Seuzach

Hebammen erhalten keine Pikett-Entschädigung mehr

Bisher hat die Gemeinde Seuzach den Hebammen der Umgebung eine freiwillige Pikett-Entschädigung bezahlt. Nun hat sich der Gemeinderat entschieden, diese Dienstleistung ersatzlos zu streichen.

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Hebammen erhalten in Zukunft keine Pikett-Entschädigung durch die Gemeinde Seuzach mehr. (Symbolbild: www.helenesouza.com/pixelio.de)

Frei praktizierende Hebammen betreuen Schwangere und Mütter zu Hause, in der Hebammenpraxis, im Geburtshaus oder in der Arztpraxis. In Winterthur und Umgebung sind ca. 25 frei praktizierende Hebammen tätig.

Seit vielen Jahren richtet die Gemeinde eine Pikettentschädigung für frei praktizierende Hebammen aus; damit soll die Bereitschaft abgegolten werden, sich bei einer Geburt um Mutter und Kind zu kümmern. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Leistung einer solchen Pauschale besteht nicht.

Wie der Gemeinderat mitteilt, hat die Gemeinde Seuzach dennoch in den letzten Jahren zwischen 4‘800 Franken und 6‘500 Franken für diese Pauschalen pro Jahr ausgerichtet; Tendenz steigend.

Pikett-Dienst gehört zum Beruf dazu

Der Beruf einer Hebamme bringe es aber mit sich, dass der genaue Zeitpunkt einer Geburt nie vorausgesagt werden kann und sich die Hebamme deshalb auch stets für einen Einsatz bei ihren Kundinnen bereithalten muss, schreibt der Gemeinderat. Auch lasse die grosse Dichte von Hebammen vermuten, dass alle Mütter, die auf diese Dienstleistung zurückgreifen wollen, dies auch können. Dazu sei keine kommunale Pikettentschädigung notwendig.

Der Gemeinderat habe deshalb beschlossen, die Pikettpauschale per 1. Juli 2017 ersatzlos zu streichen. (eka)

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