Über 100‘000 Besucher

Das 47. Albanifest – eines der erfolgreichsten aller Zeiten

Die Winterthurer Altstadt verwandelte sich einmal mehr in eine friedliche Festhütte. Züriost stellte in diesem Artikel die Besucher, Standbetreiber und das OK in den Mittelpunkt und liess sie die Geschehnisse am Albanifest einordnen.

von
Redaktion
Züriost
Uhr

Es sind Bestnoten, die das 47. Albanifest erhält. Es war einer der erfolgreichsten Winterthurer Stadtfester in seiner bisherigen Geschichte. Über 100‘000 Gäste feierten in der Altstadt friedlich und ohne grossen Zwischenfälle. Das Albanifest-OK und die Winterthurer Blaulichtorganisationen ziehen eine positive Bilanz, die bei der Grösse des Anlasses keine Selbstverständlichkeit ist.

Die Zahlen zum Albanifest 2018

  • Festmeile auf 215'000 Quadratmeter
  • Über 100'000 Besucher
  • 155 Verkaufsstände
  • 96 Festwirtschaften und Boulevard-Restaurants
  • 81 Patienten durch Rettungsdienst behandelt.
  • Rund 70 Vereine wirkten mit
  • 55 Live-Bands, 30 regionale DJ’s
  • 50 Spiel- und Schiessbuden
  • 30 Fahrgeschäfte
  • Alle Bilder, Videos und Artikel zum Albanifest gibt es hier >>

OK-Präsident Daniel Frei hält fest, dass auch der Umsatz in den Vereinskassen stimmen werde. Aufgrund der hohen Besucherzahl hatten einzelne Stände schon am Freitag um Mitternacht ihre Reserven aufgebraucht. Getränke und Lebensmittel konnten daraufhin problemlos nachbestellt werden.

Stolz ist Frei auf den Schwung, den die vier neuen OK-Mitglieder mitgebracht haben. «Wir haben einen sensationellen Teamspirit gehabt. Auch in hektischen Zeiten bot jeder seine Hilfe an.» Der OK-Präsident schwärmt auch, wie friedlich die multikulturelle Gesellschaft in der Altstadt feierte:

Im Newsticker berichtete die Züriost-Redaktion drei Tage lang vom Albanifest. Wie Standbetreiber und Besucher das Fest erlebten, können Sie hier nachlesen:

Ticker

Jovica Lazarevic ist zufrieden, wie viel Umsatz das serbische Folklorenensemble Kud Zavicaj mit seinem Festzelt am Albanifest gemacht hat. Der Gewinn reiche aus, um neue Trachten für Choreographien zu kaufen oder um Reisen an Festivals zu ermöglichen, sagt der Vereinspräsident.

Der Pluspunkt von Kud Zavicaj: In der Schweiz gibt es 20 serbische Folklorenensembles, die sich untereinander gut kennen, gemeinsam an Schweizer Meisterschaften und Europameisterschaften antreten und an Festivals einander aushelfen. In den beiden Partynächten sorgten die Bekannten deshalb für den nötigen Umsatz.

Ein schöner Schlusspunkt

An den Kräften zehrt der Einsatz am Albanifest nicht, wie Lazarevic versichert. Man habe die Helfer aus über 120 Familien, die dem Winterthurer Verein angehören, schön verteilt über die drei Tage einsetzen können. «So haben wir im Service immer eine positive Energie ausgestrahlt», sagt Lazarevic nicht ohne Stolz.

Diese Aussage ist ein schöner Schlusspunkt in unserer Berichterstattung vor Ort.
Alle Bilder, Videos und Artikel gibt es hier >>

Sonntag

Der Blick ins Fundbüro hat sich nicht gelohnt, wobei «no News» in diesem Fall «good News» sind. Obwohl über 100‘000 Besucher das Fest besuchten, gingen so wenige Portemonnaies und Smartphones verloren wie selten zuvor. Der witzigste Fundgegenstand ist eine E-Zigarette, die von ihrer Besitzerin oder ihrem Besitzer noch nicht abgeholt wurde.

Auch im Fundbüro hätten Eltern ihre Kinder abholen können. Glücklicherweise mussten fast keine vermissten Kinder auf dem Festgelände ausgerufen werden.

