion des Winterthurer Keepers und des YB-Angreifers.

14'

Winterthur versucht zu reagieren und greift über die Seiten an. Die Eulachstädter spielen ein variables System. Die Aussenverteidiger Di Gregorio und Schättin schalten sich in die Offensive ein, wenn der Ball in Winterthurer Besitz ist. Ansonsten ziehen sie sich in die Fünferabwehr zurück.

12'

Das ist natürlich das Worst-Case-Szenario für den FC Winterthur, der dem oberklassigen Gegner eigentlich so lange wie möglich trotzen wollte.

8'

Toooor!!! YB geht durch Guillaume Hoarau 1:0 in Führung! Der Franzose braucht nur noch einzuschieben, nachdem ihn Schick mit einem Querpass bedient hat. Vorangegangen war der Aktion ein unglücklicher Ballverlust des jungen Aussenverteidigers Julian Roth. Schlitzohr Yoric Ravet kam darauf zum Schuss, Minder konnte nur zu Schick abwehren.

7'

Der Nächste, der sich versucht, ist Thorsten Schick. Der Österreicher darf von halbrechts ungehindert abziehen, er zielt aber genau auf Minder.

4'

Hoaraus Kopfball nach einem weiteren Eckball landet auf dem Tordach. YB möchte hier so schnell wie möglich einen Treffer erzielen.

4'

Nach dem Eckball kommt der Ball zu Bertone, dessen Abschluss aber im Gewirr der Beine im Fünfmeterraum hängen bleibt.

3'

Eigentlich wollte Winterthur-Trainer Umberto Romano gefährliche Flanken von der Seite ja verhindern. Schick allerdings bringt den Ball ein erstes Mal gefährlich in den Strafraum. Ein Glück, dass Hoarau und Ravet verpassen. Ravet kommt aber gleich noch einmal an den Ball, seinen tückischen Aufsetzer lenkt Minder in den Corner.

1'

Winterthur wagt sich erstmals in die gegnerische Hälfte. Luca Radice treibt den Ball durch das Mittelfeld, sein Schuss wird dann aber geblockt.

Anpfiff

Los geht's, das Spiel läuft!

Vor dem Spiel

Noch gut fünf Minuten dauert es bis Spielbeginn. Das Stadion ist in den beiden Fankurven ansehnlich gefüllt, ansonsten aber herrscht ziemliche Leere. Hoffen wir, dass diejenigen, die trotz Nieselregen gekommen sind, gut entschädigt werden.

Aufstellungen

Die Aufstellungen sind bekannt:

YB: Mvogo; Lecjaks, Von Bergen, Nuhu, Sutter; Schick, Zakaria, Bertone, Ravet; Assalé, Hoarau.

Winterthur: Minder; Schättin, Katz, Roth, Di Gregorio; Gazzetta, Mangold, Schuler, Radice; Sliskovic, Silvio.

YB tritt also in Bestbesetzung an, ein Zeichen dafür, wie ernst Trainer Adi Hütter das Spiel und den Gegner nimmt. Der Österreicher möchte unbedingt in den Halbfinal. Verletzt sind Gerndt, Wüthrich und Benito. Nicht im Aufgebot figurieren Sulejmani, Marzino, Mbabu, Gajic und Obexer.

Bei Winterthur sind Daniele Russo, Michel Avanzini, Gianluca D‘Angelo und Kreso Ljubicic angeschlagen oder verletzt und werden nicht spielen. Nicht im Aufgebot sind ausserdem der noch nicht spielberechtigte Neuzugang Gianluca Frontino sowie Nicolas Sutter, Robin Kamber und Rafinha, auf die das Trainergespann Romano/Zuffi freiwillig verzichtet.

Gefährlicher YB-Angriff

Besonders gut im Auge behalten sollten die Eulachstädter Roger Assalé. Der Neuzugang aus der Elfenbeinküste erzielte in zwei Einsätzen für YB in der Meisterschaft bereits drei Treffer. Zusammen mit Guillaume Hoarau und Yoric Ravet bildet der 23-Jährige ein gefährliches Offensivtrio.

