Uster

Usters Velowege auf dem Prüfstand

Der Stadtrat Uster hat eine erste Stellungnahme zum Postulat von Gemeinderätin Claudia Wyssen (SP) verfasst. Ihr Anliegen, die Beleuchtung der Ustermer Velowege zu verbessern, sieht er als sinnvoll an.

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Der Gemeinderat wird darüber entscheiden, ob der Ustermer Stadtrat sich mit der Beleuchtung der Velowege in der Stadt genauer auseinandersetzen muss. (Archivbild: Fabio Meier)

Im Mai reichte Gemeinderätin Claudia Wyssen (SP) ein Postulat ein, in dem sie die Stadt Uster dazu auffordert, die Beleuchtung von Usters Velowegen zu überprüfen und wenn nötig entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Dabei legt sie den Schwerpunkt auf die Beleuchtung der Ustermer Velowege. 
So seien ihr verschiedene Velowege bekannt, die in der Nacht oder im Dunkeln schlecht beleuchtet sind, zum Beispiel der Veloweg entlang der Gleise parallel zur Aathalstrasse. «Es macht Sinn, die Sicherheit und Beleuchtung der Velowege einmal systematisch zu erfassen und analysieren und bei Bedarf entsprechende Massnahmen einzuleiten», schreibt sie in ihrem Postulat. 

Bisher keine systematische Überprüfung

Nun hat der Stadtrat eine erste Stellungnahme verfasst. Zwar seien im Rahmen der Schwachstellenanalyse «Velostadt Uster» bereits einige Abschnitte von Velowegen ohne Beleuchtung erfasst, eine systematische Überprüfung habe aber nicht stattgefunden. «Um der Lichtverschmutzung für Natur und Umwelt gegen zu wirken, sollen die Standorte der Beleuchtung von Infrastrukturanlagen möglichst umsichtig geplant und die Kandelaber mit Bedacht platziert werden», schreibt der Stadtrat. Dies bedeute, dass insbesondere in der Innenstadt die Strassen beleuchtet werden. Ausserorts werde grösstenteils auf eine Beleuchtung verzichtet. 

Finanzielle Beteiligung durch den Kanton

Die Abteilung Bau unterstütze eine systematische Erfassung der Beleuchtungen von Velowegen. «Sinnvollerweise werden gleichzeitig auch die Fusswege von öffentlichem Interesse analysiert, sind doch die zu Fuss Gehenden die einzigen Verkehrsteilnehmer ohne Licht», schreibt der Stadtrat weiter. Da einige Velowege in Uster dem Kanton gehören, sei eine finanzielle Beteiligung durch den Kanton zu klären. Dieser sei jedoch «sehr zurückhaltend» mit der Beleuchtung von Velowegen, heisst es in der Stellungnahme weiter. 

Stadtrat empfiehlt Überweisung

Mit der Erstellung einer öffentlichen Beleuchtung seien oft auch zusätzliche Arbeiten für die Verbindung ans öffentliche Elektrizitätsnetz erforderlich. So müssen im Fall der Überweisung des Postulats an den Stadtrat die Kosten abgeschätzt und diese über ein eigenes Investitionsprojekt finanziert werden.
Wie der Stadtrat abschliessend schreibt, werde der Abteilungsvorsteher Bau damit beauftragt, die Position des Stadtrates gegenüber dem Gemeinderat zu vertreten, dem er die Überweisung des Postulates empfiehlt. (zo)

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