Sonntag

Einfach nur schnüsig: Die Darbietung der Catwalk Dancers hat manchen Zuschauern ein «Jöööö» entlockt. Auch die Eltern waren leidenschaftlich mit dabei, wie das Video zeigt:

Kein Albanifest ohne Hexen-Kaffee (mit Appenzeller und Rahm) – die Brüder Jean-Claude und André Hirzel haben mit dem Zelt der Lindenberg Hexen seit Jahren einen fixen Treffpunkt für den Familienausflug am Sonntag.

Vereine sollen kooperieren

Jean-Claude stattete dem bunten Treiben bereits am Freitagabend einen Besuch ab und genoss einen Männerausgang. Ihm wird in bester Erinnerung bleiben, dass er auf Freunde traf, die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Purer Zufall im Getümmel von 10‘000 Menschen? «Nein, nicht wenn alle gerne Hardrock hören. Dann triffst du dich zwangsläufig im Zelt», sagt Jean-Claude.

12 Jahre lang lud André selber in eine Festwirtschaft am Albanifest. Weil die Helfer ausgingen, wurde der Betrieb eingestellt. Ein Problem, das auch andere Vereine kennen. «Die Vereine sollten mehr zusammenarbeiten», schlägt er vor.

Sonntag

Festlaune pur:  Das neuformierte OK des 47. Albanifests zieht am Sonntagnachmittag um 15 Uhr eine sehr positive Bilanz. Über 100'000 Gäste feierten in der Altstadt friedlich und ohne grossen Zwischenfälle. OK-Präsident Daniel Frei spricht sogar von einem der erfolgreichsten Stadtfester aller Zeiten.

Sehr positiv sei die neue Ausirchtung mit verschiedenen Musikstilen auf der Albani-Bühne vom Publikum aufgenommen worden. Deutlich mehr Besucher als in den Vorjahren nutzten die Möglichkeit am Garnmarkt. Neben 14 Livebands traten nach Mitternacht erstmals DJ's auf.

Gottesdienst mit 500 Personen

Als «voller Erfolg» werten die Organisatoren einmal mehr den Festgottesdienst im Lindengutpark. Rund 500 Personen von verschiedenen Winterthurer Kirchen feierten gemeinsam zum Thema «Feuer und Flamme sein» und zum Abschluss nahmen sie gemeinsam das traditionelle Abendmal ein.

Sonntag

Umso mehr Personen man bittet, ein Fazit zu ziehen, umso unterschiedlicher fallen diese aus. Stephan Kühni beispielsweise findet, dass zu viel parallel zum Albanifest los war. Er nennt das Openair St. Gallen und die Fussball-WM als Konkurrenz. «Es wäre zwar gegen die Tradition gewesen, aber vielleicht wären noch mehr Besucher gekommen, wenn das Fest eine Woche früher stattgefunden hätte.»

Kühni verkauft seit 2011 die Albanifest-Lose mit attraktiven Hauptpreisen. Die Vorfreude auf die drei Tage sei jeweils gross, denn er kenne mittlerweile viele Standbetreiber und trifft in der Altstadt einige Bekannte an. Das Albanifest begeistere ihn immer wieder wegen den vielseitigen Musikangebot und der Vielfalt an Besuchern.

«Auch kann man verschiedene Gerichte ausprobieren», so Kühni, der überhaupt nicht müde zu sein scheint. Dabei steht er seit Freitag im Einsatz. «Da jeder auf eigene Rechnung arbeitet, kann ich die Pausen selber einteilen.»

Sonntag

Um die 200 Plüschtiere haben die Festbesucher beim Büchsenwerfen neben dem Riesenrad abgeräumt. Mit dem Geschäft sind die Standbetreiber zufrieden, allerdings hätten ihnen die Temperaturen nicht in die Karten gespielt. Die Leute hätten am Nachmittag ein abkühlendes Bad in den Freibädern genossen und seien erst gegen Abend gekommen.

Sonntag

Heinz Diggelmann schaut, dass die Rindshuft-Spiesse auf dem Grill nicht anbrennen. Er ist mit der diesjährigen Ausgabe des Albanifests zufrieden. «Es sind genügend Leute gekommen und das Wetter war sehr gut», bilanziert er. Er geht davon aus, dass sein Stand schwarze Zahlen schreiben wird und bringt noch eine weitere Farbe ins Spiel: «Beim Umsatz ist alles im grünen Bereich.»