Zu den Stärken der drei Angreifer hat Züriost auch Trainer Umberto Romano befragt. Wie er sie zu stoppen gedenkt, verrät er hier.

Der Weg in den Viertelfinal

Im Cup war der Weg für Winterthur – anders als in anderen Jahren – nicht ganz so hart gepflastert. Yverdon-Sport, Stade-Lausanne und Chiasso hiessen die bisherigen Gegner.

YB hatte in der 1. Runde schon einmal einen Winterthurer Gegner. Der SC Veltheim wurde auf der Schützenwiese klar und deutlich mit 6:0 besiegt. Neben dem FC Bazenheid (2. Runde) musste im Achtelfinal auch GC erkennen, dass gegen die geballte Offensivpower der Berner kein Kraut gewachsen ist. Die Stadtzürcher gingen gleich mit 0:5 unter. Winterthur ist also gewarnt.

Ausgangslage

Besorgniserregend war gegen Schaffhausen nicht einmal unbedingt die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise, wie sie zustande kam. Die Winterthurer ergaben sich ihrem Schicksal und zeigten insgesamt zu wenig, um ein positiveres Resultat herbeizuführen.

Ausgangslage

Für Winterthur wäre ein Sieg in der gegenwärtigen Lage, in der man sich befindet, eine ziemliche Sensation. In der Challenge League steht auch nach der Entlassung von Sven Christ nicht alles zum Besten. Zwar konnte das Team am Montag vor einer Woche den FC Wohlen besiegen und damit endlich wieder einmal Punkte einfahren. Gegen den ebenfalls im Abstiegssumpf steckenden FC Schaffhausen aber gab es am Samstag eine 1:2-Pleite. Nach Verlustpunkten sind die Schaffhauser und damit auch der Abstiegsplatz nur noch einen Punkt entfernt.

Ausgangslage

Die Berner, selbst sechsfacher Cupsieger, wollen nach 30 Jahren Titellosigkeit wieder einmal einen Pokal in die Höhe stemmen. Weil in der Meisterschaft der FC Basel mit 17 Punkten Vorsprung an der Spitze einsame Kreise zieht, böte der Cup die beste Gelegenheit dazu. Letztmals stiessen die Young Boys 2009 bis in den Final vor, verloren dort aber nach 2:0-Führung 2:3 gegen den FC Sion.

Rückblick

Das gelang 2011 bereits einmal. Schauplatz war damals allerdings die Schützenwiese. Winterthur setzte sich nach Penaltyschiessen und einem 1:1 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung durch. Zum Matchwinner avancierte Goalie Christian Leite, der die Elfmeter von Farnerud, Ojala und Mayuka parierte.

Der langjährige Winterthurer Publikumsliebling Patrick Bengondo war vor der finalen Ausmarchung für die Führung besorgt gewesen, die David Degen ausglich. Der damalige Trainer der Berner ist kein Unbekannter: Christian Gross wird sich wohl noch heute nachdenklich über die Glatze streichen, wenn er an die Partie denkt, die seinen Abgang nach nur 10 Monaten im Amt wohl mitbegünstigte.

Die Highlights des letzten Cup-Aufeinandertreffens von Winterthur und YB. (Quelle: Youtube)

Vor dem Spiel

Widmen wir uns nun dem Sportlichen: Zum ersten Mal seit 2012 hat es der FC Winterthur wieder einmal über den Cup-Achtelfinal hinaus geschafft. Damals kam das Aus gar erst im Halbfinal gegen den FC Basel (1:2). Diese Runde will das Team von Umberto Romano und Dario Zuffi auch heuer erreichen, doch müsste dafür ein anderes Schwergewicht des Schweizer Fussballs eliminiert werden: YB.

18.55 Uhr

Die Fans des FC Winterthur haben sich im Stade de Suisse eingefunden. Den Weg vom Bahnhof Wankdorf bis zum Stadion legten sie natürlich nicht schweigend zurück. Schade, dass es scheinbar nicht ohne Feuerwerk geht...

18.00 Uhr

So, der Zug trifft in Bern ein. Einstweilen verabschiede ich mich und melde mich dann zeitnah aus dem Stade de Suisse wieder. Zur Erinnerung: Die Partie beginnt um 19.30 Uhr. «Vorwärts, Winterthur!»

