Pfingstlager

Seuzacher Cevianer kämpften mit Harry Potter gegen Voldemort

Die Cevi Seuzach nutzte das traditionelle Pfingstlager, um mit 110 Kindern in die Welt von Harry Potter einzutauchen. In den drei Tagen brauten die Cevianer Zaubertränke, duellierten sich am Trimagischen Turnier und halfen dem bekannten Zauberer im Kampf gegen seinen grossen Gegenspieler Lord Voldemort. Ein Erlebnisbericht.

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Passanten staunten am vergangenen Samstagmorgen nicht schlecht, als sich um kurz vor zehn Uhr 46 Kinder am Bahnhof Seuzach versammelten. Beladen mit grossen Rucksäcken und ausgestattet mit Wanderschuhen, Sonnenhut und Cevi-Hemd warteten sie gespannt auf den Start des diesjährigen Pfingstlagers, das unter dem Motto „Harry Potter“ stattfand.  

Es war eine Premiere, denn zum ersten Mal organisierten wir, die Leiter der Cevi Seuzach, ein grosses Abteilungslager mit 110 Kindern und Leitern. Die ersten Vorbereitungen für das Lager begannen deshalb bereits im Dezember letzten Jahres.

Die weltweite Faszination von Harry Potter hatte auch uns vom Organisationskomitee gepackt. Deshalb entschieden wir uns dazu, die Cevianerinnen und Cevianer drei Tage lang in diese magische Welt mitzunehmen.

Start auf dem Gleis 9 ¾

Am Bahnhof wurden die Kinder von drei Hauslehrern von Hogwarts und Harry Potter begrüsst und tauchten sogleich ein in die fantastische Zauberwelt. Durch eine Backsteinwand gelangten wir auf das Gleis 9 ¾, von wo aus es mit dem Zug Richtung Zauberschule ging. Unterwegs im Zug boten Schokoladenfrösche und andere süsse Leckereien – verteilt durch zwei Küchenelfen und deren Servierwagen – einen ersten Vorgeschmack auf das Lager und gaben Energie für die kurze Wanderung im Anschluss an die Fahrt.

Für die kulinarische Verköstigung aller Kinder und Leiter sorgte unser sechsköpfiges Küchenelfenteam. Sie zauberten täglich leckere Menüs hervor, zubereitet über dem Feuer. Strom hatten wir keinen, deshalb mussten wir uns am Abend wärmer anziehen. Anstatt einfach die Spülung der Toilette zu betätigen, wurde eine Schaufel voll Erde ins Plumpsklo geworfen. Diese kleinen alltäglichen Hindernisse hielten aber niemanden im Lager davon ab, eine unvergessliche Zeit in Hogwarts zu verbringen.

Muggel-Quidditch-Turnier als Highlight

Während der drei Tage drehte sich alles um das Trimagische Turnier. Bei diesem mussten die verschiedenen Häuser der Schule (Gryffindor, Hufflepuff, Ravenclaw, Slytherin), in welche die Kinder bei ihrer Ankunft in Hogwarts durch den Sprechenden Hut eingeteilt wurden, in Aufgaben gegeneinander antreten, um Hauspunkte zu gewinnen. Für die drei Prüfungen mussten die Kinder Geschicklichkeit, Mut, Wissen, Teamzusammenhalt und Durchhaltevermögen beweisen.

Nebst einem Geländespiel mit anschliessender Überquerung eines kleinen Sees, bei welcher ein Drachenei gefunden werden musste, war das Muggel-Quidditch-Turnier eines der grossen Highlights des Lagers. Begleitet wurden die verschiedenen Spiele durch den Schulleiter Professor Dumbledore, den vier Hauslehrern und den Hogwartsschülern Harry Potter, Hermine Granger und Neville Longbottom.

Die Kinder lernten «magische» Dinge

Weil Hogwarts eine Zauberschule ist, kamen auch Schullektionen nicht zu kurz. Am Sonntagmorgen fanden diese während zwei Stunden statt. Die Kinder konnten unter anderem einen essbaren Zauberstab machen, eine eigene Fackel herstellen, einen Zaubertrank brauen, Bleistifte als Zauberstäbe anmalen und sich mit Hagrid, dem Schulgeländehüter,  beim Baumstammwerfen auf die nächsten Strong-Games der Riesen vorbereiten.

Sowohl das Trimagische Turnier wie auch andere Lageraktivitäten wären friedlich abgelaufen, wären sie nicht immer wieder durch Todesser gestört worden, die auf dem Lagerplatz herumschlichen und ihr Unwesen trieben.

Die Todesser führen Böses im Schilde:

Wir versuchten am Sonntag mehr über die Todesser und ihren Anführer Lord Voldemort in Erfahrung zu bringen. Durch verschiedene Hexen, Zauberer und Wassermenschen  erfuhren wir, dass Lord Voldemort die Machtübernahme der gesamten Zaubererwelt plante und nur Harry Potter ihn stoppen konnte.

In der Nacht auf Pfingstmontag wurden wir dann tatsächlich von Todessern aus dem Schlaf gerissen, weil sie uns angreifen wollten. Daraufhin entschieden wir gemeinsam gegen sie zu kämpfen und machten uns auf den gefährlichen Weg zu Lord Voldemorts Versteck. In einem epischen Kampf mit vielen komplizierten Zaubersprüchen besiegte Harry Potter den Bösewicht und befreite damit Hogwarts und die ganze Magierwelt.

Das Haus Slytherin setzte sich durch

An der Hauspokalvergabe am Montagmorgen herrschte deshalb ausgelassene Stimmung. Die Enttäuschung der unterlegenen Häuser, dass sie sich nicht gegen Slytherin, den klaren Sieger des Pokals, durchsetzen konnte, hielte sich in Grenzen.

Der Abschied von Hogwarts und seinen Hauslehrern viel sicherlich allen schwer. Doch die drei Tage werden sowohl den Kindern wie auch den Leitern mit grandiosen und zauberhaften Erlebnissen in Erinnerung bleiben. (Lea Klöti)

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