Kanton zahlt nur noch bis Ende 2018

Wie weiter mit dem Ustermer Familienzentrum?

Bereits 2014 zog sich der Kanton als Träger der Familienzentren zurück. Per Ende 2018 fallen auch die finanziellen Beiträge weg. Im Fall des Ustermer Familenzentrums sind dies jährlich 46'000 Franken, die dann fehlen. In einer Anfrage will nun EVP-Gemeinderätin Mary Rauber wissen, wie die Stadt die wegfallenden finanziellen Mittel kompensieren will.

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Familienzentrum Uster: Zu wenig Platz und Kantonsbeiträge, die weg fallen - nun verlangt eine parlamentarische Anfrage Antworten. (Archivbild: Markus Zürcher)

Seit 2014 wird das Familienzentrum Uster an der Zentralstrasse von einem Trägerverein geführt. Dies wurde nötig, da sich der Kanton vor drei Jahren als Träger der Familienzentren zurückzog und die Führung den Kommunen übergab.

Stadt grösste Geldgeberin

Im Vorstand des Vereins Familien- und Gemeinwesenarbeit ist auch die Stadt Uster als grösste Geldgeberin vertreten. Sie zahlt pro Jahr 80'000 Franken. Rund 34'000 Franken erwirtschaftet das Familienzentrum durch Mieteinnahmen, die etwa Kursanbieterinnen für die Raumnutzung bezahlen. Der Kanton, respektive das Amt für Jugend und Berufsbildung, steuerte bislang 46'000 Franken bei.

Dieser kantonale Beitrag fällt nun per Ende 2018 ganz weg. «Welche Massnahmen und Möglichkeiten sind für den Stadtrat für eine Generierung der wegfallenden Mittel denkbar und welche werden angestrebt?», will nun Mary Rauber, EVP-Gemeinderätin, in einer Anfrage vom Stadtrat Uster wissen.

Zeughausareal als Option?

Bereits in der Gemeinderatssitzung vom 9. November 2015 wurde zudem ein möglicher Standortwechsel des Familienzentrums thematisiert. Dies nicht zuletzt deshalb, da die Platzverhältnisse an der Zentralstrasse sehr eingeschränkt sind und die Liegenschaft über keine Aussenräume verfügt.

Als möglicher neuer Standort sieht die Stadt Uster das Zeughausareal als Option. Ob das Familienzentrum dereinst aber tatsächlich dort ein neues Zuhause findet, ist noch nicht fix festgelegt.

Frjz wird in Diskussion eingebracht

Gemeinderätin Rauber möchte deshalb vom Stadtrat wissen, wie weit die Standortevaluation fortgeschritten ist. «Welche Standorte werden in Betracht gezogen?», will fragt sie und wie der zeitliche Horizont aussieht. Auch ob eine Annäherung des Familienzentrums an das Freizeit- und Jugendzentrum Uster (Frjz) als mögliche Option in Betracht gezogen werde. (bz)

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