17.53 Uhr

Den klassischen Fanschal des FC Winterthur gibt es für 10 Franken. Im Bild Simon, der das Material (auch Feuerzeuge und Sticker werden angeboten) für den Fanrat, der auch den Extrazug organisiert hat, verkauft.

17.51 Uhr

«Und ich denke schon wieder nur an dich!» So tönt es nicht von einem klassischen Schlagerfreund, sondern von einem eingefleischten Fussballfan. Fast unnötig zu erklären, dass der Ausruf nicht an eine Frau, sondern an den FC Winterthur gerichtet ist. Die Fans haben sich langsam wirklich eingeschwört auf das Spiel. Wer noch Fan-Artikel besorgen will, kann dies tun. Allerdings waren die 150 eigens für das Spiel angefertigten Schals innert 20 Minuten ausverkauft, wie mir Simon vom Fanrat sagt. Dann müssen wir uns wohl mit diesem Bild zufrieden geben.

Keine Angst, im Extrazug geht es äusserst friedlich zu und her.

17.44 Uhr

Bei einem Besuch im «Hospitality-Sektor» des Zuges stelle ich fest: Tatsächlich ist der Biervorrat gross. 1200 Halbliterdosen, bestätigt mir der Verkäufer vom Fanrat, seien für Hin- und Rückfahrt besorgt worden. Der Verkauf laufe gut. «Zum Glück! Je mehr wir an den Mann und die Frau bringen, desto weniger müssen wir am Ende des Abends wieder heimtragen.» Natürlich werden auch nicht-alkoholische Getränke angeboten.

 

17.40 Uhr

Wir nähern uns jetzt doch recht rasch dem Bahnhof Bern-Wankdorf. Ein kleiner Rundgang durch den Zug zeigt die Platzverhältnisse: gut gefüllt, aber nicht übervoll.

17.22 Uhr

Hallo Berner, hört ihr uns?

17.20 Uhr

Winti-Geschäftsführer Andreas Mösli verlieh im Vorfeld der Partie seinem Bedauern Ausdruck, dass nicht auf der Schützenwiese gespielt wird. Nicht nur wegen des Charmes, den das Stadion versprüht und den finanziellen Einnahmen, die dem FCW entgehen, sondern auch wegen des vermuteten Zuschaueraufkommens in Bern. 10‘000 Fans werden das Stade de Suisse nur halb füllen, während die Schützi aus allen Nähten geplatzt wäre. Ist der FC Winterthur ein gefährdetes Kulturgut? Diskutiert mit!

(Quelle: Facebook)

17.13 Uhr

So voll, wie der FC Winterthur es angekündigt hatte (siehe erster Eintrag des Tickers) ist der Zug übrigens beileibe nicht. Ich habe es mir in einem leeren Abteil bequem gemacht und habe freien Blick auf die Aare, die gerade vorbeizieht.

17.08 Uhr

Mittlerweile haben wir Aarau passiert und bewegen uns Richtung Olten. Ich hoffe schwer, dass der Akku meines Laptops nicht schon vor Bern schlapp macht. Dass für Extrazüge Formationen verwendet werden, in denen die Stromversorgung nicht gewährleistet ist, hatte ich nicht bedacht. Ob ich der Zeitschätzung des Dings trauen kann? Mit einer Stunde und 12 Minuten Restzeit sollte ich eigentlich durchkommen.

17.03 Uhr

Die Stimmung im Zug wird immer besser. Zufall ist das nicht, denn das Bier fliesst in Strömen. Eine vierstellige Anzahl an Halbliterdosen, so das Gerücht im Zug, sei mit an Bord. Na dann, Prost!

Ein Bier, das leider nicht mir gehört. Oder zum Glück? Wer Bier trinkt, das nicht aus Winterthur ist, hat im Extrazug einen schweren Stand.

16.58 Uhr

Luca ist übrigens der Meinung, dass sich Winterthur bisher in der Meisterschaft unter Wert geschlagen hat. Er muss es wissen, ist er doch häufig auf der Schützenwiese anzutreffen.