Etwas zu kämpfen hat Diggelmann mit der Müdigkeit: «Das Aufstehen am Albani ist jeweils mühsam, aber wenn ich im Einsatz stehe und etwas läuft, bin ich hell wach.» Sein Pech: Am Familiensonntag kommt es vermehrt zu flauen Zeiten.

Sonntag

Katrin ist zum zweiten Mal am Albanifest. Heute Sonntag mit den Kindern, am Freitagabend ohne. Dort genoss sie das Fest in der Festwirtschaft Wagenschenke.

 

Die Kleinen schwärmen derweil von der «Crazy Mouse»:

 

Sonntag

Zwei rauschende Partynächte haben die Lindberg Hexen hinter sich. Einige Diskussionen drehen sich an den Tischen derzeit über die Stunden nach Mitternacht. Man lässt die Party Revue passieren. «Wir sind zufrieden. Es war ein friedliches Kommen und Gehen», sagt Patrick Leutengger, der gerade ein Bier ausschenkt.

«Der Schlaf kommt zu kurz»

Die Fasnächtler wissen, wie man feiert – sind aber froh, dass an beiden Tagen um 3 Uhr Schluss war. Leutenegger richtet dem OK ein Kompliment aus, da sie darauf reagiert hätten, dass sich die zusätzliche Stunde am Samstag bis 4 Uhr nicht lohnte.  «Und am Freitag mussten wir nicht wie früher um 2 Uhr Leute rauswerfen.»

Angesprochen auf seinen persönlichen Energiehaushalt sagt Leutenegger: Der Schlaf kommt während des Albanifests immer zu kurz, aber man arbeitet gerne für den Verein.»

Sonntag

Vor dem Zelt des Vereins Pro Ticino Winterthur versammelten sich über die Mittagszeit einige Leute. Der Chor gab ein Ständchen zum Besten:

Am Abschlusstag drängt sich die Frage nach den Einnahmen geradezu auf. Vreni Mettler sagt, dass sich die Standbetreiber von Pro Ticino Winterthur dank dem ausgezeichneten Standort gleich eingangs Stadthausstrasse nie Gedanken über den Umsatz machen müssten.

Mettler wird übrigens erst gegen 1.30 Uhr daheim im Bett sein. Der Abbau nach Festschluss um 22 Uhr dauert auch noch eine Weile und zehrt an den Kräften. «Nach dem Albanifest sind wir jeweils uf de Schnurre», sagt Meltter, die ab Montag zwei Tage frei genommen hat.

Vreni und Romano. (Foto: Mike Gadient)

Sonntag

Für Besucher mit Ausdauer

 

«Wir kommen jedes Jahr für zwei bis drei Stunden, aber vorwiegend am Nachmittag. Da ist die Stimmung am besten», lässt ein älteres Besucherpaar wissen. Am liebsten pilgern sie dann durch die Marktstände.

Ein anderes Paar besucht das Albanifest jeweils ausschliesslich am Samstag- und Sonntagnachmittag. «Da ist es im Vergleich zum Abend noch etwas ruhiger. Es hat nicht ganz so viele Leute», argumentieren sie. Vorwiegend schlendern sie durch die Strassen, geniessen die Vielfalt an Essen und Kulturen.

Sonntag

Sonntagmorgen, 10.30 Uhr: Auf der Albanibühne hat die Wild River Jazzband soeben zu spielen begonnen. Keine Frage: auch heute werden wieder viele Besucher durch die Marktstände schlendern. Jedoch werden das im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen meistens neue Gesichter sein. «Am Sonntag habe ich andere  Pläne», sagte dieser junge Besucher:  

Er sei an den ersten beiden Tagen von 15 bis 22 Uhr am Albanifest anzutreffen gewesen, gab er uns gestern zu Protokoll.

Eine Gruppe Jugendlicher, die sich wegen des Kräftemessens lieber beim Boxkasten aufhält, sah genauso: «Freitags und samstags sind wir jeweils ein paar Stunden am Albanifest. Am Sonntag kommen wir aber nicht nochmals vorbei.»

Sonntag

10‘000 Franken Sachschaden

Auch am Sonntagmorgen und wenige Stunden vor der Bilanzmedienkonferenz dürfen wir festhalten, dass in der Winterthurer Altstadt ein friedliches Fest gefeiert wird. Ausser zahlreichen Diebstählen von Handtaschen, hat die Stadtpolizei bislang kaum nennenswerte Zwischenfälle gemeldet.

