Winterthur

2016 verletzten sich wieder mehr Velofahrer

Die Unfallstatistik 2016 zeigt: In Winterthur ereigneten sich mehr Unfälle als in den Vorjahren. Bei den Velofahrern ist die Anzahl Verletzter gestiegen.

von
Christian
Saggese
Uhr

Die Anzahl Verletzter bei Velounfällen in der Stadt Winterthur steigt seit Jahren stetig. (Symbolbild: Rainer Sturm, pixelio.de)

2016 wurden von der Stadtpolizei Winterthur 1174 Unfälle auf Stadtgebiet registriert – soviel wie seit 2011 nicht mehr. Während die Zahl der Unfälle mit blossem Sachschaden marginal angestiegen ist, nahmen jene mit Personenschaden auf 292 zu; sie liegen rund 16 Prozent über dem Durchschnitt der fünf Vorjahre.

«Glück im Unglück»: Es handelt sich hierbei nur um Leichtverletzte (Prellungen, Schürfungen, kleine Brüche). Die Zahl der Unfälle mit erheblichen und lebensbedrohlichen Verletzungen blieb stabil bei 19 Vorkommnissen. Eine Person ist nach einem Unfall leider verstorben.

Feuchte und nasse Strassen tragen Mitschuld

Worauf ist aber der Anstieg bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden zurückzuführen? Laut Daniel Beckmann, Leiter Verwaltungspolizei bei der Stapo, sei 2016 auffällig gewesen, dass die Gesetzeshüter häufiger wegen Vorfällen auf feuchten oder gar nassen Fahrbahnen ausrücken mussten. Hier stiegen die Unfälle um rund 60 Prozent (281, 92 mehr als im Vorjahr) an. Zwar gab es meist nur Sachschaden, aber in 68 Fällen (+20) verletzten sich die Lenker dabei.

Viele Selbstunfälle

Während die Zahl der verunfallten und verletzten Fussgänger stetig sinkt, sieht es bei den Velofahrern anders aus. Hier nahm die Zahl von Leichtverletzten um 2 und die der Schwerverletzten um 3 zu. Generell waren von den 19 Schwerverletzten über die Hälfte mit dem Velo unterwegs. Glücklicherweise gab es aber, anders als im Vorjahr, keinen Todesfall bei den Zweiradlenkern.

Wie Daniel Beckmann näher erläuterte, hätte die Häufung von verletzten Velofahrern nicht zwangsläufig mit einer Kollision zu tun. Sondern viele Zweiradlenker verursachten Selbstunfälle, unter anderem durch einen Sturz im Stehen oder bei zu starkem Abbremsen.

Velofahrer sollten besser auf sich achten

Ein ähnlicher Trend ist in der Stadt Zürich zu erkennen. Der dortige Leiter der Verkehrssicherheit, Wernher Brucks, hofft deswegen, dass Zweiradlenker, auch wenn sie keinen Führerschein benötigen, sich noch intensiver mit ihrem Gefährt und auch mit den Verkehrsregeln auseinandersetzen, um sich selbst optimal zu schützen.

Unfallzahlen der «Stadi»-Gemeinden
In Neftenbach wurden letztes Jahr 56 Unfälle verzeichnet. In elf Fällen gab es Personenschaden mit 10 Leicht- und 2 Schwerletzten. In Seuzach waren es 89 Unfälle (17 mit Personenschaden, 15 Leicht- und 2 Schwerletzte) und in Wiesendangen  92 Fälle (21 mit Personenschaden, 19 mit Leicht- und 2 Unfälle mit Schwerverletzten).

Autor: Christian
Saggese

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