16.53 Uhr

Wie bitte? Ein YB-Fan im Extrazug des FC Winterthur? Wie ist denn das bitte schön möglich? Ganz einfach: Luca, der das YB-Shirt trägt, wohnt seit zweieinhalb Jahren in Winterthur, wo er Kollege Röme kennen gelernt hat.

Die beiden «bäumigen» Typen und ihre ebenso freundlichen Begleiter laden mich kurzerhand auf ein Bier ein, was ich natürlich dankend ablehne, schliesslich bin ich zum Arbeiten hier. Wie auch immer: Von ihnen erfahre ich nicht nur, dass Luca als Exil-Berner Winterthur ebenso ins Herz geschlossen hat, natürlich aber trotzdem «Gäub-Schwarz» die Daumen drückt, sondern auch andere, sehr nützliche Dinge. Wer hätte gedacht, dass die Winterthurer die einzigen im ganzen Land sind, welche Schrebergärten als «Pünt» bezeichnen?

16.30 Uhr

Das ist doch der perfekte Zeitpunkt für eine Umfrage. Wer glaubt an den Coup Winterthurs, in manchen Medien auch reisserisch als das zweite «Wunder von Bern» betitelt?

 
16.26 Uhr

Was läuft eigentlich in Bern? YB hat einen Traum, jenen vom Cupsieg, 30 Jahre nach dem letzten im Jahr 1987. Na ja, vielleicht platzt er ja schon heute...

(Quelle: Twitter)

16.23 Uhr

Die fleissigen SBB-Kontrolleure haben sich bis Zürich Zeit gelassen, doch jetzt prüfen sie, ob auch alle brav ihr Billett gelöst haben. In Kombination mit dem Matchticket konnte der FC Winterthur den Fans einen guten Preis machen. 64 Franken ist der maximale Preis für Zug und Matchbesuch.

16.19 Uhr

Rolf und Jan gehen mit einem guten Gefühl nach Bern. «Wir hoffen auf einen knappen Sieg von Winti. In der Verlängerung oder im Penaltyschiessen», sagen sie. Während Jan sich bereits kurz nach der Auslosung entschieden hat, das Spiel zu besuchen, war es bei Rolf ein Spontanentscheid.

Rolf (links) und Jan sind im Extrazug dabei.

Etwas Angst vor Guillaume Hoarau, sagt Jan, habe er schon. Der YB-Stürmer hat in der Super League bisher 16 Treffer auf dem Konto. Aus dem Abteil gegenüber ist Skepsis zu vernehmen. «Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie Winterthur in Bern gewinnen sollte», heisst es da.

16.06 Uhr

Als Journi in einen Fan-Extrazug sitzen? Was andernorts vielleicht ein Problem gewesen wäre, war hier mit einem schnellen Telefonat erledigt. Winti-Geschäftsführer Andreas Mösli zeigte sich aufgeschlossen und nahm mich kurzerhand auf die Liste.

15.52 Uhr

Wir fahren! Der Zug hat den Bahnhof pünktlich verlassen und alle haben sich einen Sitzplatz ergattert. Die Fans konnten sich aussuchen, ob sie in einem Raucher- oder Nichtraucherwagen sitzen wollen. Hier noch ein paar Bilder vom Bahnhof:

14.00 Uhr

Hallo liebe Freunde des gepflegten Fussballs! Wir machen heute einen Ausflug nach Bern und hoffen auf einen Coup des FC Winterthur. Die wackeren Challenge-Ligisten nehmen es ab 19.30 Uhr im Cup-Viertelfinal mit YB auf – mit dabei sind auch 800 bis 1000 Fans aus der Eulachstadt. Ich mache den ganzen Spass mit und versorge die Daheimgebliebenen nicht nur mit allen Infos zum Spiel, sondern auch mit Impressionen aus dem Extrazug, der Winterthur um 15.50 Uhr verlässt und um 18 Uhr in Bern Wankdorf einfährt.

Vorab schon mal eine Info für Kurzentschlossene: Schnelles Handeln ist angesagt!

Autor: Christian
Zürcher

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