Lieferwagen fährt in Anhänger

Diese Ausnahme bestätigt allerdings die Regel: Am Samstag, 11.30 Uhr, meldete die Betreiberin eines Standes am Albanifest, dass sie an ihrem Verkaufsanhänger an der Stadthausstrasse einen Schaden festgestellt habe. Durch die Polizei konnte ermittelt werden, dass am Samstag, zwischen 3.30 Uhr und 4.30 Uhr der Anhänger durch einen Lieferwagenlenker angefahren wurde.

Der Lenker des Lieferwagens konnte ermittelt und zur Anzeige gebracht werden. Es entstand Sachschaden in der Höhe von 10‘000 Franken.

Samstag

Die Tickerer verabschieden sich und stürzen sich ins Getümmel. Noch bis 3 Uhr wird gefeiert.

Morgen tickert Züriost wieder vom Albanifest. Bis dann, schöne Party noch.

 

Für trinkfeste Besucher

 
Samstag

An verschiedenen Orten am Albanifest ist es eng. Vor allem in der Steinberggasse und bei den Schiessbuden an der Stadthausstrasse kommen die Besucher nur langsam vorwärts.

Neuralgische Staustellen gibt es am Albanifest jedoch nicht, wie OK-Präsident Daniel Frei gegen über Züriost sagte. Bereits in der ersten Planungsphase im Herbst werden die Besucherströme aus dem Vorjahr berücksichtigt. Grundsätzlich stellen die Verantwortlichen Stände und Festwirtschaften so auf, dass die vier Meter breite Rettungsgasse jederzeit frei bleibt. «Wir stellen beispielsweise in der Marktgasse nur auf einer Seite Marktstände auf», so Daniel Frei.

Samstag

Das WM-Fieber hat auch das Albanifest erfasst. In einigen Zelten schauten sich die Besucher die Achtelfinal-Partie Uruguay gegen Portugal an, wie etwa in jenem der IG Pro Kultur Winterthur.

Die Süamerikaner gewannen übrigens mit 2:1.

Samstag

Im «Hard Rock Zelt» ging es am frühen Abend gewohnt rockig zu und her. Die Band Covernoise heizte den Besuchern richtig ein, wie dieses Video beweist:

Am Abend ist ein DJ für harte Töne zuständig.

Samstag

Wie spassig, aber auch irre die Fahrt auf der «Crazy Mouse» ist, beweist folgendes Video:

Samstag

Noch immer herrscht bei den Bahnen viel Betrieb. Die «Crazy Mouse»-Achterbahn ist eine der Hauptattraktionen. Am Eingang hat sich am frühen Abend eine Kolonne gebildet. Das Bild trügt aber. Die Wartezeit beträgt nur etwa 10 Minuten.

Samstag

Neben den vielen Chilbi-Bahnen sind auch die Schiessbuden bei den Jugendlichen sehr beliebt. Redaktorin Tina Schöni versuchte sich im Schweinereiten-Spiel und forderte ihre jüngere Gegnerschaft heraus. Wie sie abgeschnitten hat, ist im Video zu sehen:

Knapp gescheitert! Die Nummer 4 war ein wenig schneller. Die zwei Nicht-Treffer gegen den Schluss machten den Unterschied zu Ungunsten von Tina Schöni aus. Schade.

Samstag

Die Chilbi-Bahnen am Albanifest sind beliebt - besonders bei den Jugendlichen. Eine Fahrt mit dem «Spintower» oder dem «Burner» kostet 10 Franken. Zu viel für sie?

«Das ist schon ziemlich teuer. Sechs oder sieben Franken wären meiner Meinung nach hier angemessen. Man darf schliesslich nicht vergessen, dass vor allem Jugendliche auf Bahnen gehen», sagt eine junge Albanifest-Besucherin.

Gleicher Meinung sind auch zwei andere Mädchen. Sie genossen eine Fahrt auf dem «Burner» auf dem Museumsplatz. «Das war ein cooler Adrenalinkick. Ich hatte immer Angst, dass ich runterfalle», erzählt sie. Für die Chilbi-Attraktion hätte sie aber lieber sechs Franken bezahlt. «Zehn Franken sind zuviel.»

