Kunstanlass im Hotel Wartmann

Das «Goldene Zahnbürstchen» für den kreativsten Künstler

Im Winterthurer Hotel Wartmann stellten 30 Kunstschaffende ihre Werke aus. Mehrere hundert Besucher liessen sich diese spezielle Ausstellung nicht entgehen. Auf den Künstler mit dem am originellsten inszenierten Zimmer wartete ein Preis.

von
Tina
Schöni
Uhr

30 Künstlerinnen und Künstler residierten am Wochenende zwei Tage lang im Hotel Wartmann direkt am Bahnhof Winterthur. Die Kunsthistorikerin Lucia Angela Cavegn und Szenografin Anita Bättig organisierten dort erstmals das Kunstprojekt «Morgenstund hat Kunst im Mund».

«Nur Nägel einschlagen, das durften sie nicht.»
(Lucia Angela Cavegn)

Die Kunstschaffenden waren eingeladen, ihre Werke in ein oder zwei Koffer zu packen und sie in ihren Hotelzimmern möglichst originell auszustellen. Kunst in der Badewanne, auf dem Bett oder im Schrank – der Kreativität waren kaum Grenzen gesetzt. «Nur Nägel einschlagen, das durften sie nicht», so Lucia Angela Cavegn.

Im Kontakt mit den Kunstschaffenden

Während der Zimmerstunden am Samstagabend und Sonntagvormittag standen die Räumlichkeiten auf den zwei Etagen des Hotels für Besucher offen. Mehrere hundert Personen liessen sich das nicht entgehen. Besonders am Sonntag sei der Besucheranstrum gross gewesen, wie Lucia Angela Cavegn verlauten liess.

Künstler Alex Zwalen wurde von der Jury mit dem «Goldenen Zahnbürstchen» ausgezeichnet. (Foto: Lucia Angela Cavegn)

Die Gäste hatten beim Rundgang auch die Gelegenheit, den Künstlern Fragen zu stellen oder eines ihrer Werke zu erwerben. «Insgesamt haben wir etwa drei Dutzend Werke verkauft», so die Kuratorin. Diese wurden in einer Preisspanne von 10 Franken bis 650 Franken verkauft.

Mit dem perfekten Koffer angereist

Anlässlich dieses Kunstanlasses wurde auch ein Preis verliehen. Alex Zwalen wurde am Sonntag mit dem «Goldenen Zahnbürstchen» von der dreiköpfigen Jury – bestehend aus Rolf Wartmann, Anita Bättig und Lucia Angela Cavegn – ausgezeichnet. Das Zimmer des Künstlers war am originellsten inszeniert. Lucia Angela Cavegn sagt: «Wir waren uns rasch einig. Er reiste sozusagen mit dem perfekten Koffer an, brachte ein lebendes Modell mit, verwandelte das Hotelzimmer in ein Atelier und malte während der Öffnungszeiten.»

Ob der Anlass auch nächstes Jahr wieder stattfinden wird, ist noch nicht bekannt. Die Chancen dafür stehen aber gut, so die Winterthurer Kunsthistorikerin.

Autor: Tina
Schöni

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