«Der Spintower ist nicht günstig, das stimmt. Aber es ist schwer zu sagen, welcher Preis hier angebracht wäre. Schliesslich kosten Auf- und Abbau der Bahn auch Zeit und Geld», so ein Vater, der mit seiner Tochter den freien Fall genoss.

Was zwei Schausteller zu den Chilbi-Preisen zu sagen haben, finden Sie hier.

Samstag

Die jungen Besucher am Chinder-Albani haben ihren Spass. Im Video halten sie ihre Eindrücke fest:

Samstag

Albanus und das UBS-Maskottchen Topsy mischten sich von 15 bis 16 Uhr am Chinder-Albani unter die Leute. Den Temperaturen entsprechend verteilten sie Wasserflaschen, Schleckware und einige Spiele. Auch morgen Sonntag sind die beiden am gleichen Ort wieder unterwegs – und zwar von 14 bis 15 Uhr.

 

Samstag

Der Fallturm ist eines der grössten Highlights des Albanifests. Gerne hätte der Schreibende noch mehr gezeigt, doch die Kamera hatte so ihre Mühe mit dem Tempo :-)

 

Video: Christian Saggese
Samstag

Langsam füllen sich die Gassen von Winterthur. Bei manchen Besuchern ist noch der «Kater» des Vorabends erkennbar. Ein buntes Treiben herrscht bereits bei der Chilbi.

 

Samstag

Nebst den Essensständen und Bahnen bietet das Albanifest auch ein vielseitiges musikalisches Rahmenprogramm.

 

Wer heute auf der Albani-Bühne auf dem Garnmarkt spielt? Um 16 Uhr die Newcomer-Indieband Michael Sun, begleitet von den charmanten MACY Dancers.

 

 

Funk, Rock und Reggae bieten Murphy’s Law, die um 19 Uhr spielen.

 

 

Ein breites Feld zwischen Electronica und Rock, Indie-Pop und Techno bieten Smooth Attack ab 21 Uhr.

 

 

Danach legen noch verschiedene DJs auf bis 3 Uhr. Lasst also die Tanzbeine schwingen!

 

 

Samstag

Für Albanifest-Liebhaber kaum zu glauben: Ihr Jahreshöhepunkt wird von einigen Winterthurern tatsächlich gemieden. Die Menschenansammlung in der Altstadt ist nicht jedermanns Sache. Züriost hat sich gestern ein Bad in der Menschenmenge gegönnt.

 

Video: Simon Grässle

 

Samstag

Das Albanifest wird am zweiten Tag noch heisser. Und zwar steht uns ein Hitzetag bevor. Aktuelle Wetterprognosen sprechen von Temperaturen bis zu 30 Grad, auch abends.

Wir werden euch auch heute in diesem Ticker über alle wichtigen News rund um das Stadtfest auf dem Laufenden halten und so manches Schmankerl präsentieren.

Samstag

Trendgetränk gespritzter Weisswein

Der Federweisse Winterthurer Stadtwein kommt an – auch am Albanifest. «Der weisse Albani-Festwein wird tatsächlich knapp», sagt OK-Präsident Daniel Frei nach dem ersten Abend gegenüber dem «Landboten».

Grund Sorge besteht aber nicht, denn es wird in den Festwirtschaften trotz des Engpasses beim Festwein weiterhin Weisswein geben. Demnach können auch heute Samstag wieder zahlreiche gespritzte Weissweine – offenbar ein Trendgetränk dieses Sommers – über die Theke gehen.  

Samstag

Na, auch bis 3 Uhr durchgefeiert? Dass das Albanifest jeweils am Freitag und am Samstag um 3 Uhr endet, ist neu. «Wir haben diese Anpassung schon länger ins Auge gefasst, weil am Freitagabend, wenn die Winterthurer feiern, der Festschluss um 2 Uhr zu früh war», sagt OK-Präsident Daniel Frei im Züriost-Interview.

Dafür bringe die Stunde am Samstag von 3 bis 4 Uhr nicht mehr viel. «So haben wir uns in den letzten beiden Jahren bei allen Beteiligten umgehört und die Rückmeldung war eindeutig. Festschluss jeweils um 3 Uhr.»

Die Bilder vom Albanifest-Freitag:

Samstag

Einigen Besuchern vom Freitagabend sind diese Betonelemente aufgefallen:

Der Hintergrund: Aufgrund der vermehrten Terrorangriffe an Grossanlässen in Europa, sind auch Schweizer Veranstalter wachsamer und vorsichtiger. So sind vermehrt Betonelemente an den Eingängen zu Grossanlässen zu sehen. Zum ersten Mal seit 47 Jahren stellen nun auch die Organisatoren des Albanifestes in Winterthur solche Elemente auf. «Sie sind Bestandteil und das einzige sichtbare Element unseres neuen Sicherheitskonzepts», sagt OK-Präsident Daniel Frei gegenüber Top Online.  

Freitag

«Hielo» heisst die Band aus Schaffhausen, der während einer Dreiviertelstunde die Bühne inmitten des Festgeländes gehört. Die vier Jungs machen ordentlich Stimmung. Besonders Anklang findet ihre Interpretation des Hits «Take on me» von a-ha. Mit einer ordentlichen Portion Rock und Ska-Elementen reisst der Song noch viel mehr mit. Klar, dass er auch bei der Zugabe noch einmal zum Besten gegeben wird.

 

Freitag

Piotr Aliev ist etwas bilderscheu und will nicht aufs Foto. Der 26-Jährige ist im Festbetrieb des Squash Centers gelandet. Später will er aber unbedingt noch das Musikprogramm auf der Bühne verfolgen. Neuerdings hat im Line-Up auch Reggae seinen Platz. «Nicht unbedingt mein Geschmack, aber warum nicht?», lacht der Winterthurer mit russischen Wurzeln.

Gute Stimmung im Squash-Zelt

Freitag

Mirjam Neuhauser hat es erst zum zweiten Mal ans Albanifest geschafft. Bereut hat sie es nicht. Vielleicht liegt das aber auch einfach an der Anwesenheit ihrer Begleitung Patrick Kasiana. Der Embracher macht sich praktisch jedes Jahr auf in die Winterthurer Altstadt. «An einem Tag mindestens», wie er sagt.

Freitag

Dominic und Nicolas Pfenninger sind am Albanifest ziemlich oft anzutreffen, auch wenn Nicolas mittlerweile in Luzern wohnt. Die beiden Brüder stehen etwas unschlüssig vor einer Bude. Die nächste Attraktion ist bestimmt nicht weit.

Freitag

Bei der Cevi Winterthur bleibt das Älplermagronen-Angebot diesmal aus. Philippe Gretsch (rechts), der Chef auf Platz, erklärt auch weshalb: «Die Auflagen des Lebensmittelinspektorats werden immer strenger. Wir hätten einen separaten Kühlschrank für die Esswaren aufstellen müssen. Wir arbeiten hier alle auf freiwilliger Basis und können uns höhere Ausgaben nicht mehr leisten

Die gute Laune lassen sich Gretsch und Kollege Raphael Graber aber nicht verderben. Stattdessen fliessen in ihrem Zelt halt einfach Bier und andere Erfrischungsgetränke.

Freitag

Erst ab 40‘000 Franken Umsatz Gewinn

Der Freefall-Tower von Hanspeter Maier, einem der grössten Schausteller der Schweiz, ist erneut eine Attraktion. Den Fahrpreis setzt Maier, seit 43 Jahren Stammgast am Albanifest, je nach Chilbi und Fest zwischen 10 und 15 Franken fest. «Die Chilbi-Preise sind allerdings in den letzten 40 Jahren schweizweit explodiert», sagt Maier.

Platzpreise, Personal und besonders die Anschaffung neuer Fahrgeschäfte würden die Fahrpreise in die Höhe treiben. Früher habe eine neue Bahn 100‘000 Deutsche Mark gekostet – heute seien es mehrere Millionen Franken. «Wenn ich dieses unternehmerische Risiko nehme, dann müssen sich die Investitionskosten irgendwann wieder ausgleichen», sagt Maier.

Er rechnet vor: Mit Platzgeld, Aufbau, Strom und Personal habe er erstmal nur Kosten. «Ich brauche rund 40‘000 Franken Umsatz am Albanifest, bis ich den ersten Franken verdiene.»

Freitag

Gefragt, warum sie ans Albanifest gekommen sind, müssen Cyprian Mettler und Mathias Bohny nicht lange überlegen. «Vor allem wegen der Musik!», sagt Mettler. Na klar, die beiden stehen ja auch vor dem Hard-Rock-Zelt.

Freitag

Was essen Sie am Albanifest garantiert?

 
Freitag

Auch Heimweh-Winterthurer zieht es alle Jahre wieder ans Albanifest. «Ich lebe in Effretikon, aber Winterthur ist mir immer noch näher als Zürich», sagt diese Frau, die sich fest vorgenommen hat, ihr Leben zu geniessen. «Das muss man, solange man es kann», meint sie lachend.

Freitag

Beim Stadthaus wäre das Raclette-Buffet eröffnet. Statt sich eines zu genehmigen, haben diese beiden aber andere Pläne. Nach Feierabend seien sie nur zufällig hier vorbeikommen, berichten sie.

Freitag

Zum ersten Mal mit dem Sohn am Fest

«Es ist jedes Jahr wieder eine Tradition, bei der man dabei sein muss», sagt die 28-jährige Elisabeth Gorges über das Albanifest. Dieses Jahr werde ihr Sohn zum ersten Mal das Stadtfest erleben. «Heute gehe ich wegen des Essens, früher haben mich die Bahnen angezogen.»

Apropos in Erinnerungen schwelgen: Im Video gibt es Impressionen vom letzten Jahr zu sehen.

(Archivvideo: Alexander Ott)

Freitag

Aus der Stadt flüchten

Eine Mega-Sause mit 100‘000 Besuchern ist nicht jedermanns Sache. Der 66-jährige Casper Herr (im Bild) sagt: «Für mich ist das Albanifest ein Grund aus der Stadt zu flüchten. Ich liebe sonst Winterthur, aber an diesem Wochenende zieht es mich immer nach Schaffhausen.» 

 

Matthias Schüssler gibt zu, dass ihm das Fest, als er noch im Stadtzentrum wohnte, zu laut war. «Aber heute, wo ich etwas ausserhalb lebe, mag ich das Albanifest. So kann ich kommen und gehen wann und wie ich es gerade gut finde», sagt der 46-Jährige.

Hilde Janisch (77, im Bild) verweist auf das enorme Besucheraufkommen. Heute fühle sie sich in der grossen Menschenmenge nicht mehr wohl, sondern unsicher.

Freitag

Wachsam bei der Aufbaukontrolle

Die intensivste Zeit erleben Ania Hollenstein und ihr Helferteam vor der Eröffnungsfeier. Dann schlagen auch die vielen teilnehmenden Vereine ihre Zelte in den Gassen auf. Genutzt wird jeder Zentimeter, manchmal auch etwas mehr Platz als vorgegeben. Doch den wachsamen Augen der Albanifest-Crew entgeht bei den Aufbaukontrollen nichts.

«Die Platzzuweisungen müssen unbedingt eingehalten werden», so die Winterthurerin. «Nur einen halben Meter zusätzlichen Abstand zwischen jeder Festwirtschaft hat bei über 25 Zelten in einer Strasse gleich mehrere Meter Abweichungen zur Folge.»

Freitag

1874 wurde das Albanifest gemieden

Die Altstadt verwandelt sich ab heute Freitag bis Sonntagabend zum 47. Mal in eine Festhütte. Den Namen für die grosse Sause gibt Winterthurs Schutzheiliger Albanus. Vor rund 800 Jahren verlieh der Graf Rudolf von Habsburg der Stadt einen Freiheitsbrief – just am Gedenktag von Sankt Alban. Die Bevölkerung feierte darauf die frohe Kunde, denn ihr wurden verschiedene Rechte zugestanden. Darunter auch das Marktrecht.

Kaum zu glauben: 1874 wurde das Albanifest unterbrochen, weil immer mehr Bürger der Feier fernblieben und sich die Stadt in Geldnot befand. Erst im Jahr 1971 wurde der Anlass wieder ins Leben gerufen. Der damalige Stadtpräsident Urs Widmer erachtete die drei Tage als ideale Gelegenheit, um die Gastarbeiter aus Spanien, Portugal und Italien besser zu integrieren.

Heute ist das Albanifest für viele Besucher eine Art Klassenzusammenkunft. Noch bis Sonntagabend, 22 Uhr, können sie in Erinnerungen schwelgen und Neues erleben. 

Autor: Redaktion
Züriost

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